Liguster, Eibe und Co. – Die besten Heckenpflanzen

Abgelegt unter: Haus & Garten |


Eine Hecke ist ein natürlicher Sichtschutz, dient als Regenwasserspeicher und filtert Abgase. Vögel und Insekten nutzen sie als Versteck und ihr dichtes Blattwerk wirkt der Bodenverdunstung entgegen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der lebende Sichtschutz platzsparend und preiswert ist. Für den Hobbygärtner stehen verschiedene Pflanzen zur Auswahl, um seinen privaten Grünbereich naturnah zu umzäunen.

Die zur Verfügung stehenden Arten haben unterschiedliche Standortansprüche und Bedürfnisse. Dieser Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile der beliebten Heckenpflanzen Liguster, Eibe, Buchsbaum und Lorbeerkirsche.

Der anspruchslose Liguster

Der Liguster trägt den lateinischen Namen Ligustrum. Die unkomplizierte Pflanze hat keine hohen Standortansprüche und gedeiht auf fast jedem Boden. Liguster erreichen rasch Höhen von bis zu drei Metern. Die Pflanze ist immergrün und eignet sich rund um das Jahr als Sichtschutz. Ein weiterer Vorteil des anpassungsfähigen Ligusters ist seine Robustheit. Ein Rückschnitt schadet ihm nicht. Durch seine Regenerationsfähigkeit kann er ohne viel Aufwand vermehrt werden. Der rasche Wuchs der Heckenpflanze Liguster kann aber auch zum Nachteil werden. So muss der Hobbygärtner den Liguster mindestens 2 Mal pro Jahr stutzen. Durch seinen dichten Wuchs und das üppige Wurzelwerk kann die Art die Entwicklung anderer Pflanzen hemmen. Ist der Winter besonders kalt, neigt der Liguster zum teilweisen Laubverlust.

Die langlebige Eibe

Die Eibe heißt auf Lateinisch Taxus baccata. Sie erreicht Höhen von bis zu vier Metern und gedeiht sowohl an sonnigen als auch an schattigen Standorten. Sie mag den Boden nicht zu trocken, stört sich aber nicht an bereits vorhandenem Wurzelwerk. Nach starken Rückschnitten treibt sie erneut aus und muss nur einmal pro Jahr gestutzt werden. Obwohl sie langlebig ist, wächst die Eibe nur langsam. Ein weiterer Nachteil dieser Pflanze ist die Giftigkeit ihrer Früchte. Obwohl die roten Beeren sehr hübsch aussehen, sollten Kinder daher keinesfalls davon naschen.

Der schnittverträgliche Buchsbaum

Buxus sempervirens erreicht meist eine Höhe von rund einem Meter. Die langlebige Pflanze kann bei guten Bedingungen aber auch bis zu zwei Meter groß werden. Den Boden bevorzugt der Buchsbaum nährstoffreich. Der Untergrund sollte nicht austrocknen und genügend Humus enthalten. Die Heckenpflanze ist ideal für niedere Hecken und eignet sich aufgrund ihrer hohen Schnittverträglichkeit zum kreativen Gestalten. Der Buchsbaum ist langlebig und seine zarten Blüten locken in der warmen Jahreszeit Bienen und Hummeln an. Es genügt, den Buchsbaum ein Mal pro Jahr zu schneiden. Sein langsames Wachstum und seine Anfälligkeit für Pilzerkrankungen sind die Nachteile dieser Heckenpflanze.

Die unkomplizierte Lorbeerkirsche

Trockene und stark durchwurzelte Böden stellen für die Lorbeerkirsche kein Problem dar. Die unkomplizierte Heckenpflanze mit dem lateinischen Namen Prunus laurocerasus erreicht Höhen von bis zu zwei Metern und wächst sowohl an sonnigen als auch an schattigen Standorten. Aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit gedeiht die Lorbeerkirsche sogar unter hochgewachsenen Bäumen. Ein Nachteil der attraktiven Heckenpflanze ist die Giftigkeit ihrer Samen und Blätter. Kinder dürfen keinesfalls von diesen kosten und die Schnittreste müssen konsequent im Biomüll entsorgt werden. Das Stutzen der Lorbeerkirsche sollte immer mit der Hand erfolgen, da eine elektrische Heckenschere die Blattstrukturen nachhaltig schädigt. Wer einen Sichtschutz für den Garten benötigt, greift am besten zu den beiden Arten Prunus herbergii und Prunus rotundifolia.

Beitrag von auf 20. November 2020. Abgelegt unter Haus & Garten. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Antworten geschlossen, Trackback ist möglich.



Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste