NOZ: “Lucilectric”-Star Luci van Org: Die Fetisch-Fotos habe ich nie bereut

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“Lucilectric”-Star Luci van Org: Die
Fetisch-Fotos habe ich nie bereut

Sängerin des Superhits “Mädchen” besitzt heute eigenes Tonstudio –
“,Mädchen’ hat mir so viel Glück gebracht”

Osnabrück. “Lucilectric”-Star Luci van Org (“Mädchen”) hat nie
bereut, im Jahr 2000 für das Magazin “Marquis” Fotos in knapper
Latexkleidung gemacht zu haben. “Nein, ich bin total stolz darauf. Es
war eine Phase der nochmaligen sexuellen Befreiung”, sagte van Org in
einem Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. “Als bisexuell
hatte ich mich ja schon 1996 geoutet, das war also durch”, sagte die
Berlinerin weiter. “Fetisch-Fotos kamen da gerade recht, es hat auch
viel Spaß gemacht. Und ich fand die Bilder sehr schön.” Die Fotos
hatten vor allem in der Boulevardpresse für viel Aufregung gesorgt,
bis heute findet man sie im Internet. Dass ihr Sohn (13) auf die
Fotos angesprochen werden könnte, mache ihr aber keine Sorge, so die
47-Jährige: “Nein. Und selbst wenn. Die Fotos, die es von mir im Netz
gibt, kennt er alle. Und darunter ist nicht ein einziges Nacktfoto,
denn solche Fotos gibt es von mir nicht.”

1994 wurde das Lied “Mädchen” in Deutschland zum Superhit und Luci
van Org mit ihrer Band “Lucilectric” über Nacht zum Star. Ein
bisschen “Mädchen” sei sie immer noch, sagte van Org, heute
Musikproduzentin mit eigenem Studio, in dem Interview weiter. “Dass
eine Frau solche Sachen ausspricht, dass sie ein Recht auf ein
eigenes Sexualleben hat, dass sie sich ihre Partner selbst aussucht,
dass sie daran auch noch Spaß hat – das war damals eine Sensation”,
erinnert sie sich.

Bis heute ist “Mädchen” sehr bekannt, vielen fallen spontan Text
und Melodie ein, sobald sie den Namen Luci van Org hören. Seither
habe sie sich weiterentwickelt, doch nerven würde der Hype um das
Lied keineswegs, so die Sängerin. “Dafür macht ,Mädchen’ viel zu viel
Gutes. Ich habe so viele entzückende Geschichten gehört von Leuten,
denen es ganz viel bedeutet. Ich würde es nicht wagen, über dieses
Stück etwas Schlechtes zu sagen, weil es mir so viel Glück und
Schönes gebracht hat.”

Allerdings sei das Frauenbild in “Mädchen” aus heutiger Sicht
antiquiert, schließlich sei es ja auch 24 Jahre her, seit sie es
gesungen habe. Dennoch wünsche sie sich, in diesen Jahren sei mehr
passiert in Sachen Gleichstellung von Mann und Frau. “Ich bin gerne
Frau”, sagte van Org. “Aber ich habe immer einen Kampf gekämpft, mich
dadurch nicht einschränken zu lassen, gerade in meinem Beruf. Dort
ist es immer noch ein Kampf und immer noch ein Thema.” Insbesondere
in ihrer Rolle als Musikproduzentin stoße sie “ständig” an die
berüchtigten gläsernen Wände. Und wie reagiert sie in solchen Fällen?
“Mittlerweile mit aller Härte. Wenn mir heute in guter, alter Manier
ein Mann ein Mischpult erklärt, erzähle ich ihm anschließend, wie
viele ich von den Geräten zu Hause habe und wie viele Platten ich
schon produziert habe.”

Luci van Org lebt mit ihrem Mann, Regisseur Axel Hildebrand, und
ihrem Sohn in ihrer Heimatstadt Berlin.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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Beitrag von auf 15. Dezember 2018. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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