„Die Bier-Pioniere“: Wie deutsche Braukunst in Amerika reüssierte (FOTO)

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Mitte des 19. Jahrhunderts wanderte Eberhard Anheuser aus Bad
Kreuznach nach Amerika aus und gründete dort eine Brauerei. Gemeinsam
mit seinem aus dem heutigen Mainz-Kastel stammenden Schwiegersohn
Adolphus Busch braute er ein Bier, das zu einem der erfolgreichsten
Amerikas wurde: das Budweiser. Auch andere Brauer aus dem Südwesten
Deutschlands brachten deutsche Bierkultur in die USA, und wurden dort
trotz Bürgerkrieg, Prohibition und vieler anderer Hindernisse zu
reichen und angesehenen Bürgern. Die 90-minütige Dokumentation
„Bier-Pioniere: Vom unaufhaltsamen Siegeszug deutscher
Brauereifamilien in den USA“ von Claus Räfle wird am 7. Oktober um
20:15 Uhr im SWR Fernsehen gezeigt.

Anheuser und Busch

Kaum einer weiß, dass ausgerechnet im Winzerland zwischen Mosel
und Rhein eine der erfolgreichsten Biergeschichten ihren Ausgang
nahm. Es ist die Geschichte zweier tatendurstiger Emigranten aus dem
deutschen Südwesten, die das weltgrößte Bierimperium in den USA aus
dem Boden stampften – Eberhard Anheuser und Adolphus Busch. Anfang
der 1840er Jahre brach zunächst Eberhard Anheuser aus Bad Kreuznach
in die Neue Welt auf. 1857 wandert auch Adolphus Busch aus dem
heutigen Mainz-Kastel nach Amerika aus. In dieser Zeit verließen
viele Menschen aus der Region ihre Heimat, es herrschten Hunger und
Arbeitslosigkeit. In den rasch emporstrebenden USA dagegen werden zu
dieser Zeit Arbeitskräfte gesucht. Die beiden brauen ein Bier nach
der böhmischen Pilsener-Methode, die sie von einer Brauerei aus dem
böhmischen Budvar abgekupfert haben und nennen es „Budweiser“.

Erfolgsgeschichte Bierbrauen

Busch und Anheuser sind nicht die einzigen Auswanderer aus dem
Südwesten, die mit dem Bierbrauen in den USA ihr Glück machten. Groß
und berühmt wurden auch die Brauereien von Frederick Miller (geboren
Friedrich Müller) aus Riedlingen oder von David Gottlob Yuengling
(geboren: Jüngling) aus Aldingen. Sie sorgten dafür, dass in den USA
eine eigene Bierkultur entstand mit Biergärten und Biersaloons. So
wurden die „Bier-Pioniere“ in der fremden Heimat zu reichen und
angesehenen Bürgern.

Überleben während der Prohibition

Doch 1920 kam in den USA die Prohibition, die das Bierbrauen
verbot. Viele Brauereien mussten dicht machen, nur wenige überlebten
– oft durch Umstellung der Produktion, etwa auf Eiscreme oder
nichtalkoholische Getränke. Erst 1933, nach Ende der Prohibition,
ging es wieder bergauf. Die, die überlebt hatten, wie Anheuser und
Busch oder Yuengling, wuchsen zu neuer Größe heran. Viele blieben
noch lange in Familienbesitz, doch mit der Zeit wurden die meisten an
große Getränkekonzerne verkauft – auch Anheuser und Busch. Yuengling
hingegen ist heute noch zu 100 Prozent in Familienbesitz.

Sendung

„Die Bier-Pioniere: Vom unaufhaltsamen Siegeszug deutscher
Brauereifamilien in den USA“ erzählt die Geschichte von deutschen
Auswanderern aus dem Südwesten, die „in Bier“ machten, mit Hilfe von
einzigartigem Archivfoto- und -filmmaterial, atmosphärischen Drehs
vor allem an den heutigen Schauplätzen. Bier- und Geschichtsexperten
ordnen die Geschehnisse ein. Die Ausstrahlung ist am 7. Oktober um
20:15 Uhr im SWR Fernsehen.

Informationen, kostenloses Bildmaterial und weiterführende Links
unter: http://x.swr.de/s/anheuserbuschyuenglingbierbraukunstbrauerei

Fotos über www.ARD-foto.de. Akkreditierte Journalistinnen und
Journalisten können den Film vorab im digitalen Vorführraum sichten
unter: https://presseportal.swr.de/index.php

Pressekontakt: Daniela Kress, Tel. 07221 929 23800,
Daniela.Kress@SWR.de

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 6. September 2018. Abgelegt unter Kunst & Kultur, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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