Christine Lavant Preis 2018 geht an den Schweizer Schriftsteller Klaus Merz – BILD

Abgelegt unter: Kunst & Kultur,Literatur,Vermischtes |



 

Der Christine Lavant Preis wurde von der
Internationalen Christine Lavant Gesellschaft 2016 ins Leben gerufen,
um an die Dichterin und ihr großartiges Werk zu erinnern. Der mit
15.000 Euro dotierte Preis für Lyrik und Prosa würdigt
Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in ihrem literarischen
Schaffen – so wie auch Christine Lavant – einen hohen ästhetischen
Anspruch mit humaner Haltung und gesellschaftskritischem Blick
vereinen. Der Preis wird auf Vorschlag des international besetzten
Literarischen Beirats an Personen vergeben, die in deutscher Sprache
schreiben und die von der Öffentlichkeit bereits als wichtige
literarische Stimmen wahrgenommen wurden.

Dem Beirat gehören die Schriftstellerinnen Friederike Mayröcker
und die erste Preisträgerin Kathrin Schmidt aus Gotha, die
Literaturwissenschaftlerin und Literaturkritikerin Daniela Strigl und
der Professor an der Hochschule der Künste Bern und Mitglied des
Literaturclubs des Schweizerischen Fernsehens Thomas Strässle an,
ferner Karl Wagner, zuletzt Germanistikprofessor an der Universität
Zürich sowie Klaus Amann, der Gründer und langjährige Leiter des
Musil-Instituts der Universität Klagenfurt und Lavant-Herausgeber.

Zwtl.: Christine Lavant Preis 2018

Der Preisträger des ausschließlich von privaten Sponsoren – BKS
Bank, Berndorf Privatstiftung/Redler Vermögensverwaltung, Hans Schmid
Privatstiftung – und der Internationalen Christine Lavant
Gesellschaft finanzierten Christine Lavant Preises ist in diesem Jahr
der Schweizer Schriftsteller Klaus Merz.

„Erzählen und erzählen lassen heißt ja auch, zuhören können. Es
braucht oder bräuchte eigentlich nichts anderes als das, damit wir
ganze Menschen würden.“ Zitat: Klaus Merz

Thomas Strässle, der auch die Laudatio auf Klaus Merz halten wird,
schreibt in der Jurybegründung:

Klaus Merz, geboren 1945 in Aarau, zählt zu den bedeutendsten
Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Er hat ein
literarisches Werk geschaffen, das zu demjenigen Christine Lavants
vielerlei Bezüge aufweist: Klaus Merz schreibt vor allem Lyrik und
Prosa, seine Texte handeln von Außenseitern und Randständigen, aber
auch von Abenteurern und rastlos Liebenden, und er wendet sich meist
dem Lokalen zu, um es zum Kosmos zu weiten. Klaus Merz ist ein
Meister der poetischen Verdichtung, ein Autor, der seine Worte lange
wiegt und lange wägt, bevor er sie aus den Händen gibt. Entsprechend
pflegt er einen Stil, dessen Schönheit in der Klarheit und Kargheit
liegt.

Zu seinen bekanntesten Büchern gehören neben den Gedichtbänden Mit
gesammelter Blindheit (1967) oder Aus dem Staub (2010) vor allem der
Roman Jakob schläft (1997), der eine Familiengeschichte um die
Leerstelle eines bei der Geburt verstorbenen Bruders erzählt, sowie
die Novelle Der Argentinier (2009), die von einem Abenteurer handelt,
der sich in Argentinien als Gaucho versucht. Seit vielen Jahren
erscheint das Werk von Klaus Merz im Innsbrucker Haymon-Verlag und
wurde bereits mit einer Werkausgabe zu Lebzeiten gewürdigt.

Zwtl.: Matinee und Preisverleihung

Der Christine Lavant Preis wird im Rahmen einer Matinee im Wiener
ORF RadioKulturhaus am Sonntag, 7. Oktober um 11 Uhr vergeben. Die
Schauspielerin Sophie Rois wird aus Lavant-Texten lesen, der
Percussionist Peter Rosmanith sie dabei musikalisch begleiten. Katja
Gasser, ORF Kultur moderiert und ORFIII überträgt live.

Medienpartner bei der Matinee sind der Kultursender Ö1, das
RadioKulturhaus, die ORF TVthek, das Klassikportal fidelio und die
Buch Wien.

Sophie Rois, geboren in Linz, studierte am Max-Reinhardt-Seminar
in Wien Schauspiel.

Von 1993 bis 2017 gehörte sie zum Ensemble der Volksbühne am
Rosa-Luxemburg-Platz. Für ihre Theaterarbeit erhielt sie wiederholt
Auszeichnungen: u.a. wurde sie mit dem renommierten Berliner
Theaterpreis der Stiftung Preußische Seehandlung geehrt. Zuletzt
wurde ihr für ihre Darstellung der Hexe in der
Volksbühnen-Inszenierung von „Faust. Der Tragödie zweiter Teil“ der
Gertrud-Eysoldt-Ring zuerkannt, den sie im März 2018 feierlich
erhielt. Die Jury würdigte „ihr langjähriges Bekenntnis zum
Ensembletheater an der Berliner Volksbühne“ und attestierte der
Schauspielerin „Professionalität, inhaltliche Unbestechlichkeit und
ungeheuren Spielwitz“ Sophie Rois drehte zahlreiche Kino- und
Fernsehfilme und war für viele Hörspiel- und Hörbuchproduktionen als
Sprecherin tätig. Sie wurde u.a. mit dem Grimme-Preis, dem Deutschen
Filmpreis (beste Hauptrolle) sowie zweimal mit dem Deutschen
Hörbuchpreis ausgezeichnet.

Peter Rosmanith, geboren 1956 in Gmünd ist Percussionist und
Komponist. Die Suche nach neuen Klängen führte ihn zur
außereuropäischen Musik, deren Einflüsse in seiner eigenständigen
Klangsprache immer präsent ist. Seine persönliche Spielweise und
Klanggestaltung ist auf mehr als 50 CD?s und bei zahlreichen
Ensembles, sowie auf seinen zwei Solo-CDs „aans“ und „schneesand“ zu
hören. Die Auseinandersetzung mit Literatur und Sprache bei Theater
und Hörspielproduktionen führte zur Idee ein neues Hörbuchformat zu
entwickeln – „Mandelbaums Bibliothek der Töne“. In der von Peter
Rosmanith erdachten und produzierten Reihe erzählen Text und Musik
gemeinsam Geschichten. Die Produktionen „[Die letzten Tage der
Menschheit] (http://oe1.orf.at/programm/398284)“, von Karl Kraus (mit
Erwin Steinhauer) und „[Das Wechselbälgchen]
(http://oe1.orf.at/programm/428131)“ von Christine Lavant (mit Sophie
Rois), wurden vom Ö1 Publikum zum Hörspiel des Jahres (2015/2016)
gewählt. [www.peter-rosmanith.at] (http://www.peter-rosmanith.at/)

Bitte beachten Sie, dass im Rahmen der BUCH WIEN sowohl der vierte
Band der Werkausgabe Christine Lavant von Klaus Amann vorgestellt
wird, als auch Klaus Merz aus seinem Werk lesen wird.

* Klaus Amann: Christine Lavant – Erzählungen aus dem Nachlass.
* Sonntag, 11.11.2018, 10.30 Uhr auf der Standard-Bühne
* Klaus Merz: Sonntag, 11.11.2018, 11.00 Uhr auf der
Standard-Bühne.

Weitere Informationen zur Internationalen Christine Lavant
Gesellschaft finden Sie auf der Website [www.christine-lavant.com]
(http://www.christine-lavant.com)

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM /
Originalbild-Service sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Univ. Prof. Dr. Klaus Amann
Vorsitzender des Literarischen Beirats
Tel.: +43 463 238014
Email: klaus.amann@aau.at
Dr. Hans Gasser
Präsident der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft
Tel.: +43 676 7600 491
Email: hans.gasser@christine-lavant.com

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/7387/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT ***

Original-Content von: Internationale Christine Lavant Gesellschaft, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 12. September 2018. Abgelegt unter Kunst & Kultur, Literatur, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

Schreibe einen Kommentar




Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste