Anbieter von Sprachreisen: Die Qual der Wahl / TÜV Rheinland: Auf deutsches Reiserecht achten / DIN-Geprüft-Zeichen bietet Orientierung / Ziele der Sprachreise vorab festlegen

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Das Erlernen einer Fremdsprache kann in der Schule
sehr theoretisch sein. Manchen Schülern fehlt es dabei an Praxis.
Sprachreisen sind eine beliebte Kombination, um die Sprachkenntnisse
in den Ferien aufzubessern und das Gelernte gleich in der Freizeit
praktisch umzusetzen. Laut dem Fachverband Deutscher
Sprachreise-Veranstalter (FDSV) zieht es die meisten Schüler dabei
nach Großbritannien, um ihre Englischkenntnisse aufzubessern.

Auf deutsches Reiserecht achten

Wer sich für eine Sprachreise interessiert, steht vor der Qual der
Wahl: viele Anbieter haben sich auf Sprachreisen spezialisiert. Und
so stellt sich die Frage, worauf bei der Suche nach einem Anbieter zu
achten ist? Eine Orientierungshilfe bietet das DIN-Geprüft-Zeichen
von DIN CERTCO. „Bei dieser Zertifizierung nach DIN EN 14804 werden
die Anbieter von Sprachreisen nach einem Prüfkatalog überprüft“,
erklärt Dana Bodeschu, Expertin für die Zertifizierung von
Sprachreisen bei TÜV Rheinland DIN CERTCO. „Wenn alle Anforderungen
erfüllt sind, erhält der Anbieter das DIN-Geprüft-Zeichen. In
regelmäßigen Abständen erfolgt eine Re-Zertifizierung.“ Ein Augenmerk
sollte auch darauf liegen, in welchem Land der Anbieter seinen
Geschäftssitz hat „Ist der Geschäftssitz in Deutschland, so tritt
auch das deutsche Reiserecht in Kraft. Dies beinhaltet unter anderem
auch eine Insolvenzversicherung. Beim Reiserecht in anderen Ländern
muss dies nicht der Fall sein“, führt die TÜV Rheinland DIN CERTCO
Expertin aus. Wird die Reise über einen Vermittler gebucht, hilft es
nachzufragen, welches Reiserecht zur Geltung kommt. Oftmals wird das
Reiserecht des Landes angewandt, in dem die Sprachschule ansässig
ist.

Ausführliches Informationsmaterial und direktes Nachfragen

Bevor die Reise losgeht, ist es wichtig sich umfassend über die
Sprachschule und die inkludierten Leistungen zu informieren. Ein
Blick in das Informationsmaterial sollte einen guten Einblick in die
Angebote und Leistungen bieten. „Die Unterlagen müssen genaue Angaben
zum Veranstalter enthalten, eine Auflistung aller enthaltenen
Leistungen, Informationen über die Unterbringung und über die
Sprachkurse“, erklärt Dana Bodeschu. „Auch sollte klargestellt
werden, wann die Reiseunterlagen zugestellt werden und ob eine
Mindestanzahl an Teilnehmern benötigt wird.“ Das bereitgestellte
Informationsmaterial bietet Eltern und Schülern eine gute
Möglichkeit, einen Vergleich und eine Vorauswahl an Anbietern zu
treffen. Dennoch sollte man im Anschluss die Sprachschule auch direkt
ansprechen, um Details und unklare Punkte zu klären. Gerade bei
minderjährigen Reisenden gibt es einigen Klärungsbedarf: Ist der
Transport vom und zum Flughafen mit inbegriffen? Wie werden die
Schüler untergebracht? Welche Freizeitmöglichkeiten gibt es und wie
werden die Schüler vor Ort betreut? Auch die Teilnehmerstruktur der
Sprachreise sollte erfragt werden. Da auch viele Erwachsene
Sprachreisen buchen, sollte hier auf die Altersstruktur geachtet
werden.

Ziele der Sprachreise vorab festlegen

Besonders wichtig sind die angebotenen Sprachkurse. „Um einen
passenden Anbieter auszuwählen, sollten sich Eltern und Schüler
Gedanken machen, welche Ziele mit der Sprachreise verbunden sind und
wie intensiv die Sprachkurse sein sollen.“, führt Dana Bodeschu aus.
„Hier sollte man sich nach den Schwerpunkten der Kurse informieren
und einen leistungsgerechten Kurs aussuchen. Ein Einstufungstests ist
sinnvoll, um die gesteckten Ziele zu erreichen“. Auch das
Reklamationsmanagement sollte genau betrachtet werden: Sind
Kurswechsel oder auch der Wechsel der Gastfamilien bei Problemen
möglich? Wie wird der Anbieter von bisherigen Teilnehmern bewertet?
„Detailliertes Nachfragen hilft bei der Entscheidung und schützt vor
Problemen während der Reise“, fasst Dana Bodeschu von TÜV Rheinland
DIN CERTCO zusammen. „Wenn die Reise den Schülern gefällt, kommen die
positiven Seiten einer Sprachreise zur Geltung: Nicht nur die
Sprachkenntnisse werden dabei verbessert, sondern auch das
Selbstbewusstsein der Schüler gefördert.“

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Beitrag von auf 11. August 2015. Abgelegt unter Urlaub & Reisen. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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