Eurobike 2011: Basil macht sich für [Re]-Cycling stark – ein niederländischer Familienbetrieb denkt um[welt].

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Der Druck auf Unternehmen zu nachhaltigem Handeln wächst. Vor allem viele Firmen, die eng mit dem Endverbraucher zusammenarbeiten, spüren die immer größer werdende Nachfrage nach umweltschonenden Produkten. Doch Nachhaltigkeit ist mehr als nur ein Modewort. 1992 wurde der Begriff auf der Internationalen Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro anhand von drei Säulen definiert: Umwelt, Wirtschaft und Soziales. Zentrales Ziel ist die Ausgewogenheit zwischen diesen drei Bereichen für eine auch zukünftig lebenswerte Gesellschaft. „Nachhaltiges Handeln bedeutet also, heute schon an morgen zu denken, damit auch die nachfolgenden Generationen ihre Bedürfnisse befriedigen können“, sagt Marthijn van Balveren. Schon seit mehreren Jahren verschreibt sich der Niederländer mit seinem Familienbetrieb Basil genau diesem Ziel und produziert Fahrradtaschen und -körbe aus vollkommen natürlichen Materialien. Mittlerweile hat das Unternehmen vier komplette Serien am Start, die trotz nachhaltiger Herstellung nicht nur stylisch aussehen, sondern auch preislich konkurrenzfähig sind. Passend zur diesjährigen EuroBike stellt der Hersteller jetzt sogar sein eigenes Logo vor, mit dem der Kunde auf den ersten Blick erkennen kann, ob ein Fahrrad-Accessoire aus recyceltem Material hergestellt ist: [Re]-Cycling – zurück zur Umwelt, zurück zur natürlichen Fortbewegung.

Mit Umweltschutz zum Erfolg
„Angefangen hat alles vor gut vier Jahren“, erinnert sich van Balveren. „Da haben wir zum ersten Mal unseren Katalog auf recyceltem FSC-Papier drucken lassen und sogar eine Firma gefunden, die mit Bio-Tinte druckt.“ Bald kamen auch die Taschen-Designer von Basil auf ihn zu und erklärten, dass ein moderner Betrieb das Thema Nachhaltigkeit nicht außer Acht lassen darf. Denn wenn man eine Marke am Markt erfolgreich etablieren will, muss der Endverbraucher die Liebe zum Detail hinter den Produkten spüren und sich auf die Qualität verlassen können.

Doch wie fängt man an auf dem Weg zum grünen Unternehmen? „Das ist gar nicht so einfach“, erklärt van Balveren. „Doch da ich als Geschäftsführer entscheiden kann, wie wir produzieren, welche Materialien wir einsetzen und wo wir einkaufen, darf ich mich der Verantwortung, nachhaltig zu denken, nicht entziehen.“ In kleinen Schritten fing Basil deshalb an, die Möglichkeiten für eine nachhaltigere Produktion zu analysieren. Denn 100%ig grün wird man nicht von heute auf morgen. Das hat sowie noch kein Betrieb auf der Welt geschafft“, so der 40-Jährige. „Viel wichtiger finde ich, überhaupt etwas zu tun. Denn genau daran scheitert es bei den meisten Unternehmen.“ Natürlich könne man nicht alles in einer Firma realisieren, vor allem, wenn man immer noch konkurrenzfähig bleiben und die Produkte Absatz finden sollen. Doch das Beispiel Basil zeigt, dass der Spagat zwischen nachhaltigem und unternehmerischem Denken funktioniert.

Basil Memories: Erste Kollektion aus 100% aufgearbeitetem Segeltuch
Die Erinnerung an den ersten Schultag stand Pate für die erste Kollektion aus 100% recyceltem Segeltuch. Impressionen einer Radeltour durch die Stadt reihen sich auf der Tasche aneinander: hier ein Baum, dort ein Bus, ein beeindruckender Kran, das ganze umrahmt von verschiedenen Häuserfronten. Die Eindrücke staunender Kinderaugen haben die Designer in „Memories“ als eine Art urbane Erlebnisreise auf das beige Segeltuch gebannt. Auch in punkto Materialauswahl beschritt Basil mit dieser Kollektion zum ersten Mal neue Wege „und der Versuch kam bei den Kunden positiv an“, so van Balveren. Die Radler hatten den Anspruch von Basil verstanden, der Kombination aus Nachhaltigkeit und Langlebigkeit eine neue Bedeutung zu verleihen – und damit fing alles an.

Für einen bewussten Umgang mit Ressourcen
Mittlerweile stellt das niederländische Unternehmen drei Taschenserien und eine Korb-Kollektion aus vollkommen natürlichen Materialien her. Mit „Katharina“ setzt Basil auf den aktuell beliebten Vintage-Trend. Am auffälligsten an der neuen Serie ist das feminine Design, das perfekt zur Atmosphäre eines sonnigen Tages passt, an dem man auf Entdeckungstour geht. Doch wer sich die Taschen genau anschaut, sieht, dass es eigentlich schon genug zu entdecken gibt – im rosa-roten Blütenzauber auf schwarzem-meliertem Grund.

Die Fahrradtaschen der Serie „Elements“ sind längst nicht nur Transport- oder Aufbewahrungsmittel – sie sind vielmehr Teil des gesamten Looks, modisches Statement und stilvolles Accessoire in einem. Mit runden Formen, geschmackvollen Kunstlederdetails und einem luxuriösen Innenfutter begeistern sie Jung und Alt. Gefertigt aus recyceltem Segeltuch – wahlweise in Blassblau oder Blassbraun erhältlich – verleihen sie jeder Trägerin einen ganz natürlichen Chic und beweisen, dass auch Produkte aus nachhaltigen Materialien zum unentbehrlichen must-have werden können.

Mit seinen neuen Rattan-Fahrradkörben knöpft Basil an eine alte Tradition an, mit denen der niederländische Hersteller vor über 35 Jahren seinen Erfolg begründet hat. Der entscheidende Unterschied: Damals waren die geflochtenen Körbe noch aus dem Material Weide gefertigt. Heute werden sie aus nachhaltig angebautem Rattan gefertigt, für einen bewussten Umgang mit Ressourcen.

[Re]-Cycling: Ein Zeichen für den Umweltschutz
Basil setzt seit der Firmengründung mit farbenfrohen und hoch funktionalen Fahrradtaschen, -körben und Zubehör ein Zeichen in der Fahrradbranche. Mit Mut zum Muster und passenden Designs für Männer, Frauen und Kinder bemüht sich das Unternehmen um „Style on the Move“ und vor allem um Spaß am Radeln. Mit der neuen Firmenphilosophie [Re-]Cycling möchte der Familienbetrieb noch stärker zum Fahrradfahren motivieren und damit auch in Sachen Umweltschutz ein Zeichen setzten.

Ein treffendes Beispiel für innovative Konzepte bei der Verwendung recycelbarer Materialien ist die Produktion einer Design-Fahrradtasche aus Fischnetzen. In Zusammenarbeit mit dem international renommierten Mode-Schöpfer Walter van Beirendonck, der die Taschen mit einem markanten Design versehen hat, zeigte Basil mit dem Projekt neue Wege auf, wie man durch die Materialauswahl den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen praktisch umsetzen kann.

Dabei liegen van Balveren nicht nur die Produkte selbst am Herzen: „Da wir als Menschen Teil der Umwelt sind, bedeutet nachhaltiges Handeln für mich, nicht nur umweltfreundlich, sondern vor allem auch menschenfreundlich zu sein.“ Deshalb war Basil auch eines der ersten Unternehmen in der Fahrradbranche, das der BSCI (Business Social Compliance Initiative) beigetreten ist. Da Basil selbst mit Produktionsstätten in Europa und Asien vertreten ist, wird der Betrieb als Mitglied in Zukunft dazu beitragen, die Verbesserungen der Sozialstandards in diesen Ländern weiter voranzutreiben. Dazu gehören unter anderem eine gerechte Bezahlung, die Begrenzung der maximalen Wochenarbeitszeit, das Verbot von Kinderarbeit sowie die Einhaltung aller arbeitsrechtlichen Gesetze. „Das Engagement im Rahmen der BSCI untermauert unser Verständnis von nachhaltigem unternehmerischen Handeln, als eine Kombination aus sozialer Verantwortung und einem bewussten Umgang mit der Umwelt“, so van Balveren.

Beitrag von auf 31. August 2011. Abgelegt unter Freizeit, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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