Die PZR – Saubere Zähne und Prävention in einem / Aktuelle KZBV-Umfrage zum Tag der Zahngesundheit

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Pünktlich zum morgigen Tag der Zahngesundheit hat
die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) die Ergebnisse ihrer
jährlichen Umfrage zu den Leistungen gesetzlicher Krankenkassen bei
der Professionellen Zahnreinigung (PZR) veröffentlicht. An der
Erhebung für das Jahr 2018 haben sich einmal mehr zahlreiche
Kostenträger beteiligt und standardisierte Fragen zu ihren
PZR-Leistungen beantwortet. Die meisten der befragten Kassen gewähren
Zuschüsse pro Jahr oder pro Termin, etwa im Rahmen von
Bonusprogrammen oder speziellen Tarifen. Gefragt wurde zum Beispiel,
wie sich die Leistung bei einer PZR gestaltet und ob der
Kassenzuschuss die Abrechnung nach der Gebührenordnung für Zahnärzte
deckt. Ein Teil der Angebote basiert auf so genannten
Selektivverträgen. Versicherte können die PZR dann nicht in der
Praxis ihrer Wahl in Anspruch nehmen.

Warum ist die PZR eine so wirksame präventive Maßnahme? Wer
täglich mindestens zweimal gründlich Zähne putzt und zusätzlich noch
die schwerer zugänglichen Zahnzwischenräume mit spezieller Zahnseide
oder kleinen Bürstchen (Fachbegriff: Interdentalraumbürsten) reinigt,
tut bereits viel für die Mundgesundheit. Aber auf Flächen, die
Patientinnen und Patienten bei der täglichen Zahnpflege nur schwer
erreichen, bilden sich bakterielle Beläge – genau dort setzt die PZR
an! Sie unterstützt die tägliche Zahnreinigung, ersetzt diese aber
nicht. Beläge auf Zahnoberflächen, in den Zwischenräumen und in den
so genannten Zahnfleischtaschen entfernen Zahnärztinnen und Zahnärzte
oder geschultes Praxispersonal mit speziellen Handinstrumenten oder
Geräten, die mit Ultraschall arbeiten. Das ist der Grund, warum die
Behandlung „professionelle“ Zahnreinigung genannt wird: Es werden
andere Instrumente genutzt, als Patienten zuhause verwenden. Bei der
Behandlung werden auch Verfärbungen entfernt, die durch Tee, Kaffee
oder Nikotin entstehen. Die PZR hat also nebenbei auch einen
kosmetischen Effekt.

Bakterien setzen sich leichter auf rauen Oberflächen fest als auf
glatten. Deshalb folgt bei einer PZR auf die eigentliche Reinigung
eine Politur. Dabei werden nicht nur die Zähnflächen geglättet,
sondern auch unebene Übergänge zu Füllungen und Zahnersatz. Um den
fortlaufenden Mineralverlust des Zahnschmelzes zu verringern und die
Remineralisation der Zähne zu erleichtern, wird anschließend Gel oder
Lack mit hochkonzentriertem Fluorid aufgetragen. Dieser Vorgang führt
zur örtlichen Bildung von Fluoriddepots, die für einen intakten
Zahnschmelz wichtig sind.

Die PZR beugt Karies und Parodontitis vor

Auch Fragen und Tipps zur Mundhygiene sind bei einer PZR
Pflichtprogramm. Ob Putzsystematik, Hilfsmittel zur
Zahnzwischenraumreinigung oder Mundspülung – zur täglichen Pflege der
Mundhöhle gehört einiges. Was für Patienten individuell wichtig ist,
wird in der Praxis bei einer PZR ebenfalls besprochen. Eine PZR sorgt
also nicht nur für ein strahlendes Lächeln. Sie ist auch elementarer
Bestandteil eines präventionsorientierten Gesamtkonzepts zur
Vermeidung und Therapie von Volkskrankheiten wie Karies und
Parodontitis, einer bakteriell bedingten Entzündung, die eine
weitgehende Zerstörung des Zahnhalteapparates zur Folge haben kann.

Wie oft sollte eine PZR gemacht werden und was kostet sie etwa?
Meist reicht es aus, eine PZR zweimal pro Jahr machen zu lassen. Bei
einem hohen Parodontitis-Risiko sind kürzere Abstände nötig. Wie oft
eine PZR sinnvoll ist, empfiehlt im konkreten Fall die Zahnärztin
oder der Zahnarzt. Die PZR ist keine regelhafte Leistung der
Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Wie viel die PZR kostet,
hängt vor allem vom Aufwand ab. In der Regel dauert sie etwa 45
Minuten, manchmal aber auch 60 Minuten und mehr. Die PZR kostet etwa
80 bis 120 Euro. Je kürzer die Abstände zwischen den Behandlungen
sind, desto kürzer ist meist auch die Dauer der Behandlung. Die
Kosten pro Sitzung können sich dann ebenfalls verringern.

Die Ergebnisse der KZBV-Umfrage zur PZR für das Jahr 2018 können
unter www.kzbv.de/pzr-zuschuss kostenlos abgerufen werden. Praxen
erhalten die Informationen zudem auch als tabellarische Übersicht in
der Ausgabe 19 der „Zahnärztlichen Mitteilungen“ (zm), die am 30.
September erscheint.

Hintergrund: Tag der Zahngesundheit

Seit dem Jahr 1991 stellt der Tag der Zahngesundheit jeweils am
25. September die Vorsorge, die Verhütung von Zahn-, Mund- und
Kiefererkrankungen sowie die Aufklärung und Förderung von
Eigenverantwortung in den Mittelpunkt. In Bundesländern, Städten und
Gemeinden wird mit verschiedenen Veranstaltungen über jeweils
wechselnde Schwerpunkte informiert.

Pressekontakt:
Kai Fortelka
Telefon: 030 280 179 27
E-Mail:presse@kzbv.de

Original-Content von: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 24. September 2018. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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