Flensburger Insolvenzexperten retten Amrumer Traditionshotel

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Hotel- und Gastronomiebetrieb “Ual Öömrang Wiartshüs”
wird fortgeführt – Gläubiger stimmen Sanierung durch Insolvenzplan zu –
Sämtliche Arbeitsplätze bleiben erhalten

Das vom Insolvenzverwalter Ygglev Stintzing von der Flensburger Kanzlei Brink &
Partner verwaltete Amrumer Hotel und Restaurant “Ual Öömrang Wiartshüs”, wurde
zum Jahreswechsel durch einen Insolvenzplan erfolgreich saniert. Der
Traditionsbetrieb und zentrale Treffpunkt der Insel Amrum mit elf Beschäftigten
ist damit schuldenfrei und wird von Gründer-Enkel Christoph Decker und dessen
Ehefrau Stephanie Decker im 70. Jahr des Bestehens fortgeführt.

Das “Ual Öömrang Wiartshüs” war Mitte vergangenen Jahres durch hohe
Investitionen in einen Neubau in wirtschaftliche Schieflage geraten. Im Mai 2019
musste der Betrieb beim Amtsgericht Niebüll Antrag auf ein
Insolvenzeröffnungsverfahren stellen. Damit drohte dem Familienbetrieb in
dritter Generation die Schließung. Dies konnte nun in enger Kooperation mit dem
Flensburger Rechtsanwalt und Insolvenzrechtsexperten Hans Köster von der Kanzlei
CausaConcilio sowie dem Betriebswirt und Restrukturierungsberater Rolf Jensen
von der Flensburger Steuer- und Wirtschaftsberatungskanzlei Müller & Partner
abwenden.

Die Sanierung wurde vor allem durch eine deutliche Senkung der Darlehenskosten
sowie durch Kosteneinsparungen in weiteren Bereichen ermöglicht. Diese zu
erreichen, erwies sich als herausfordernd. “Insbesondere die Verhandlungen mit
der Hausbank als Hauptgläubiger gestalteten sich als anspruchsvoll”, berichtet
der auf Restrukturierung und Insolvenz spezialisierte Rechtsanwalt Hans Köster,
der den Insolvenzplan als sogenannten Schuldnerplan ausgearbeitet hatte. “Zum
Erfolg kamen unsere Bemühungen vor allem deshalb, weil alle Beteiligten den
Traditionsbetrieb wirklich wollten. Grund dafür war nicht zuletzt, dass er für
die Bewohner und Dauergäste von Amrum auch eine hohe ideelle Bedeutung als
zentraler Treffpunkt der Insel besitzt und für seine hervorragende Küche hoch
geschätzt wird”, so Rechtsanwalt Köster weiter.

“Dieses Insolvenzverfahren hat exemplarisch gut gezeigt, wie wertvoll das
Zusammenwirken unterschiedlicher Rechts- und Wirtschaftsberater mit Kenntnissen
der Region und mit belastbaren individuellen Netzwerken ist”, sagt Betriebswirt
Jensen. Davon profitieren nun auch die Gläubiger. “Sie erhalten durch den
Insolvenzplan eine Quote, die sich durch ein Regelverfahren nicht hätte
realisieren lassen”, bestätigt Insolvenzverwalter Stintzing.

Hintergrund: Der erfolgreiche Abschluss eines Insolvenzplans ist in Deutschland
vergleichsweise ungewöhnlich. Hier schließen Gläubiger und Insolvenzverwalter
nach gerichtlicher Prüfung einen vertraglichen Schuldenvergleich. Dabei
verzichten die Gläubiger auf einen Teil ihrer Forderungen, was eine frühere
Beendigung des Insolvenzverfahrens ermöglicht. Somit wird der Schuldner
schneller schuldenfrei – wie auch im Fall des “Ual Öömrang Wiartshüs.”

Pressekontakt:

Agentur das AMT GmbH & Co. KG
Andreas Jung
E-Mail: jung@das-amt.net
Telefon: +49 (0) 431 55 68 67 90
Mobil: +49 (0) 160 632 00 72

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/140361/4491768
OTS: CausaConcilio Koch & Partner mbB Rechtsanwälte

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Beitrag von auf 14. Januar 2020. Abgelegt unter Hotel & Gaststätten. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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