Die Fantastischen Vier

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Sommerzeit ist Fahrradzeit und damit hat auch die Angst vor
Fahrraddiebstahl Hochkonjunktur. Dass diese nicht selten unbegründet ist
oder die Freude am Radfahren zumeist unbegründet schmälert, darauf
weist der pressedienst-fahrrad hin. Die Rad-Experten empfehlen eine Vierfach-Strategie gegen Raddiebe.

1. Nur gute Hardware bringt Sicherheit
Moderne Schlösser sind sicher und flexibel, nicht leicht, aber auch nicht leicht zu knacken. Qualität heißt beim Schloss, dass es gegen mechanisches Öffnen (z. B. Sägen) und so genannte intelligente Knackmethoden (z. B. „Picking“ des Schließzylinders) Sicherheit bietet. „Wichtig ist aber auch das Handling des Schlosses“, weiß Torsten Mendel vom Schlosshersteller Abus (www.abus.de) und ergänzt: „Nur wenn sich das Schloss einfach entriegeln lässt und die Unterbringung am Rad unkompliziert ist, wird es auch benutzt!“ Neben dem „Klassiker“ des U-Bügelschlosses haben sich deshalb auch neue Schlossformen etabliert. Das schwere, aber sehr flexible Kettenschloss ist bei Rad-Kurieren sehr beliebt und wird, entgegen der Empfehlungen der Hersteller, auf kurzen Strecken bisweilen sogar wie eine Halskette getragen. Beim Transport deutlich unauffälliger sind Faltschlösser wie das mehrfach ausgezeichnete Bordo (ab 59,95 Euro). Dieses faltet sich nach Art eines Zollstocks auf die Größe eines 90er-Jahre Handys und verschwindet im Rucksack oder wird mit der mitgelieferten Tasche am Rahmen befestigt (entweder mit Schrauben an den Flaschenhaltergewinden oder mit Klettbändern an den Rahmenhauptrohren).

2. Dem Ross ein sicheres Heim
Wessen Rad über Nacht im Freien stehen muss, schlimmstenfalls regelmäßig, der setzt nicht nur die Radtechnik dem Wetter aus, sondern lädt auch den Dieb zur Stippvisite ein. Diesem ungebetenen Besuch beugt man im besten Falle mit einer Fahrradgarage vor. Ein solches „Dach über den Lenker“ bietet beispielsweise die Firma wsm (www.wsm.eu) mit der „BikeBox 3“. Auffälliges Merkmal dieser Radgarage ist die markante Optik: Die Box hat die Form eines amerikanischen Briefkastens im XL-Maßstab, ist feuerverzinkt und pulverbeschichtet. Eine Dreifach-Verriegelung sorgt dafür, dass sich niemand am Inhalt der Box vergreifen kann. Wem der Platz für solch eine Box fehlt, der ist mit einem Radständerbügel gut beraten. Denn ein Fahrrad ist nur dann ausreichend gesichert, wenn es auch mit einem festen Gegenstand verbunden ist. Alternative: Bei ausreichend Platz im Haus oder Büro kann man das Rad auch mit hinein nehmen. Voraussetzung ist die Zustimmung der Mitbewohner oder des Arbeitgebers und eine platzsparende Haltevorrichtung wie etwa den Wandhalter „3730“, ebenfalls von wsm (105 Euro). An den mit Kunststoff ummantelten Metallarmen lässt sich jedes handelsübliche Fahrrad (bis 25 kg) hängen; die Verstellmöglichkeiten des Trägers erlauben selbst das Aufhängen von Damenrädern oder solchen mit stark abfallendem Oberrohr. Schultert der Halter kein Rad, kann er platzsparend eingeklappt werden.

3. Vorsorge für eine entspannte Nachsorge
Wer sein Rad versichert, der hat im Zweifelsfall gut lachen … denn die Versicherung springt ein, wenn nun der Langfinger auf dem liebgewonnenen Velo durch den Frühling radelt. Dass Versicherungen mittlerweile fast so flexibel sind wie die Velodiebe, beweist die iCard (www.i-card24.de): „Einfach Karte kaufen, Versicherungsnummer und Rahmennummer im Internet verketten und schon ist das Rad für ein Jahr versichert“, erklärt Dr. Frank Riemann, Geschäftsführer der iCard insurance Deutschland GmbH gegenüber dem pressedienst-fahrrad. Das Ganze funktioniere so einfach, wie das Aufladen mit Handy-Prepaid-Karte. Übrigens lassen sich Räder bis 12 Monate nach Kauf versichern. Der iCard Versicherungsschutz läuft nach einem Jahr automatisch aus. Man erhält vor Ablauf eine Nachricht mit dem unverbindlichen Angebot, eine neue iCard zum Treuepreis zu kaufen, die dann für weitere 12 Monate Gültigkeit hat. Gut für Velo-Gourmets: die iCard versichert Räder im Wert von bis zu 6.000 Euro. Der Preis für die Jahresversicherung ist abhängig vom Wert des Rades und beginnt ab 29 Euro.

4. Taxi & Hirn
Zu guter Letzt appelliert Riemann an den gesunden Menschenverstand und empfiehlt, mit dem eigenen Rad Diebstahl-Hotspots zu meiden. Nächtliches Parken vorm Bahnhof sollte wenn möglich umgangen werden. Auch beim berühmten Brötchenholen rät Riemann das Rad stets zu sichern. Schließlich seien über 80 Prozent aller Diebstähle solche Gelegenheitsentwendungen, die bereits mit einem einfachen Schloss verhindert worden wären. Der maskierte nächtlich zuschlagende Auftragsraddieb ist zwar ein gutes Feindbild, aber eine in freier Wildbahn äußerst selten anzutreffende Spezies. Der glückliche Radler, der sein Rad Dank vierfach Strategie lange sein Eigen nennt, ist hingegen weit verbreitet. Und so soll es auch bleiben!

Beitrag von auf 26. April 2010. Abgelegt unter Freizeit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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