Frankreichs Fernbus-Liberalisierung ist da: Neuerungen und Marktanteile imÜberblick

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Eine wichtige, aber in den deutschen Medien
bisher kaum beachtete Entscheidung der französischen Regierung tritt
heute in Kraft: Der Fernbusmarkt in Frankreich ist nun liberalisiert.

100km-Grenze als Neuerung der Fernbus-Liberalisierung in
Frankreich

Bisher galt auf innerfranzösischen Relationen die Einschränkung,
dass Fahrgäste innerhalb Frankreichs nur im Rahmen einer
internationalen Buslinie befördert werden durften, wenn mindestens
50% der Fahrgäste ins Ausland fuhren. Durch die
Fernbusliberalisierung ist nun auch die Beförderung auf nationalen
Buslinien erlaubt, sofern die Haltestellen mindestens 100km
voneinander entfernt liegen.

Auch in Deutschland existiert eine ähnliche Regelung, um den ÖPNV
zu schützen: Zwar liegt die Grenze in Deutschland bei 50km und ist
damit deutlich niedriger, doch durch einen Ausnahmeantrag bei der
französischen Regulierungsbehörde ARAFER werden auch Kurzstrecken
möglich sein.

„Wir rechnen in nächster Zeit mit einem sprunghaften Anstieg der
Buslinien in Frankreich, da die Fernbus-Anbieter oberhalb der
100km-Grenze sofort loslegen können“, freut sich Martin Rammensee,
Geschäftsführer von der Fernbus-Suchmaschine busliniensuche.de, und
führt weiter aus: „Mit Kurzstrecken ist im Oktober zu rechnen, sobald
die ARAFER nach einer zweimonatigen Bearbeitungszeit die ersten
Anträge auf Kurzstrecken bewilligt.“

Anbieter im französischen Fernbus-Markt: Marktanteile und Ausblick

2013 wurden in Frankreich gerade einmal 110.000 Fahrgäste im
Fernbus befördert, doch schon ab 2016 rechnet die französische
Regierung mit bis zu fünf Millionen Fahrgästen pro Jahr. Der Fernbus
könnte sich damit wie in Deutschland schnell als günstige Alternative
auf dem bisher von Zug und Mitfahrgelegenheiten dominierten,
französischen Verkehrsmarkt etablieren.

Derzeit konkurrieren in Frankreich sechs Fernbus-Anbieter auf den
innerfranzösischen Relationen, im Folgenden sortiert nach relativem
Marktanteil basierend auf der Anzahl der angebotenen Relationen in
Frankreich (Stand 10.08.2015): Eurolines/Isilines (59,6%),
Starshipper.com (22,7%), Alsa (13,9%), iDBUS (1,9%), megabus.com
(1,2%) und FlixBus (0,7%).

Die Ambitionen der Fernbus-Anbieter sind groß: Unter der neuen
Marke Isilines betreibt Transdev seit Juli 2015 bereits einen,
aufgrund der Gesetzeslange noch „unregelmäßigen“, nationalen
Linienverkehr. Laut Transdev sollen weitere 40 Linien folgen.
Megabus.com hat indessen bereits neue Linien angekündigt und wird
voraussichtlich die existierenden, internationalen Buslinien in
Frankreich öffnen. Auch iDBUS plant, bis September 2015 80 weitere
Busse auf die Straße zu bringen. Schließlich plant auch FlixBus,
Marktführer in Deutschland, sein Streckennetz in Frankreich
auszubauen und ist seit 2015 mit aktuell 3 innerfranzösischen
Relationen in Frankreich vertreten.

Quellenhinweise und weitere Informationen zur Statistik unter
https://www.busliniensuche.de/blog/liberalisierung-frankreich/

Über die Green Parrot GmbH

Die Green Parrot GmbH betreibt mit www.busliniensuche.de das
führende Übersichts- und Vergleichsportal für Fernbusse in
Deutschland und unterstützt über eine Million Nutzer im Monat, das
Fernbus-Angebot in Preis und Komfort zu vergleichen. Unter
www.busradar.fr steht für Frankreich nun auch eine eigene
Suchmaschine in französischer Sprache zur Verfügung.

Pressekontakt:
Aussender: Green Parrot GmbH
Ansprechpartner: Martin Rammensee
Tel.: +49-(0)721-8514-6851
E-Mail: martin.rammensee@busliniensuche.de
Webseiten: www.busliniensuche.de, www.busradar.fr

Beitrag von auf 10. August 2015. Abgelegt unter Urlaub & Reisen. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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