Dennenesch Zoudé: Mein Vorname klingt wie “Guten Tag”

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Auch im Amharischen ein sehr seltener Name – Schauspielerin schätzt die deutsche Sprache wegen ihrer Präzision

Osnabrück. Dennenesch Zoudé (53), Berliner Schauspielerin mit äthiopischen Wurzeln, bevorzugt für ihren aus dem Amharischen stammenden Vornamen die Übersetzung “Waldhain”. Das habe “etwas Helles und Geheimnisvolles”, sagte sie im Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (NOZ). In der Heimat ihrer Eltern sorge ihr Name allerdings immer wieder für Missverständnisse: “Dennenesch ist auch im Amharischen ein sehr seltener Name, den kennt kaum jemand. Viele Leute verwechseln das mit “Guten Tag”, was sehr ähnlich klingt. Ich muss dann immer sagen: Ich heiße nicht ,Guten Tag’.”

Das Amharische habe stets “etwas Blumiges, allein schon von der Melodie her, es ist immer umschreibend”, sagte Zoudé weiter. Im Gegensatz zum Deutschen: “Ich mag die deutsche Sprache sehr, weil sie so präzise ist, wenn auch nicht so ,leicht’ wie das Englische.”

Dis Diskussion um die Umbenennung der U-Bahn-Station Mohrenstraße in Berlin hat in der Schauspielerin Erinnerungen an ihre Kindheit geweckt: “Das Wort Mohren leitet sich ja historisch von den Mauren ab. Mein Vater hatte sein Büro in der Mohrenstraße – und ich fand’s schräg.”

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Beitrag von auf 14. August 2020. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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