AMNOG-Daten 2019: Geburtsfehler und Lernschwächen gefährden Versorgungsziele

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Von den insgesamt 197 neuen Präparaten mit
abgeschlossener Nutzenbewertung und Preisfindung sind mittlerweile 26
nicht mehr in Deutschland verfügbar. Das ist einer der Befunde der
AMNOG-Daten 2019. Die Publikation des Bundesverbandes der
Pharmazeutischen Industrie (BPI) e.V. dokumentiert die Ergebnisse der
seit 2012 praktizierten AMNOG-Preisregulierung von
Arzneimittel-Innovationen und erläutert deren ökonomische
Wirkungszusammenhänge.

Acht Jahre AMNOG: Wie viele Verfahren gab es bisher? Wie oft wurde
den neuen Präparaten ein Zusatznutzen zuerkannt? Gibt es
Bewertungsbesonderheiten in einzelnen Therapiegebieten? Wie wirkt
sich die Nutzenbewertung auf die Erstattungsvereinbarungen aus? Zu
welchen Ergebnissen führen die Schiedsverfahren? Ergeben sich daraus
unerwünschte Nebenwirkungen auf die Patientenversorgung?

Die nunmehr dritte Ausgabe der BPI AMNOG-Daten
(http://ots.de/PrpJCM) stellt die bisherigen Resultate des
AMNOG-Verfahrens systematisch anhand von Grafiken und Tabellen dar.
Die bis Ende 2018 vorliegenden Daten werden wieder von den
Gesundheitsökonomen Prof. Dieter Cassel und Prof. Volker Ulrich
ökonomisch analysiert und ausführlich kommentiert.

Die AMNOG-Daten 2019 belegen, dass das AMNOG hinsichtlich seiner
Regulierungsstruktur und praktischen Umsetzung immer noch eine Reihe
von Geburtsfehlern und Lernschwächen hat. Sie wurden bisher weder
reformpolitisch noch pragmatisch behoben und führen vermehrt auch zu
unerwünschten Wirkungen.

Die Autoren finden zum Beispiel Anzeichen dafür, dass das AMNOG
fallweise als “Versorgungshürde” wirkt: Neue Präparate kommen
entweder erst gar nicht auf den deutschen Markt oder werden aufgrund
der Nutzenbewertungs- und Preisfindungsergebnisse wieder vom Markt
genommen, fallen also für die Patientenversorgung mit innovativen
Arzneimitteltherapien aus.

Die AMNOG-Daten 2019 sind elektronisch im BPI-Kiosk
(https://www.bpi.de/de/newsroom/bpi-kiosk) verfügbar und stehen zudem
auf bpi.de (https://www.bpi.de/de/service/amnog-daten) zum Download
bereit. Auf Anforderung sind sie auch als kostenlose Broschüre in der
BPI-Geschäftsstelle erhältlich.

Ihr Ansprechpartner:

Andreas Aumann, Tel. 030 27909-123, aaumann@bpi.de

Original-Content von: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 16. Juli 2019. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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