»King« Artus und das Geheimnis von Avalon

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„Da lag Avalon über tausend Jahre vor unseren Augen und wir haben vor lauter Apfelbäumen im falschen Land nach den Spuren des legendären Königs Artus gesucht“, so der Autor. Bei Pierre Dietz führen alle Hinweise in seinem 512 Seiten starken Roman in die Bretagne und in die angrenzenden Regionen. Dank grafischer Karten sind die Orte leicht nachvollziehbar.
Auch die Suche nach dem Gral gestaltet sich bei Pierre Dietz vielschichtig. Selbst den Standort der Burg des Heilands hat er ausfindig gemacht! Jedenfalls passt der von ihm genannte Ort exakt zu den historischen Beschreibungen. Hier behauptet der Autor, Jesus sei später als bisher angenommen zur Welt gekommen und sei verheiratet gewesen. Jedoch nicht, wie angenommen mit Maria Magdalena, sondern mit der schwarzen Madonna.
Der Autor zeichnet ein ungewohntes Gesellschaftsbild der Spätantike und erklärt das verzwickte Verhältnis zwischen Jennifer und Lancelot. Nicht minder heftig ist das Schicksal von Merlin, einem der »Diener des Goldes«, wie die Buchreihe heißt.
Bei aller Zahlenmystik der Tafelrunde ist bisher nicht berücksichtigt worden, dass einzelne Ritter gestorben sind oder sich mit ihrem King verkracht haben. Der Autor widerlegt überzeugend die Zahl 12 und hat sich bei der Vorlage zu seinem Tisch durch Asterix inspirieren lassen, wo das Festbankett im Freien stattfindet.
„Was denkst du, weshalb die Bretagne bestrebt ist, sich von Frankreich zu trennen? Eines Tages stehen Artus und Merlin wieder auf und erheben dieses Land zum Zentrum der Welt!“
Unglaublich, was Marcel Amidieu in der Jetztzeit in der Heimat seiner Tante Louane zu hören bekommt. In dieser zweiten Ebene des Buches gerät der Junge in den Sog der Geschichte um den 410 nach Christus von den Goten in Rom erbeuteten Schatz.
„Detailreich recherchiert und illustriert, führt uns dieser Roman von der Erschaffung der Menschheit bis zur Suche nach dem Heiligen Gral. Nichts stimmt so, wie wir es kennen. Ein Puzzle, bei dem die Vergangenheit zur Realität und die Gegenwart zur Sage wird“, so der Lektor Martin Fenske. Bitter für die Briten, dass nicht einmal die Artus-Sage vor den Franzosen sicher ist. Je genauer wir der Jagd nach einem legendären Goldschatz und den Erzählungen alter Bretonen folgen, umso mehr verschwimmen Raum und Zeit, weitet sich unser Horizont und plötzlich erscheint die Bretagne als Ausgang und Ende dieser Welt. Alles stürzt auf uns ein: Teufel und Dämonen, Goten, Römer, Paradies, Sintflut, Jesus, Giganten, Weltkrieg und Wundermaschinen. Überall lauern Parallelwelten und unerwartete Begegnungen zwischen Mythen, Astronomie und Archäologie. Akribisch werden unzählige Spuren freigelegt und zu einem Netz verflochten, das uns so schnell nicht mehr loslässt. Alles dreht sich, bis Vergangenheit und Sage zu unserer Gegenwart und Zukunft werden könnten. „Dieses Buch ist kein Abenteuer, es will uns seine Wahrheit offenbaren“, so der Erstleser Martin Fenske weiter, der über die drei Jahre der Entstehung des Werkes der Einzige gewesen ist, der in die Erkenntnisse des Autors eingeweiht gewesen ist.

ISBN 978-3-86841-235-2
Roman, 512 Seiten, 24,50 €
erschienen im Verlag Edition AV, Bodenburg

Beitrag von auf 4. Februar 2020. Abgelegt unter Kunst & Kultur, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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