Corona-Krise: Pflegedienste halten zusammen

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PROMED Assista – Pflegedienste halten zusammen
 

Die Maßnahmen gegen den Versorgungsengpass

Viele Pflegedienstleitungskräfte machen sich momentan sorgen, für wie lange die Vorräte an Masken und Schutzmittel ausreichen werden, wenn die Situation eskaliert. Jetzt, wo in vielen Bundesländern die Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie eingeführt wurde, besteht die Gefahr, dass die Zahl der Corona Infizierten steigen kann. „Wir hoffen auf das Beste, bereiten uns aber vorsorglich auf das Schlimmste vor“, sagt Frau Tharmila Rani, die Pflegedienstleitung von Pflegedienst PROMED Assista aus Dietzenbach. Zum Glück bekommen die ambulanten Pflegedienste in Kreis Offenbach Unterstützung von der Stadt. „Bereits zweimal hat uns Stadt Dietzenbach die Schutzmasken zur Verfügung gestellt“, sagt Frau Rani. Trotz dieser Unterstützung ist der Bedarf noch nicht abgedeckt. Viele Pflegedienste suchen nach wie vor nach diversen alternativen Lieferungsquellen für Schutzmasken und Desinfektionsmittel.

Die fehlenden Kapazitäten und der Personalmangel

Mit der Corona-Krise haben viele Betreuer und Pflegehilfskräfte das Land verlassen und können nicht mehr so einfach einreisen. Es fehlen momentan hunderttausende Pflegehelfer deutschlandweit. Die Unterbesetzung macht sich auch in Hessen bemerkbar. Viele private Pflegedienste sind gezwungen auf die Leihmitarbeiter zurückzugreifen und nicht Mal das garantiert, dass alle Mitarbeiterengpässe abgedeckt werden können. Die Patienten müssen aber versorgt werden, deswegen setzt Pflegedienst PROMED Assista auf eine gemeinsame Unterstützung zwischen den ambulanten Einrichtungen. „Unser Pflegedienst übernimmt momentan auch Patienten in Offenbach am Main und Mühlheim am Main. Wir unterstützen auch andere Pflegedienste in Dietzenbach, wenn wir nur die Möglichkeiten dazu haben“, sagt die Pflegedienstleiterin und Geschäftsführerin Frau Rani. Die gegenseitige Unterstützung scheint unerlässlich zu sein, damit die Pflegebedürftigen weiterhin professionell versorgt werden können. Deswegen hat sich der Pflegedienst PROMED Assista GmbH für eine enge Zusammenarbeit mit anderen Pflegediensten und eine gegenseitige Unterstützung entschieden. Dank dieser Initiative rechnet Frau Rani damit, dass im Falle von Defiziten bei der Versorgung der eignen Patienten, ihr Pflegedienst mit der Unterstützung von anderen ambulanten Pflegeeinrichtungen rechnen kann, denn „nur gemeinsam können wir diese Krise überwinden“, betont Frau Rani.

Die Entfremdungsgefahr und die Angst der Patienten vor der Isolation

Gerade in dieser schwierigen Situation benötigen die Pflegebedürftigen und insbesondere die älteren Menschen eine Unterstützung bei der Bewältigung der alltäglichen Aufgaben und vor allem auch eine einfache Gesprächsmöglichkeit. Viele Kunden freuen sich, dass der ambulante Pflegedienst vorbeikommt. Die Meisten sind wegen ihrer gesundheitlichen Lage nicht mehr fähig mit den einfachsten alltäglichen Herausforderungen fertig zu werden, von Anziehen von Kompressionsstrümpfen etc., kaum zu sprechen. „Darüber hinaus ist der Kontakt mit den Pflegekräften vor allem jetzt von einer großen Bedeutung für die Pflegebedürftigen. „Dadurch fühlen sich unsere Kunden weniger abgeschnitten“, erklärt Frau Rani. Die Mitarbeiterinnen von Pflegedienst PROMED Assista spüren, dass ihre Kunden gerade in der Zeit der Corona-Krise einen größeren Redebedarf haben. Sie hätten gerne mehr Zeit für solche Gespräche – der Tourenplan für die Versorgung der Kunden ist aber leider immer voll und die Arbeitstage sind knapp getaktet. Den zusätzlichen Trost und Zuspruch gibt es nur mit einem entsprechenden Sicherheitsabstand. Die pflegerische und medizinische Versorgung erfolgt unter Einbehaltung der strengsten Sicherheitsmaßnahmen. Jeglicher unnötige Körperkontakt ist untersagt. Das Händeschütteln, in die Arme nehmen ist heutzutage leider nicht möglich. „Sehr viele Patienten haben Angst und sind verunsichert“, sagen die Mitarbeiter von Pflegedienst PROMED Assista. Wegen ihres hohen Alters oder durch Vorerkrankungen wie z.B.: Bluthochdruck, Diabetes oder diverse Lungenkrankheiten gehören viele Pflegebedürftigen der Risikogruppe an und müssen deswegen aktuell weitgehend isoliert werden. Die Pflegekräfte fungieren deshalb in vielen Fällen auch als Seelsorger für die Patienten. Sie sind die einzigen Menschen mit denen die älteren und pflegebedürftigen Menschen noch Kontakt haben.

Mehr Wertschätzung für die Pflegeberufe

Die Corona-Krise hat auch für mehr Wertschätzung für die Pflege gesorgt. Die gegenwärtige Situation hat gezeigt, dass ohne die Unterstützung von engagierten Pflegern, die Lage nicht zu meistern gewesen wäre. Die Pflegekräfte übernehmen außer ihren täglichen pflegerischen und medizinischen Aufgaben auch oft die Einkäufe im Rahmen der hauswirtschaftlichen Versorgung, um vor allem die Ansteckungsgefahr insbesondere bei den älteren Menschen, die der Risikogruppe angehören zu minimieren. Die Pflegedienstleiterin – Frau Rani hofft, dass in der Zukunft, „wenn wir die Krise überstanden haben, vor allem die Regierung zu der Verbesserung der Situation in der Pflege endlich konkrete Schritte in die Wege leiten wird.“

Beitrag von auf 4. Mai 2020. Abgelegt unter Gesundheit, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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