Global Healthcare Private Equity and Corporate M&A Report von Bain / Gesundheitssektor bricht alle Rekorde

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Wert der Private-Equity-Deals im Gesundheitswesen
steigt 2018 weltweit auf 63,1 Milliarden US-Dollar

– Mehr als die Hälfte der Investitionen entfällt auf
Public-to-Private-Transaktionen
– Globales M&A-Volumen im Gesundheitssektor erreicht mit 435
Milliarden US-Dollar einen historischen Höchststand
– Hohe Bewertungen und harter Wettbewerb erfordern kreative
Deal-Sourcing-Ansätze

Rekorde haben im weltweiten Geschäft mit der Gesundheit derzeit
Hochkonjunktur. Auf ein herausragendes Jahr 2017 folgte ein noch
besseres Jahr 2018. Mit 435 Milliarden US-Dollar war das weltweite
M&A-Volumen im Gesundheitssektor so hoch wie noch nie in diesem
Jahrhundert. Und Private-Equity-(PE-)Fonds haben daran großen Anteil.
Ihr Transaktionsvolumen im Gesundheitswesen stieg 2018 weltweit um
weitere knapp 50 Prozent auf 63,1 Milliarden US-Dollar – und damit
auf den höchsten Wert seit 2006. In Europa stieg das Deal-Volumen im
gleichen Zeitraum auf 17,8 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg um
rund 40 Prozent entspricht. In der achten Auflage ihres „Global
Healthcare Private Equity and Corporate M&A Report“ zeigt die
internationale Managementberatung Bain & Company die Ursachen dieser
Rekordjagd auf, aber auch Konsequenzen, die sich daraus ergeben.

„In Zeiten einer erwarteten weltwirtschaftlichen Abkühlung und
politischer Turbulenzen suchen Investoren sichere Häfen für ihr
Kapital“, erklärt Dr. Franz-Robert Klingan, Partner bei Bain &
Company und Co-Autor der Studie. „Genau das bietet der
Gesundheitssektor. Das Geschäft ist größtenteils
konjunkturunabhängig, profitiert von langfristigen Trends wie der
Bevölkerungsalterung und liefert weltweit seit Jahren attraktive
Renditen.“ In der Folge sei ein enormer Wettbewerb um
Übernahmekandidaten entstanden, der die Bewertungen in die Höhe
getrieben habe.

Zahl der Mega-Deals wächst

Vor diesem Hintergrund nimmt die Bedeutung großer Deals mit einem
Volumen von mehr als 2 Milliarden US-Dollar zu. Tatsächlich hat sich
ihre Zahl 2018 verdoppelt. Die teuerste Übernahme in Europa war die
des italienischen Pharmaherstellers Recordati für 7,4 Milliarden
US-Dollar. Dagegen gab es im deutschsprachigen Raum eher kleinere
Transaktionen, auch im Rahmen von Buy-and-Build-Strategien. So formte
ein PE-Fonds aus dem Erwerb des größten deutschen Dentallabors sowie
Zukäufen in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden Europas
führendes Dentallabor.

Solch grenzüberschreitende Deals sind angesichts der unverändert
stark national geprägten Gesundheitssysteme alles andere als
Selbstläufer. Die Regulierung in den einzelnen Ländern eröffnet aber
auch Chancen. In Deutschland sind dies beispielsweise die anstehende
Reform der Krankenhausfinanzierung und die Präzisierung der
Vorschriften für filialisierte Gesundheitsanbieter. „Deutschland
steht bei der Filialisierung im Gesundheitswesen noch ganz am
Anfang“, stellt Branchenkenner Klingan fest. „Mit ihrem
branchenübergreifenden Know-how bei Buy-and-Build-Strategien könnten
PE-Fonds hier eine wichtige Rolle übernehmen und die Konsolidierung
vorantreiben.“ Attraktive Targets finden sich etwa in der
Zahnmedizin, der Augenheilkunde oder der Veterinärmedizin.

Kursrückgänge erhöhen Attraktivität börsennotierter
Gesundheitsanbieter

Angesichts hoher Bewertungen und intensiven Wettbewerbs sind
kreative Ansätze beim Kauf neuer Portfoliounternehmen gefragt. Neben
dem Zusammenschluss in Konsortien setzt die PE-Branche derzeit
insbesondere auf Public-to-Private-Transaktionen. Mit 35 Milliarden
US-Dollar machten diese 2018 mehr als die Hälfte des gesamten
PE-Transaktionsvolumens im Gesundheitssektor aus. Im
deutschsprachigen Raum hatte bereits 2017 die Übernahme des
MDAX-Unternehmens Stada durch zwei PE-Fonds viel Aufsehen erregt. Mit
den gemeinhin rückläufigen Börsenkursen ist im vergangenen Jahr die
Attraktivität börsennotierter Gesundheitsunternehmen noch einmal
gestiegen.

Das herausfordernde Umfeld verlangt auch Anpassungen bei den
PE-Fonds, die ihre Prozesse rund um Übernahmen erweitern,
beschleunigen und intensivieren können. Dazu zählt die frühzeitige
Definition einer wertsteigernden Strategie ebenso wie eine auf die
Werthebel fokussierte, integrierte Due Diligence. Durch die aktuelle
konjunkturelle Abschwächung besteht erhöhter Handlungsbedarf.
Bain-Partner Klingan betont: „Investoren können sich nicht mehr auf
branchenweit steigende Bewertungen verlassen. Die Zukunft gehört
diszipliniert agierenden und datengetriebenen Fonds, die im Rahmen
präziserer Regulierungen gemeinsam mit ihren Portfoliounternehmen
systematisch wertsteigernde Strategien umsetzen.“

Bain & Company

Bain & Company ist eine der weltweit führenden
Managementberatungen. Wir unterstützen Unternehmen bei wichtigen
Entscheidungen zu Strategie, Operations, Informationstechnologie,
Organisation, Private Equity, digitaler Strategie und Transformation
sowie M&A – und das industrie- wie länderübergreifend. Gemeinsam mit
seinen Kunden arbeitet Bain darauf hin, klare Wettbewerbsvorteile zu
erzielen und damit den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Im
Zentrum der ergebnisorientierten Beratung stehen das Kerngeschäft des
Kunden und Strategien, aus einem starken Kern heraus neue
Wachstumsfelder zu erschließen. Seit unserer Gründung im Jahr 1973
lassen wir uns an den Ergebnissen unserer Beratungsarbeit messen.
Bain unterhält 57 Büros in 36 Ländern und beschäftigt weltweit 8.000
Mitarbeiter, 900 davon im deutschsprachigen Raum. Weiteres zu Bain
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Pressekontakt:
Leila Kunstmann-Seik
Bain & Company Germany, Inc.
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80335 München
E-Mail: leila.kunstmann-seik@bain.com
Tel.: +49 (0)89 5123 1246
Mobil: +49 (0)151 5801 1246

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Beitrag von auf 15. Mai 2019. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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