Hobbythek-Erfinder Jean Pütz denkt auch mit 83 nicht an Ruhestand

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TV-Moderator kann sich auch mit 83 Jahren ein Leben ohne
Arbeit nicht vorstellen – “Wahrscheinlich mache ich es, bis ich umfalle”

Osnabrück. Für Jean Pütz, Wissenschaftsjournalist und Erfinder der TV-Sendung
“Hobbythek”, kommt es auch mit 83 Jahren nicht infrage, sich auf die faule Haut
zu legen. “Ich kann mir nicht vorstellen, aufzuhören zu arbeiten. Wahrscheinlich
mache ich es, bis ich umfalle”, sagte der deutsch-luxemburgische Moderator im
Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (NOZ).

Die tägliche Arbeit halte ihn fit, erklärte Pütz: “Die Gehirnzellen müssen, wie
jeder Muskel, lebenslang trainiert werden, sonst bauen sie sich ab. Es heißt ja
nicht umsonst, man betreibt Denksport. Und genau das mache ich: denken. Und es
mitteilen, wenn was dabei herausgekommen ist. Das hält mich gesund. Und das ist
doch super”, so Pütz weiter.

Diese Strategie rät der TV-Star, der mit dem WDR-Publikumshit Hobbythek ab 1974
über Jahrzehnte Millionen Heimwerker und Hobbybastler im Land inspiriert hat,
auch anderen: “Ich kann jedem nur empfehlen, sich geistig nicht in den Ruhestand
versetzen zu lassen”, sagte der 83-Jährige, der täglich im Internet arbeitet,
etwa Videos und Facebook-Beiträge zu aktuellen wissenschaftlichen oder
politischen Fragen erstellt oder seine Homepage mit Texten zu Wissenschaft und
Technik bestückt.

Privat sei er “seit zwanzig Jahren ein engagierter Familienmensch”, sagte der
TV-Moderator mit dem ausladenden Schnurrbart, der mittlerweile weiß geworden
ist. Seit dem Jahr 2000 ist er mit seiner dritten Ehefrau Pina Coluccia
verheiratet, das Paar hat einen Sohn (geb. 1999) und eine Tochter (geb. 2010).
Aus erster Ehe stammt Sohn Jörn, der vor Kurzem 60 Jahre alt geworden ist. Dass
zwischen dem ältesten Sohn und der jüngsten Tochter stattliche 51 Jahre liegen,
stört ihn nicht, im Gegenteil: “Ja, toll, oder? Alt fühle ich mich aber trotzdem
nicht. Ich arbeite ja auch jeden Tag”, sagte Pütz.

Überhaupt sei er “ein Glückspilz”, betonte der Fernsehmoderator. Am liebsten
hätte er seine Biografie, die nach seinem bekannten Hobbythek-Spruch “Ich hab da
mal was vorbereitet” betitelt wurde, anders genannt, nämlich: “Ein Glückspilz
packt aus”, sagte Pütz. “Das bin ich ja bis heute, ein Glückspilz. Das bin ich
definitiv.”

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Beitrag von auf 4. Januar 2020. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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