Westfalen-Blatt: ein Kommentar zum Vorschlag einer Helmpflicht für alle Fußballspieler

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Der Vorschlag des Paderborners Klaus Gjasula
klingt zunächst kurios: Helmpflicht für alle Fußballspieler im
deutschen Profifußball. Das, was beim Skifahren, im Amateurboxen oder
im Radsport längst dazugehört wie ein Netz am Tor, soll künftig auch
in der Lieblingssportart der Deutschen zur Vorschrift werden? Da mag
mancher bei dem Gedanken schmunzeln, und bevor so eine Regel greift,
bräuchte es fraglos noch eine Menge Vorarbeit. Denn zunächst müssten
zwei Dinge geklärt werden: Was für eine Helmart macht Sinn und wie
kann gleichzeitig verhindert werden, dass sich die Sportart Fußball
dadurch verändert. Im Sinne der Gesundheit kann Gjasulas Idee
allerdings niemand ernsthaft wegdiskutieren. Zumal Statistiken
eindeutig belegen, dass auch im Fußball die Kopfverletzungen
zunehmen. Allerdings gab es im Fußball noch keinen bekannten Profi,
der nach einer schweren Schädelfraktur mit bleibenden Schäden seine
Karriere beenden musste. Das war bei Skirennfahrern, Boxern oder
Radprofis anders. Deshalb gilt auch für die Helmpflicht im Fußball:
Erst müssen sich schlimme Unfälle häufen, dann findet ein Umdenken
statt. Anders ausgedrückt: Bevor es zumindest eine Empfehlung gibt
und sich damit auch hier die Vernunft gegen alle Zweifel durchsetzt,
wird es einen anderen Meister als Bayern München geben.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Matthias Reichstein
Telefon: 05251/896-129
m.reichstein@westfalen-blatt.de

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Beitrag von auf 21. August 2019. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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