Dittchenbühne fährt auf ihre 26. Ostseetournee

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Als sich das Ensemble der Dittchenbühne 1991 zum ersten Mal auf die Ostseetournee gemacht hat, war das ein echtes Abenteuer, von dem niemand sagen konnte, ob die Reise nicht jäh an irgendeiner Grenze enden würde, ob Visa anerkannt würden, oder ob das Gepäck nicht irgendwo hängen bleiben würde. Und in der Tat: Manche Theaterrequisiten kamen den Grenzbeamten damals sehr verdächtig vor, und so manchen Stunde stand der Theaterbus vor geschlossenen Schlagbäumen – aber letztendlich ist dann doch alles immer noch gut gegangen, von mehr oder weniger großen Verspätungen einmal abgesehen.
Heute, 26 Jahre später, ist die Tournee zwar immer noch keine Routine, doch die Probleme und die Schwierigkeiten der ersten Jahre sind glücklicherweise Geschichte. Ungebrochen aber ist das Interesse des Publikums an den Aufführungen. Dittchenbühnen-Chef Raimar Neufeldt: „Ob ‚Biberpelz‘, die ‚Weber‘ der ‚Zerbrochene Krug‘ oder der ‚Hauptmann von Köpenick‘: Unsere Stücke kommen auch in Ost- und Nordeuropa immer sehr gut an!“ Und sicherlich werde die sowohl geschichtliche als auch aktuelle Kriminalkomödie „Der Fluch des Bernsteinzimmers“ die Zuschauer erobern.
Das Besondere am Publikum der Ostseetournee: Es ist ein ausgesprochen junges Publikum, das die Vorstellungen der Elmshorner besucht – häufig Deutschschüler und Germanistikstudenten. Neufeldt: „Die Spielstätten sind völlig unterschiedlich. Oft ist es das Audimax einer Universität. Oder es sind Einrichtungen von Minderheiten wie das Jüdische Theater in Riga. Wir haben auch schon in Wilna am Polnischen Institut gespielt oder im finnischen Rovaniemi in einer Sporthalle.“

Beitrag von auf 12. Oktober 2016. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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