Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Fernsehen

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Drei Fernsehsender waren gestern. Heute sind es
74. Und es gibt Video-on-Demand. Zwar wird lineares Fernsehen noch
genutzt, aber die Jungen (14 bis 29 Jahre) sehen kaum noch hin. Sie
gestalten ihr eigenes Programm: heute Actionfilm aus den USA, morgen
die aktuelle Staffel der Sci-fi-Serie oder Comedy – ebenfalls aus den
USA. Dass also bei der »Emmy«-Gala klassisches TV und Erzeugnisse aus
dem Hause Streamingdienst gleichauf lagen, bildet nur das neue
Zuschauerverhalten ab. Und wenn man dann noch glaubt, dass bis 2020
die Hälfte aller bewegten Bilder über mobile Endgeräte flimmern
(weissagen Experten), dann kann der alte Fernsehsessel auf den
Sperrmüll. Spontan »Mrs. Maisel« kaufen (oder sowieso Sky & Co.
abonniert haben), Freunde whatsappen, Binge-Watching starten. Moderne
Storys. Schnelle Schnitte. Zackige Szenenwechsel. Stakkato der
visuellen Reize. Bei »Derrick« hörte man heute vielleicht noch
»Harry, hol doch mal« – und schon wäre man weggedämmert. Man kann ja
über das moderne Fernsehen sagen, was man will. Langweilig ist es
ganz gewiss nicht.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 18. September 2018. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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