Wie Sie bei der Pflege-Bürokratie den Überblick behalten / Viele Angehörige fühlen sich mit der Organisation der Pflege überfordert. Der „Senioren Ratgeber“ gibt Tipps zur Orientierung

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Wer sich um einen Angehörigen kümmert, kämpft oft mit einer zusätzlichen Belastung: der Bürokratie. Viele Fehler liegen zwar im System – doch es gibt Strategien, erfolgreich den Weg aus dem Zettelchaos zu finden, so das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Viele Kassen bieten Apps zur Organisation der Pflege

59 Prozent der pflegenden Angehörigen wünschen sich weniger Bürokratie bei der Antragstellung, so der Barmer Pflegereport. In der Tat verursachen Antragstellungen rund um Hilfsmittel die häufigsten Probleme mit der Pflegebürokratie, beobachtet Angelika Niedermaier, Pflegeberaterin in Regensburg: „Da heißt es häufig: Gibt´s nicht, geht nicht. Schaut man genau hin, ist es oft sehr wohl machbar und legitim.“ Derlei Bürokratie kostet Kraft und Energie. „Viele Angehörige sind frustriert, hoffnungslos – und sehr wütend“, beklagt Niedermaier. „Pflegebedürftige sind in vielen Fällen überfordert und eingeschüchtert.“

Um den Überblick im Bürokratie-Dschungel zu bewahren, können Apps hilfreich sein, die viele Kassen ihren Versicherten kostenlos anbieten. Mit solchen Anwendungen können zum Beispiel Rechnungen oder Kostenvoranschläge mit dem Handy fotografiert und digital eingereicht werden. Auch lassen sich damit ein Pflegegrad oder ein Hilfsmittel beantragen, ein Termin beim Arzt buchen oder auch Medikamente online im Blick behalten. Übrigens: Einige Kassen bieten auch kostenlose Schulungsvideos zum Thema Pflege an.

Empfehlenswert: die monatliche Einreichung der Belege

Alle Schreiben sollten in einem Ordner abgeheftet werden, weil man sonst später viel Zeit mit der Suche verbringt. Gleich vorne in diesem Ordner sollte der Bescheid über den Pflegegrad sein – am besten gleich mit mehreren Kopien, so Pflegeberaterin Angelika Niedermaier. Insbesondere privat Versicherte sollten Quittungen unbedingt aufbewahren, weil sie meist in Vorkasse gehen und die Belege benötigen, um bei der Kasse beziehungsweise der Beihilfe um Erstattung zu bitten. Wichtig ist auch die fristgerechte Einreichung – Beraterin Niedermaier rät, dies monatlich zu tun. Hilfreich ist es, eine Tabelle nahe der Tür aufzuhängen, in der man Datum, Stundenzahl und Bezahlung einträgt. Die helfenden Person sollte die jeweiligen Einträge direkt unterschreiben.

Tipp: Auch Apotheken können Angehörige bei der Bürokratie rund um die Organisation der Pflege unterstützen. „Wir helfen etwa bei Pflegehilfsmitteln – zum Beispiel Mundschutz, Händedesinfektion oder Einmal-Bettunterlagen“, sagt Stefan Fink, Inhaber einer Apotheke in Weimar und Vorsitzender des Thüringer Apothekenverbandes. Viele Apotheker stellen zudem für gesetzlich Versicherte Anträge bei der Kasse und übernehmen die Abrechnung.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ 03/2021 liegt aktuell in den meisten Apotheken aus. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter https://www.senioren-ratgeber.net sowie auf Facebook (https://www.facebook.com/seniorenratgeberDE/).

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Katharina Neff-Neudert
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Beitrag von auf 14. März 2021. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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