NOZ: Jan-Gregor Kremp war „leidenschaftlicher Messdiener“

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Jan-Gregor Kremp war „leidenschaftlicher
Messdiener“

Schauspieler: Ich fand’s chic, mit dem Weihrauchfass rumzulaufen
und alle Blicke auf mich zu ziehen – Lieber Klassenclown als
Musterschüler – Vom Strandurlaub konnte er nur träumen

Osnabrück. Schauspieler Jan-Gregor Kremp (57, „Der Alte“) war als
Schüler ein „leidenschaftlicher Messdiener“. Dies habe auch an der
„Show“ gelegen, die in der Kirche gemacht wurde, sagte er der „Neuen
Osnabrücker Zeitung“: „Ich fand’s chic, mit dem Weihrauchfass
rumzulaufen, eine liturgische Miene aufzusetzen und alle Blicke auf
mich zu ziehen.“

Er sei auch gerne zur Beichte gegangen, weil er sich danach stets
„erleichtert“ gefühlt habe, berichtete Kremp weiter. Das aber habe
sich schlagartig geändert, als ihn sein Beichtvater eines Tages mit
den Worten „Schönen Gruß zu Hause, Jan“ verabschiedet habe: „In dem
Moment war mir klar, dass ich dem nicht mehr meine Sünden erzählen
kann. Fortan ging ich dahin und hab mir so was ausgedacht wie ,Ich
hab meiner Mutter nicht beim Abwasch geholfen‘ und ähnlich
Belangloses.“

Der streng katholische Vater prägte Kremp und seine fünf
Geschwister auch in anderer Hinsicht: „Was aus Amerika kam, fand er
oft nicht so toll, Kaugummis und Jeanshosen also auch. Das musste
nicht sein. Und deshalb habe ich mich immer danach gesehnt – genauso
wie nach einem Urlaub, in dem wir nur richtig blöd am Strand
rumliegen. Aber den gab’s bei uns nicht. Wenn überhaupt, fuhren wir
unserem Ford Transit voll besetzt durch die Gegend von einer Kirche
zur nächsten, sangen mehrstimmige Lieder und immer hieß es: Ist das
nicht schön?“

In der Schule sei er eine „faule Sau“ gewesen, räumte der
Schauspieler ein: „Als ich zum Studieren weggezogen bin, hat meine
Mutter in meinem Zimmer ein noch eingeschweißtes Bio-Buch aus meinem
Leistungskurs gefunden. Im Nachhinein bin ich nicht wirklich stolz
darauf, denn ich habe ein paar ganz schöne Lücken. Wenn ich zum
Beispiel in Französisch die Zeit einfach nur ein bisschen besser
genutzt hätte, dann hätte ich viel mehr mitnehmen können.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 11. Mai 2019. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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