Mentaler Stress und Mikronährstoffe

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Dauerstresssituationen können stark entzündungsauslösend wirken. Außerdem bewirkt psychischer Stress auch oxidativen Stress. Mikronährstoffe können einen wichtigen Beitrag zur Verminderung von Stressschäden leisten. Dazu zählen eine Verbesserung der psychischen Befindlichkeit, der Stresstoleranz und der Immunkompetenz, muskuläre Entspannung, eine Verstärkung der antioxidativen Kapazität, eine Verminderung der Entzündungsaktivität und eine Verbesserung des zellulären Energiestoffwechsels.

Dazu einige Beispiele, wie Mikronährstoffe bei Stress wirken können:

Studien aus den Jahren 2005 und 2007 haben gezeigt, dass eine Kombination aus Lysin und Arginin die Stresstoleranz verbessern und Angstsymptome vermindern kann.

Wissenschaftler aus Südkorea haben 2009 publiziert, dass die Taurinaufnahme eine wichtige Rolle für die Reduzierung von Stresssymptomen spielt.

Tyrosin ist die Ausgangssubstanz für die Bildung der Katecholamine und der Schilddrüsenhormone. Eine Tyrosin-Supplementierung kommt besonders dann infrage, wenn durch chronischen Stress ein Erschöpfungszustand eingetreten ist.

Magnesium ist der Anti-Stress-Mikronährstoff und kann mit Erfolg bei Übererregbarkeit, bei Unruhe und Nervosität eingesetzt werden.

Zink ist in mehrfacher Hinsicht für die psychische Befindlichkeit und Hirnleistungsfähigkeit wichtig.

Vitamin B1 ist für die Energieversorgung der Nervenzellen von zentraler Bedeutung. Verschiedentlich wurde nachgewiesen, dass eine Supplementierung von Vitamin B1 zu einer Besserung der psychischen Befindlichkeit führte, auch wenn noch kein Vitamin-B1-Mangel nachweisbar war.

Japanische Wissenschaftler publizierten 2008, dass mentaler Stress unter anderem auch die Homocysteinspiegel bei jungen Männern erhöhte. Für den Homocysteinabbau sind die Vitamine B6, B12 und Folsäure erforderlich.

Vitamin C ist an der Synthese der Katecholamine und der Steroidhormone beteiligt. Der Vitamin-C-Bedarf ist bei einer vermehrten Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin sehr hoch. Eine unzureichende Vitamin-C-Versorgung führt zu einer reduzierten Stresstoleranz.

In den letzten Jahren gibt es immer mehr Beweise dafür, dass Vitamin D auch eine wichtige Rolle für die Stimmung und für die mentale Gesundheit spielt. Vitamin D ist unter anderem an der Regulierung des Serotoninstoffwechsels beteiligt. Kanadische Wissenschaftler fanden einen Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Konzentration und Indikatoren der mentalen Gesundheit.

Es lohnt sich also, bei langanhaltendem Stress auf einen optimalen Mikronährstoffspiegel zu achten. Eine Mikronährstoff-Supplementierung sollte auf der Basis einer Mikronährstoffanalyse erfolgen. Empfehlenswert ist hier der DCMS-Neuro-Check.

Referenzen:
• Diagnostisches-centrum.de: Lysin und Stress
• Min Jung Sung, Kyung Ja Chang et al.: Correlations Between Dietary Taurine Intake and Life Stress in Korean College Students; Adv Exp Med Biol 643, 423-8, 2009
• Asuka Sawai, Naoki Kura et al.: Influence of Mental Stress on the Plasma Homocysteine Level and Blood Pressure Change in Young Men, Clinical and Experimental Hypertension 30(3):233-41
• Ivaldo Jesus Lima de Oliveira, Victor Vasconcelos de Souza et al.: Effects of Oral Vitamin C Supplementation on Anxiety in Students: A Double-Blind, Randomized, Placebo-Controlled Trial; Randomized Controlled Trial, Pak J Biol Sci, 18 (1), 11-8, Jan 2015

Beitrag von auf 3. April 2020. Abgelegt unter Ernährung. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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