Das Erste / „ttt – titel thesen temperamente“ (hr) am Sonntag, 2. September 2018, um 23:05 Uhr

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Die geplanten Themen:

– Einblick in die Seele des Bösen / Wie ein Bestseller über den
KZ-Arzt Mengele unseren Blick auf Europa verändert / Der
französische Schriftsteller und Journalist Olivier Guez hat über
Josef Mengele geschrieben: Es ist die Geschichte der Flucht
einer der großen Schreckensgestalten des 20. Jahrhunderts. Der
„Todesengel von Auschwitz“ führte medizinische Versuche an
Lagerinsassen – bevorzugt an Zwillingen – durch und brachte 400.
000 Menschen in die Gaskammern. Olivier Guez hat nun einen
detailreichen und spannenden Tatsachenroman verfasst. „Das
Verschwinden des Josef Mengele“ avancierte in seiner Heimat
Frankreich zum Bestseller, wurde mit einem der wichtigsten
Literaturpreise des Landes, dem Prix Renaudot, ausgezeichnet.
Jetzt erscheint die deutsche Ausgabe. Die Romanform bietet einen
Einblick in das Innerste des Systems, das die Verbrecher des
NS-Regimes im Nachkriegsdeutschland schützte und ihre Flucht
nach Südamerika ermöglichte. Und es zeichnet ein Psychogramm des
Dr. Josef Mengele – der im Spektrum der Nazi-Verbrecher zu den
höflichen und gebildeten Überzeugungstätern gehörte. Ein
Bildungsbürger mit humanistischem Beruf, der zum Schlächter
wird. „Mengele ist ein Sohn der europäischen Zivilisation“, sagt
Olivier Guez und sieht hier die Verbindung zur Gegenwart. „Wir
sind schwach, weil wir wissen, dass es am Anfang des
europäischen Projekts einen riesigen Bruch der Zivilisation
gibt, an dem diese Mörder und ihre Millionen Toten stehen.“

„ttt – titel thesen temperamente“ trifft den Autor Olivier Guez in
Straßburg, wo er als Sohn eines aus Tunesien eingewanderten Arztes
mit spanischen und italienischen Wurzeln und einer
tschechisch-deutschen Mutter aufgewachsen ist, und fragt, was der
Fall Mengele ihn über das heutige Europa gelehrt hat.

– Kammerspiel auf dem Meer – Der Film „STYX“ in der Bugwelle von
Realität und Fiktion / „ttt“ trifft Filmemacher Wolfgang Fischer
und seine Hauptdarstellerin Susanne Wolff.

– „Denken in einer schlechten Welt“ – Muss Kultur die Welt
verändern? / „ttt“ im Gespräch mit Geoffroy de Lagasnerie über
dessen neues Buch, in dem er eine neue Ethik und ein neues
politisches Denken von Intellektuellen und Kulturschaffenden
fordert

– Gezeichnete Erinnerung – Nora Krugs Graphic-Memoir „Heimat“ über
das Deutschsein / „ttt“ trifft Nora Krug in Brooklyn und spricht
mit ihr über den Begriff Heimat – und warum über ihn gerade
heute wieder so viel gestritten wird. In Deutschland und
anderswo.

– Sex, Politics und Rock ’n‘ Roll – Eine Begegnung mit Lenny
Kravitz / „ttt“ spricht mit dem Musiker über sein neues Album,
über Politik und Rock ’n‘ Roll.

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Moderation: Max Moor

Redaktion: Tom Klecker und Wero Lisakowski (hr)

Pressekontakt:
Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste,
Tel: 089/5900 23876, E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de

Original-Content von: ARD Das Erste, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 30. August 2018. Abgelegt unter Kunst & Kultur, Literatur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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