Neues Informationsangebot der Stiftung Gesundheitswissen klärt zu Prävention, Hintergründen und Therapien des Vorhofflimmerns auf

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Die Stiftung Gesundheitswissen (SGW) hat ihr
Informationsangebot für Patienten um evidenzbasierte Informationen
zum Thema Vorhofflimmern erweitert. Vom Vorhofflimmern sind in
Deutschland Schätzungen zufolge 1,8 Millionen Menschen betroffen –
etwa 11% der Männer und 5% der Frauen. Die Erkrankung ist bereits
heute die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung. Experten rechnen
mit einem weiteren Anstieg, denn wichtige Risikofaktoren wie
Adipositas, Diabetes und Bluthochdruck nehmen zu. Mit ihrem
Informationsangebot will die Stiftung Gesundheitswissen Betroffene,
Angehörige und Interessierte umfassend zum Vorhofflimmern informieren
und sie bei Therapieentscheidungen unterstützen.

Vorhofflimmern geht mit einem gesteigerten Risiko für
Folgeerkrankungen, wie Schlaganfall und Herzmuskelschwäche, einher.
Das jährliche Risiko von Patientinnen und Patienten mit
Vorhofflimmern für einen Schlaganfall ist um etwa das 5-Fache
erhöht.2 „Die Vorbeugung eines Schlaganfalls hat daher eine hohe
Priorität bei uns“, erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender der
Stiftung Gesundheitswissen. Obwohl Vorhofflimmern in Deutschland
keine Seltenheit ist, gebe es noch zu wenige qualitativ hochwertige
und laienverständliche Gesundheitsinformationen dazu, so Suhr.
„Betroffene wie Angehörige benötigen diese Informationen aber, um
sich selbst ein Bild über den Nutzen oder Schaden von
Behandlungsoptionen, wie beispielsweise einem Eingriff am Herzen,
machen zu können. Das ist keine leichte Entscheidung. Gut informiert
kann man besser abwägen“, erklärt der ausgebildete Arzt. Die neue
Themen-Webseite der Stiftung Gesundheitswissen bietet neben
weitreichenden Informationen zur Entstehung, Diagnostik und Therapie
des Vorhofflimmerns auch Betroffenenberichte und Alltagshilfen für
den Umgang mit der Erkrankung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf
ausführlichen Informationen zur Vorbeugung eines Schlaganfalls bei
Vorhofflimmern.

Vorhofablation oder Medikamente – Was sagen die Studien?

Nach der Diagnose des Vorhofflimmerns besteht oft großer
Informationsbedarf – vor allem im Hinblick auf die
Behandlungsverfahren. Was beispielsweise können Medikamente gegen das
Vorhofflimmern leisten? Was ist eine Vorhofablation und welche Vor-
und Nachteile hat diese Therapie möglicherweise gegenüber einer
Behandlung mit Medikamenten? „Viele Patienten suchen ausführliche
Informationen, um sich in ihrer Therapieentscheidung sicherer zu
fühlen. Diese gibt es bislang so noch nicht aufbereitet“, so Suhr.

Entsprechend bildet das neue Informationsangebot der Stiftung
Gesundheitswissen zum Vorhofflimmern beide Therapieverfahren, die
Vorhofablation (mit einem Katheter) und die medikamentöse Behandlung,
ausführlich ab und informiert über vorliegende Studienergebnisse, die
den Nutzen und Schaden dieser Verfahren bei verschiedenen
Patientengruppen vergleichen. Ein zweiter inhaltlicher Schwerpunkt
der neuen Gesundheitsinformation „Vorhofflimmern“ liegt in der
Vermittlung von Wissen zur Abschätzung des persönlichen
Schlaganfallrisikos und im Aufzeigen möglicher Vor- und Nachteile
einer vorbeugenden Schlaganfalltherapie und der verfügbaren
Medikamente.

„Wir geben keine Therapieempfehlungen, dies kann nur der Arzt,
sondern zeigen die aktuelle Datenlage zu den jeweiligen Verfahren und
mögliche Vor- und Nachteile auf. Dies ermöglicht Betroffenen, eigene
Gesundheitsentscheidungen gut informiert gemeinsam mit dem Arzt zu
treffen“, betont Dr. Suhr.

Wo besteht Informationsbedarf?

Die wichtigen Themen und Fragestellungen aus der
Patientenperspektive wurden durch qualitative Patienteninterviews und
eine systematische Literatur- und Internetrecherche zu bestehenden
Informationsangeboten beim Vorhofflimmern aufgedeckt. „Wir wollten
keine weitere Kopie vorhandener Angebote zum Vorhofflimmern schaffen,
sondern haben analysiert: Welche Fragen haben Patienten? Was wird
noch nicht durch bisherige qualitätsgesicherte Informationsangebote
abgedeckt? Durch dieses Vorgehen konnten wir wichtige
Informationsbedarfe ermitteln. Diese Themen bilden wir in unserem
Informationsangebot schwerpunktmäßig ab“, erläutert Suhr.

Die Webseite zum Vorhofflimmern der Stiftung Gesundheitswissen ist
multimedial ausgerichtet und enthält vielfältige anschauliche Formate
und verschiedene Service-Tools, die dem Nutzer das Verständnis auch
schwieriger Sachverhalte erleichtern.

Im Überblick: Was wir bieten
– Erklärfilme:
– Wie entsteht und verläuft die Erkrankung und wie kann man das
Vorhofflimmern erkennen und behandeln?
– Warum ist das Schlaganfallrisiko beim Vorhofflimmern erhöht?
– Körper & Wissen:
– Wie messe ich meinen Puls richtig?
– Was ist ein Elektrokardiogramm (EKG)?
– Erfahrungsberichte von Betroffenen: Was bedeutet die Erkrankung
und wie gehen andere damit um?
– Schlaganfall-Risikorechner: Möglichkeit für Menschen mit
Vorhofflimmern, ihr persönliches Risiko für einen Schlaganfall
besser einzuschätzen.
– „Faktenboxen“: evidenzbasierte Auswertungen zum Nutzen und
Schaden von Behandlungsoptionen. Konkret zu:
– Katheterablation im Vergleich zur medikamentösen Behandlung.
– In Kürze erscheint: Direkte orale Antikoagulanzien (DOAKs)
verglichen mit anderen gängigen Medikamenten zur
Schlaganfallprävention, den Vitamin-K-Gegenspielern.

Mehr Informationen:

Neue Gesundheitsinformation Vorhofflimmern:
https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/vorhofflimmern.

Gesundheitsportal der Stiftung Gesundheitswissen:
www.stiftung-gesundheitswissen.de

Pressekontakt:
Una Großmann
Leiterin Kommunikation
una.grossmann@stiftunggesundheitswissen.de
www.stiftunggesundheitswissen.de
T +49 30 419549220
F +49 30 419549299

Original-Content von: Stiftung Gesundheitswissen, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 3. September 2018. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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