NOZ: NOZ: Anna Maria Mühe wollte als Kind Gerichtsmedizinerin werden

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Anna Maria Mühe wollte als Kind
Gerichtsmedizinerin werden

Weil Vater Ulriche Mühe vom Dreh des “letzten Zeugen” immer
Requisiten mit nach Hause brachte – Viel Spaß an häufigen Umzügen –
Mitschüler waren neidisch auf junge Schauspielerin

Osnabrück. Obwohl Schauspielerin Anna Maria Mühe schon mit 15 für
den Film entdeckt wurde, hat sie in ihrer Kindheit und Jugend auch
von anderen Berufen geträumt: “Als mein Vater angefangen hat, ,Der
letzte Zeuge’ zu drehen, hatte ich plötzlich den Spleen,
Gerichtsmedizinerin werden zu wollen,” sagte die 31-Jährige der
“Neuen Osnabrücker Zeitung” (Samstag). “Das lag wohl daran, dass er
ständig Requisiten wie Hände und Ohren mit nach Hause gebracht hat.”
Das habe sie interessant gefunden, berichtete die Tochter des 2007
verstorbenen Ulrich Mühe, der in der ZDF-Serie “Der letzte Zeuge” die
Hauptrolle spielte.

Mittlerweile ist Anna Maria Mühe selbst Mutter einer dreijährigen
Tochter und schwärmt in den höchsten Tönen von ihrem Kind: “Meine
Tochter hat mir einfach einen unglaublichen Lebenssinn gegeben, sie
hat mein Leben lebenswerter gemacht. Ich liebe es, dass der Beruf
nicht mehr an erster Stelle steht, sondern jetzt die Familie.”

Eine Erfahrung aus ihrer eigenen Kindheit würde die Schauspielerin
gern auch ihrer Tochter zuteilwerden lassen: “Was ich im Nachhinein
toll finde, auch wenn es anstrengend war, ständig umzuziehen und
achtmal die Schule zu wechseln: Ich habe eine große Offenheit für
neue Situationen und neue Menschen gelernt. Das würde ich meiner
Tochter auch gerne mitgeben: Offen bleiben und nicht nur stur seinen
Weg gehen, interessiert sein auch an anderen Lebensformen und
Menschen.”

Weniger gute Erinnerungen hingegen hat sie an die Reaktionen ihrer
Mitschüler auf die Tatsache, dass sie bereits als 15-Jährige im
Kinofilm “Große Mädchen weinen nicht” ihre erste Hauptrolle spielte:
“Dieses Alter ist ziemlich von Neid geprägt. Und wir hatten
dummerweise auch noch direkt vor der Schule eine Litfaßsäule stehen,
an der sowohl mein erster als auch mein zweiter Film mit Bildern von
mir plakatiert war. In dem Alter ist es wohl schwierig, Freude und
Erfolg zu teilen und dem anderen nur das Beste zu wünschen.”

Womöglich hat auch diese Erfahrung dazu beigetragen, dass Anna
Maria Mühe heute Stärke als einen der wichtigsten Werte betrachtet:
“Für mich bedeutet Stärke, auf sich und sein Gefühl zu hören und
dafür auch mal durch Wände gehen zu müssen. Dafür einzustehen, was
man möchte, auch wenn es nicht allen Menschen gefällt. Das ist nicht
immer leicht, aber im Nachhinein meistens richtig gewesen.”

Am 10. Und 17. Oktober ist Anna Maria Mühe im ZDF-Zweiteiler
“Familie!” zu sehen.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabr?cker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 1. Oktober 2016. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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