KUBO und STÖRCHE mit Prädikat “besonders wertvoll” im Kino/Kinostart mit Prädikat auch für Thriller GIRL ON THE TRAIN und Coming-of-Age-Drama NIRGENDWO

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In eine ungewöhnliche und unbekannte Welt
entführt KUBO – DER TAPFERE SAMURAI (Start: 27. Oktober), das neue
Werk des Animationsstudios Laika (CORALINE, PARANORMAN, DIE
BOXTROLLS). Der Film erzählt von dem kleinen Kubo, der sich seit dem
Tod seines Vaters liebevoll um seine Mutter kümmert. Das Dorf, in dem
die beiden leben, unterhält er mit seinen Geschichten, die er auf
einem Saiteninstrument untermalt. Ein eigentlich recht beschauliches
Dasein, doch dann erwacht ein uralter Fluch, der auf Kubos Familie
lastet, zu neuem Leben und stürzt den Jungen in ein Abenteuer, das
ihn schließlich zu den Geheimnissen seiner Familie führt. Die
fünfköpfige Expertenrunde der FBW vergibt dem Film das höchste
Prädikat “besonders wertvoll” und schreibt in ihrer Begründung: “In
wunderschönen und überaus poetischen Stop-Motion-Bildern, die den
Zuschauer in eine fremdartige Welt voller Mythen und Mysterien
entführen, erzählt der Film nicht nur von den Identitätsfindung eines
Jungen, sondern auch von der Magie, die Geschichten auf Zuhörer und
Zuseher jeden Alters ausüben. Ein Fest der Fantasie und für die
Sinne.” Auch die Jugend Filmjury der FBW empfiehlt den “Fantasyfilm
für Kinder ab acht Jahren”.

Die Legende sagt, dass Störche Babys bringen. Doch diese Zeit
liegt lange zurück. Zumindest für eine große Storchenfirma, die
mittlerweile nur noch Pakete ausliefert. Bis eines Tages in der
eigentlich still gelegten Babymaschine ein Baby produziert wird, das
sich ein kleiner Junge irgendwo auf der Welt gewünscht hat. Für den
ehrgeizigen Storch Junior und das Menschenmädchen Tulip beginnt ein
rasantes Abenteuer. Denn am Ende zählt jedes Päckchen, das
ausgeliefert wird. Von der ersten Minute an ist klar, dass bei
STÖRCHE – ABENTEUER IM ANFLUG (Start: 27. Oktober) mit Doug Sweetland
und Nicholas Stoller ein Komödienspezialist und ein großer
Animationskünstler in der Konzeption des 3D-Abenteuers
zusammengefunden haben. “Die Autoren haben sehr geschickt Probleme
und Befindlichkeiten von Kindern und Jugendlichen in diese
fantastische Geschichte einfließen lassen, wodurch sich junge
Zuschauer schnell mit einer der Figuren identifizieren können. Für
das erwachsene Publikum gibt es viele Zitate und Anspielungen aus der
amerikanischen Populärkultur zu entdecken. Animation und 3D-Effekte
sind auf höchstem Niveau, vor allem aber mit viel Einfallsreichtum
und Humor eingesetzt. Als ein nahezu perfekt gemachter
Unterhaltungsfilm für die ganze Familie hat STÖRCHE das Prädikat
“besonders wertvoll” verdient.” So die Jury der FBW. Die Jugend
Filmjury der FBW hält den Film aufgrund seiner Geschichte bereits für
Zuschauer ab sechs Jahren geeignet, spricht aber in ihrer
differenzierten Begründung aufgrund der Schnittfolge, des Sprachstils
und der komplexen Handlung die Empfehlung ab neun Jahren aus.

Rachel Watson fährt jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit im Zug an
ihrem alten Zuhause vorbei. Ihr Mann hat sich von ihr scheiden
lassen, wohnt nun mit neuer Frau und Kind in dem Haus, das sie selbst
noch liebevoll eingerichtet hat. Rachel leidet – und beobachtet
sehnsuchtsvoll das Leben der nebenan lebenden Megan, die scheinbar
alles hat, was man sich erträumen kann. Doch eines Tages macht sie
eine Entdeckung, die ihre ganze Welt erschüttert. Und als sie am
nächsten Tag aufwacht, ist ihre Kleidung voller Blut. Und Megan wird
vermisst. Der neue Film von Tate Taylor, GIRL ON THE TRAIN (Start:
27. Oktober), basierend auf der gleichnamigen erfolgreichen
Romanvorlage von Paula Hawkins, ist ein Thriller par excellence. Für
die Jury der FBW entsteht “die beträchtliche Spannung” in diesem Film
erst dadurch, “dass erst langsam klar wird, was die Figuren
miteinander verbindet”. Die Jury hebt in ihrem Gutachten die Leistung
von Regisseur Tate Taylor hervor, der “souverän mit bedrohlichen
Stimmungen, Ungewissheiten und Ängsten” spiele. Dazu gefiel der Jury
besonders, “wie komplex die Frauenfiguren gestaltet sind und dass sie
alle drei vielschichtig von sehr stimmig besetzten Schauspielerinnen
verkörpert werden.” Hierfür vergibt die Jury das Prädikat “besonders
wertvoll”.

In seinem Regiedebüt NIRGENDWO (Start: 27. Oktober) entwirft Autor
und Regisseur Matthias Starte das Porträt einer entwurzelten
Generation von Mittzwanzigern, denen es materiell an nichts mangelt,
die jedoch mit zwischenmenschlichen Konflikten und den Problemen des
Alltags zu kämpfen haben. Vier junge Männer und drei Frauen werden in
ihren Beziehungsproblemen, Lebenssituationen und
Entscheidungsmomenten beobachtet, unter anderem verkörpert von Ludwig
Trepte und Saskia Rosendahl. “Visuell ist der Film hervorragend
gestaltet: dicht, detailfreudig und liebevoll ausgestattet. Die
musikalische Gestaltung reflektiert die Generation und funktioniert
zugleich als gelungener Score. Auch in der Montage schafft es die
Inszenierung, zusätzliche Ebenen zu erschließen. Als affirmatives
Porträt der Generation Y und ihrer emotionalen Probleme ist er höchst
effektiv und für ein Publikum junger Erwachsener definitiv
empfehlenswert.” So die Expertenjury der FBW, die das Drama mit dem
Prädikat “wertvoll” auszeichnet.

In der kommenden Woche mit Prädikat im Kino: Der Kinderfilmspaß
PETTERSSON UND FINDUS: DAS SCHÖNSTE WEIHNACHTEN ÜBERHAUPT und der
Jugendfilm MORRIS AUS AMERIKA.

Mehr Informationen zu aktuellen und kommenden FBW-Empfehlungen
unter www.fbw-filmbewertung.com.

Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) zeichnet
herausragende Filme mit den Prädikaten wertvoll und besonders
wertvoll aus. Über die Auszeichnungen entscheiden unabhängige Jurys
mit jeweils fünf Filmexperten aus ganz Deutschland. Die FBW bewertet
die Filme innerhalb ihres jeweiligen Genres.

Die Jugend Filmjurys der FBW sind mit 10-14-jährigen Schülerinnen
und Schülern besetzt. Sie sind an insgesamt acht Standorten in
Deutschland etabliert und sichten vor Kinostart das Filmprogramm für
5-14-jährige.

Prädikatsfilme vom 27. Oktober 2016

Kubo – der tapfere Samurai

Animationsfilm. USA 2016.

Seit er denken kann, lebt Kubo mit seiner Mutter in einer
Steinhöhle in einem Berg über der Stadt. Kubo ist ein fröhlicher
Junge, der mit seinem Lachen, seinen selbst gebastelten
Origami-Figuren und seinen Geschichten, die er tagsüber auf dem
Marktplatz erzählt, während er mit seiner Laute die Figuren zum Leben
erweckt, alle begeistert. Nur seine Mutter kann er nicht aufheitern.
Sie ist traurig, schaut abwesend ins Leere. Doch abends, da erwacht
sie aus ihrem Dämmerzustand und erzählt Kubo aufregende Geschichten
von seinem Vater, der sich damals opferte, um Kubo und dessen Mutter
vor dem bösen Mondkönig zu beschützen. Kubo liebt diese Geschichten,
die aber immer mit der Warnung enden, niemals nach Einbruch der
Dunkelheit draußen zu sein. Eines Tages jedoch ist Kubo in der Stadt
unterwegs und sieht die Sonne am Horizont untergehen. Schnell eilt
seine Mutter herbei, um ihn vor der Bedrohung durch den Mondkönig zu
beschützen. Mit einem Zauber sendet sie Kubo fort. Und für den
kleinen Sohn eines Samurai beginnt nun das größte Abenteuer seines
Lebens. Der Animationsfilm von Travis Knight, der schon bei CORALINE
und PARANORMAN zu den Chef-Animatoren gehörte, entführt in die
sagenumwobene Welt Japans voller Mythen, Geheimnisse und
faszinierender Eindrücke, aber auch voller Farben, Licht und
Sonnenstrahlen. In KUBO wird beides gekonnt und komplex miteinander
verwoben, sodass der Film sowohl für ein junges als auch ein
erwachsenes Publikum funktioniert. Dazu tragen auch die Figuren bei,
die für Unterhaltung und große Spannung sorgen. Ein zum Leben
erwecktes Steinaffenweibchen beschützt Kubo, ein etwas
tollpatschiger, vergesslicher und zu einem Käfer verwunschener
Samuraikrieger räumt jedes Hindernis aus dem Weg. Und ein
Origami-Krieger komplettiert das Quartett. Kubo ist kein typischer
Held. Er ist klein, auf einem Auge blind und in seinem Übereifer
manchmal etwas ungestüm. Doch er ist eben ein Kind und lernt, auch
dank der Hilfe seiner Freunde und Familie, sich seinen
Herausforderungen zu stellen. Und er lernt, dass es die Erinnerungen
sind, die uns ausmachen. Und die uns die Kraft geben, neue
Erinnerungen zu schaffen. Die Variation der Farben und der
Stop-Motion-Animation sind auf einem hohen Level an Perfektion
gefertigt. Die schillernde Unterwasserwelt, die Magie der zum Leben
erweckten Origami-Figuren und der geheimnisvoll düstere Nebel, der
den Auftritt der Bösen begleitet – all das kann man nicht stimmiger
und faszinierender vermitteln. Die 3D-Effekte unterstützen die Weite
der Räume und die abenteuerlichen Szenen lassen immer wieder genug
Zeit, um zur Ruhe zu kommen und sich vom Zauber der Geschichte
gefangen nehmen zu lassen. KUBO – DER TAPFERE SAMURAI ist kunstvolles
Animationskino für die ganze Familie. Ein Abenteuer, bei dem man kaum
blinzeln möchte. Denn man könnte etwas verpassen.

http://www.fbw-filmbewertung.com/film/kubo_der_tapfere_samurai
http://www.jugend-filmjury.com/film/kubo_der_tapfere_samurai

Störche – Abenteuer im Anflug

Familienfilm, Animationsfilm. USA 2016.

Störche bringen Babys … zumindest war das früher so.
Glücklicherweise hat die Firmenleitung des Storchenunternehmens
mittlerweile umgedacht. Babys sind kompliziert in der Handhabe,
schwierig in der Koordination und nicht immer laufen die Lieferungen
ohne Reklamation. Heute hat man bei cornerstore.com die
Babyproduktion eingestellt und liefert nur noch Pakete aus. Denn
darüber freut sich schließlich jeder. Zufrieden mit der Firmenbilanz
ist der Chef nun kurz davor, den engagierten Junior zum Boss zu
befördern. Dafür muss Junior das Waisenkind Tulip rausschmeißen, das
seit seiner Geburt leider nicht zugestellt werden konnte. Denn Tulip
ist zwar bemüht, aber unglaublich unfähig. Doch genau in dem Moment,
als Junior Tulip feuern will, wird, dank Tulips Zutun, ein Baby
produziert, das sich ein kleiner Junge irgendwo gewünscht hat. Tulip
ist begeistert, Junior ist entsetzt. Und beide machen sich auf, das
Baby in seinem neuen Zuhause abzuliefern. Denn der Grundsatz der
Firma bleibt trotz widriger Umstände bestehen: Den Plan machen, den
Plan halten und garantiert liefern! Von der ersten Minute an zeigt
sich, dass bei STÖRCHE – ABENTEUER IM ANFLUG mit Doug Sweetland und
Nicholas Stoller ein Komödienspezialist und ein großer
Animationskünstler zusammengefunden haben. Eine hohe Gagdichte in
Bild und Ton, ein rasantes Erzähltempo und viele witzige und herzige
Figuren sind nur ein paar der Zutaten, die zum Gelingen dieses
Animationsvergnügens beitragen. Ganz nebenbei behandelt der Film auch
noch wichtige Themen wie Patchwork-Familien, gestresste Eltern, die
Wichtigkeit von Freunden. Oft geht der Film in seinen Gags und
Zitaten erfrischend selbstreferentiell vor, und gerade die bösen
Sidekicks – eine bedrohliche Wolfsarmee – werden zu wahren
Szenenhighlights, wenn sie sich im Laufe einer Verfolgungsjagd
nacheinander zu diversen Fortbewegungsmitteln morphen oder beim
Anblick eines glucksenden Babys dahinschmelzen. Als ungleiches
Heldenduo begeistern der übereifrige Junior und die
unternehmungslustige und leicht planlose Tulip, die als Rollenmodell
einer starken jungen Frau auch für die jungen Zuschauer großartig
funktioniert. Auch und gerade in der Synchronisation ist der Film
überaus gelungen. Der bekannte Synchronsprecher Sebastian Schulz als
Junior und Nora Tschirner als Tulip sind kongenial besetzt, auch die
prominente Sprecherriege der Nebenrollen unter anderem mit Rick
Kavanian – als Taube Nuss – sowie Frank Rosin und Nelson Müller – als
Alpha- und Beta-Wolf – überzeugt in spritzigen und kurzweiligen
Dialogen. STÖRCHE – ABENTEUER IM ANFLUG ist ein Animationsspaß, der
der ganzen Familie von Anfang bis Ende pure und gute Unterhaltung
bietet. Einwandfrei abgeliefert!

http://www.fbw-filmbewertung.com/film/stoerche_abenteuer_im_anflug
http://www.jugend-filmjury.com/film/stoerche_abenteuer_im_anflug

Girl on the train

Spielfilm, Literaturverfilmung, Thriller. USA 2016.

Es ist nun schon zwei Jahre her, dass Rachel von ihrem Mann Tom
geschieden wurde. Schon in ihrer Ehe trank Rachel zuviel,
mittlerweile kann sie ohne Alkohol den Tag nicht überstehen. Ein
wenig Ablenkung erhält sie nur, wenn sie morgens, auf dem Weg zur
Arbeit, an den Häusern in den Vororten vorbeifährt und die Menschen
darin beobachtet, wenn der Zug auf der Strecke haltmachen muss. So
sieht sie täglich die junge Megan und ihren Mann Scott, die für sie
zum Inbegriff einer perfekten Beziehung werden. Und in deren
Nachbarschaft Rachel selbst einmal gelebt hat. Doch nun lebt Tom mit
seiner zweiten Frau Anna und ihrem kleinen Kind in dem Haus mit dem
großen Vorgarten und dem weißen Gartenzaun. Und obwohl sie weiß, dass
es nicht gut ist, zieht es Rachel immer wieder zu ihrem alten
Zuhause. Sie steigt aus dem Zug und läuft durch ihre alte Gegend. So
auch an diesem einen bestimmten Abend. Am nächsten Morgen wacht sie
ohne Erinnerung in ihrem Bett auf. An ihrem Körper und ihrer Kleidung
ist Blut. Und Megan wird vermisst. Drei Frauen, verbunden durch einen
Ort, einen Zufall oder auch ein gemeinsames Schicksal? Das ist die
Ausgangssituation von GIRL ON THE TRAIN, der Verfilmung des
gleichnamigen Erfolgsromans von Paula Hawkins. Regisseur Tate Taylor
hält sich eng an die Vorlage und schafft es, die Spannung und den
Thrill des Buches in atmosphärisch dichten Bildern auf die Leinwand
zu transportieren. Ganz nah ist die Kamera bei den Figuren, die
Totalaufnahmen der Gesichter zeigen sie in ihrer Enge der
schicksalshaften Situation, zeigen die inneren Konflikte und die
Fragen, die sich auch der Zuschauer mehr und mehr in dem eng
verwobenen Rätselspiel stellt. Im Zentrum der Handlung stehen die
drei weiblichen Hauptfiguren, die Tate Taylor geschickt in ihrer
Verschiedenheit und den gleichzeitig erkennbaren Parallelen
inszeniert. Rebecca Ferguson und Haley Bennett verkörpern Anna und
Megan gekonnt, beide sind Madonnen, die eine Heilige, die andere
Hure. Dass sich hinter beiden mehr verbirgt als nur eine
eindimensionale Charakterzeichnung, ist ein Verdienst des komplex und
klug gebauten Drehbuchs. Geführt wird der Zuschauer durch Emily Blunt
als Rachel. Ihre überzeugend verkörperte Verstörung ist die
Verstörung des Zuschauers, der sich mit ihr auf Spurensuche in dem
doppelbödigen Spiel aus Besessenheit, Eifersucht und Wut begibt und
sich auch bei Rachel selbst nie sicher sein kann, was sie antreibt.
Fragil, labil und zerbrechlich wirkt sie in einem Moment, wild und
entschlossen im anderen. Mit seinen immer wieder überraschenden
Wendungen, dem stimmig und sphärisch inszenierten Setting und einer
sich ständig steigernden Spannungsdramaturgie ist GIRL ON THE TRAIN
ein Thriller par excellence, der den Zuschauer mit atemloser Spannung
begeistert.

http://www.fbw-filmbewertung.com/film/girl_on_the_train

Nirgendwo

Drama, Spielfilm. Deutschland 2016.

Seit Jahren ist Danny schon nicht mehr zuhause gewesen. Nach dem
Abi ließ er seine Freundin Susu und seinen Freundeskreis zurück und
fing an, BWL zu studieren. Sein Vater wollte das so. Danny wollte
immer schon lieber fotografieren. Nun ist Dannys Vater gestorben. Und
Danny kehrt zurück. Zurück auch zu seiner Ziehschwester, die nicht
nur angehende Medizinerin, sondern, wie es aussieht, auch angehende
Mutter ist. Von wem, möchte sie nicht sagen. Zurück zu seinen
Freunden, die allesamt ihre eigenen Probleme damit haben, sich ein
eigenes erwachsenes Leben aufzubauen. Und zurück zu Susu, die Danny
nie vergessen hat. Eigentlich sollte sich Danny nun wieder zuhause
fühlen. Doch zuhause – wo und was ist das eigentlich? Ist zuhause
wirklich irgendwo? Oder nirgendwo? In seinem Debütspielfilm lässt
Regisseur Matthias Starte seine Helden alle Höhen und Tiefen der
Generation Twentysomething durchleben. Während die einen ihre alte
Heimat, die ihnen zu klein geworden schien, verlassen, bleiben die
anderen in eben dieser Heimat fest verwurzelt, vielleicht aus Liebe
zum Bekannten, vielleicht auch aus Angst vor dem Unbekannten. Sowohl
der Regisseur als auch die Darsteller, das spürt man in jeder Minute
des sorgsam erzählten und mit starken ruhigen Bildern komponierten
Films, können genau dieses Lebensgefühl überzeugend aus eigenen
Erfahrungen heraus verkörpern und dem Zuschauer glaubhaft vermitteln.
Allen voran Ludwig Trepte als Danny und Saskia Rosendahl als Susu,
die eine große Liebe und tiefe Gefühle verbindet – für die sie aber
vielleicht noch nicht reif genug sind. Ein gut zusammengestellter
Score und Soundtrack versetzen den Zuschauer in eine verträumt
melancholische Spätsommerstimmung, das Setting ist perfekt gewählt
und erweckt ein universelles Kleinstadtgefühl, das jeder
nachvollziehen kann. NIRGENDWO ist ein überzeugendes Debüt, das sich
für seine Geschichte, seine Figuren und seine Zuschauer Zeit nimmt
und mit ihnen gemeinsam auf eine Reise zu den eigenen Wurzeln geht.
Eine Reise nach Zuhause. Eine Reise nach Nirgendwo.

http://www.fbw-filmbewertung.com/film/nirgendwo

Pressekontakt:
Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
Schloss Biebrich Rheingaustraße 140
65203 Wiesbaden

Tel: 0611/ 96 60 04 -18
Fax: 0611/ 96 60 04 -11
info@fbw-filmbewertung.com
www.fbw-filmbewertung.com

Original-Content von: Deutsche Film- und Medienbewertung, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 26. Oktober 2016. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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