Erstaunliche Zahlen: 2,3 Prozent aller Deutschen könnten an PTBS erkranken

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Beinahe jeder erwachsene Mensch hat oder wird in seinem Leben traumatische Erfahrungen machen.

Jede Erfahrung, die die Unversehrtheit eines Menschen bedroht, ihn in extreme Angst oder Hilfslosigkeit versetzt oder so außergewöhnlich ist, dass sie die natürlichen Verarbeitungsmechanismen des Menschen überfordern, ist als traumatisch einzustufen.

Dennoch muss nicht aus jeder traumatischen Erfahrung eine Traumafolgestörung entstehen. Ist sie jedoch eingetreten, sollte der Betroffene therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, um die gewohnte Lebensqualität wiederherzustellen.

Nicht jedes Trauma führt zur Folgestörung – nicht jedes Schreckensereignis ist traumatisch

In Folge der Coronakrise und der damit verbundenen Wirtschaftskrise sind viele Menschen in eine existenzbedrohende Situation geraten. Doch finanzielle Sorgen oder der Jobverlust sind in der Regel keine traumatischen Ereignisse.

Eine schwere Coronaerkrankung oder aber langandauernde soziale Isolation hingegen kann als solches eingestuft werden. Zudem kann der Lockdown frühere Traumata wieder hervorrufen.

Das „klassische Trauma“

Aus psychotherapeutischer Sicht werden folgende Erlebnisse als traumatisch eingestuft:

– Gewaltandrohungen oder körperliche Gewalt

– Vergewaltigung

– Misshandlung und Vernachlässigung als Kind

– Unfälle

– Krieg

– Zeuge von Unfällen oder Gewalt

– Naturkatastrophen

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein deutscher Mann ein solches Ergebnis während seines Lebens erlebt, liegt laut einer Studie der Uniklinik Dresden bei 26 %. Für deutschen Frauen liegt sie bei 17,7 %.

Die Lebenszeitprävalenz in Deutschland liegt generell bei 2,3 %. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit während seiner Lebenszeit an einer posttraumatischen Belastungsstörung zu erkranken, bei einer solchen Wahrscheinlichkeit einzuordnen ist.

Angesichts der begrenzten Therapieplätze ist davon auszugehen, dass eine Vielzahl von Menschen akut unter behandlungswürdigen Traumafolgestörungen leidet.

Traumaexpertin per Definition: Ex-Polizistin empfängt Patienten*innen in ihrer Praxis in Hamburg, Niendorf

Henrike Ortwein, LKA-Beamtin im gehobenen Dienst, hat einen erstaunlichen Karrierewechsel vollzogen und arbeitet als Traumaexpertin und Heilpraktikerin für Psychotherapie in ihrer Praxis in Hamburg, Niendorf.

Als Top-Ermittlerin in schwerwiegenden Kriminalfällen wurde sie in intensiven Fortbildungen von renommierten Psychologen aus den USA und Europa zur Psychologieexpertin umgeschult.

Während ihrer Arbeit hatte sie verschiedene, an schweren Verbrechen Beteiligte oder Betroffene, wie Zeugen, Opfer oder auch Täter zu vernehmen, die häufig selbst an Traumafolgestörungen litten.

Diese Störungen zu erkennen und damit umzugehen zu wissen, war ein logischer Teil der alltäglichen Arbeit.

Nach mehr als 25 Jahren Dienst knüpft sie nun dort an, wo ihre Arbeit als LKA-Beamtin aufgehört hat. Ihre tiefgründigen Psychologie-Kenntnisse und außergewöhnlichen Erfahrungen machen sie zu einer erstklassigen Therapeutin, die das Leben mit allen Facetten kennt.

Ihre Fähigkeiten nutzt sie nun, um Traumafolgestörungen zu erkennen und zu behandeln.

Wer vermutet an einer Traumafolgestörung zu leiden, kann sich mit Henrike Ortwein auch außerhalb der Praxis, an einem grünen „Wohlfühl-Ort“ treffen.

Bei einem entspannten Gespräch können mögliche Ursachen entdeckt und, wenn nötig, ein Therapieweg aufgezeigt werden. Diese Option wird gerne angenommen und ist für viele Betroffene eine angenehme Alternative zur herkömmlichen Therapie.

Beitrag von auf 23. August 2021. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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