„Anpacken in der Coronakrise“: Konsortium engagierter Unternehmer hilft

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Vaduz, Fürstentum Liechtenstein. Grenzen überschreiten – damit kennt sich Clemens Ressel bestens aus. Im Laufe seines ereignisreichen Lebens durfte der Schweizer Erfolgscoach, Autor und Redner dies in allen Facetten selbst erfahren, bevor er begann, seinen reichen Erfahrungsschatz über das von ihm im Fürstentum Liechtenstein verwaltete Unternehmen Business Athleten AG Managern und Spitzensportlern zur Verfügung zu stellen.

Wenn es um ihn selbst und seine Klienten geht, legt der 53-jährige Selfmade-Unternehmer die Messlatte gerne ganz weit nach oben. Stets ein Champion zu sein, lautet seine Maxime. Gleichwohl besitzt er ein Gespür für Menschen in schwierigen Situationen. Im Rahmen des von ihm und seiner Frau Yvonne gegründeten Kinderhilfswerks „Die Unbezwingbaren“ unterstützt er talentierte Kinder und Jugendliche, ihre sportlichen Träume zu verwirklichen.

Clemens Ressel ist kein Einzelkämpfer. Als früherer Mannschaftssportler weiß er, dass Erfolge zumeist Ergebnisse guter Teamarbeit sind. So hat er sich Stück für Stück ein Netzwerk aufgebaut, mit dem sich etwas bewegen lässt, wenn sich die Gelegenheit bietet. Diese bot sich mit der Ausbreitung der aktuellen Coronaviruspandemie. Plötzlich fehlte überall dringend benötigte Ausrüstung. Engpässe gab es vor allem bei der Beschaffung von Masken und Schutzanzügen für medizinisches Personal.

Als schließlich ein befreundeter Unfallchirurg bei Clemens Ressel anfragte, ob er helfen könne, aktivierte dieser sein Netzwerk auf der Suche nach Mitgliedern, die einerseits eine saubere Lieferkette für qualitativ hochwertige Produkte mit Zertifikat garantieren, andererseits – und dies bedeutet bis heute die größte Herausforderung – die zugesagten Liefertermine einhalten können.

Idee findet Unterstützer

Tatsächlich bildete sich aus dieser Anfrage ein Verbund aus international tätigen sozial engagierten Unternehmern, Ärzten und Ressels Kinderhilfswerk. Nachdem bereits im März eine erste Lieferung von Atemschutzmasken an ein Kantonsspital in der Schweiz – noch vollkommen unkoordiniert – auf den Weg gebracht wurde, konnte Ressel den Vorstand des Internationalen Forums der Nachhaltigkeit (IFN), Lorenz Hahn, als Mitinitiator des Konsortiums gewinnen.

Neben der Business Athleten AG besteht dieses aus Unternehmen und Organisationen in Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein. Dabei organisiert die White Beauty and Healthcare GmbH aus Nienstädt in Niedersachsen die arbeitsintensive Logistik über Landesgrenzen hinweg.

Der Verbund beliefert in erster Linie Ärzte, Krankenhäuser und Altenheime sowie aktuell auch eine Kassenärztliche Vereinigung in Deutschland, die eine Million Masken für ihre Vertragspartner orderte. Die unkomplizierte Vorgehensweise schildert Clemens Ressel so: “Die Kunden rufen uns an, fragen nach den tagesaktuellen Kursen und können bei Bedarf die Ware ab Lager abholen. Wir koordinieren immer Anfrage und Angebot, was sich täglich wie an einer Börse ändert.”

Zum erfolgreichen Start dieses Projekts äußert sich der 53-Jährige “dankbar, dass ich mit unserem Netzwerk aus dem Kinderhilfswerk heraus und dank der Unterstützung durch das IFN einen Beitrag dazu leisten kann, Menschen zu unterstützen, die durch einen Mangel an Atemschutz schlagartig isoliert waren und Pflegepersonal dabei zu unterstützen, sich vor der Pandemie schützen zu können.”

Das Konsortium ist mittlerweile in der Lage, pro Woche ausreichend Masken und Anzüge zu beschaffen. Der Clou: Clemens Ressel trug dazu bei, dass die EU-Kommission für diese Lieferungen die Einfuhrzölle und Umsatzsteuern strich. Somit verringern sich die Kosten für die Empfänger um bis zu einem Drittel. Genau hier zeigen sich wortwörtlich Clemens Ressels Stärken wieder: in der Hilfe, Grenzen zu überschreiten!

Sein Zwischenfazit Mitte Mai zur Aktion lautet: „Es ist manchmal wie ein „ausgelatschter Kaugummi“, wenn Lieferungen in Etappen durch den Zoll gehen und es im Grunde keinen Lieferengpass geben müsste, wenn alle mal zusammenspielen würden“. Kein gutes Haar lässt er an jenen Firmen, die infolge von „Corona“ die Preise künstlich nach oben treiben. „Wenn ich mit Ärzten und Gewerbetreibenden spreche und erfahre, dass sie die Ware zum doppelten oder vielfachen Marktpreis kaufen müssen, finde ich das gelinde ausgedrückt schlimm und unfair“.

Kein Wunder, wenn der 53-Jährige bereits den nächsten Plan in der Schublade hat: „Wir wollen die Eigenproduktion mit Unterstützung von liquiden Industrie-Partnerunternehmen im Inland ankurbeln. Mein Ziel ist es, unabhängig von Lieferketten und Verwaltungsapparaten zu werden“.

Beitrag von auf 19. Mai 2020. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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