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Moritz Bleibtreu: Ich bin ein Ordnungsfanatiker

Schauspieler erträgt weder eine unaufgeräumte Wohnung noch
dreckige Aschenbecher – 45-Jähriger guckt “jede Koch-TV-Sendung, die
es gibt” – niemals Märchen vorgelesen

Osnabrück. Schauspieler Moritz Bleibtreu hat sich als
Ordnungsfanatiker geoutet, bei dem ein Abwasch “nicht einmal fünf
Minuten” herumstehen darf: “Ich bin ein sehr organisierter Mensch und
hasse Unordnung”, sagte der 45-Jährige im Interview mit der “Neuen
Osnabrücker Zeitung” (Samstag). “Eine unaufgeräumte Wohnung ertrage
ich nicht lange,” fügte Bleibtreu hinzu. “Und dreckige Autos hasse
ich wie die Pest. Da muss immer alles schön sauber sein. Selbst der
Aschenbecher.”

Seine Ordnungsliebe liege “wahrscheinlich daran, dass ich in
relativ chaotischen Umständen groß geworden bin. Das Leben in meiner
Kindheit war nicht gerade geordnet. Ich habe sehr früh so einen
Ordnungs-Tick entwickelt. Je geordneter die Welt um mich herum ist,
desto verrückter kann ich sein”.

Leidenschaftlich gern stehe er in der Küche, berichtete Bleibtreu
weiter: “Das Kochen ist mein großes Hobby. Es macht mir sehr viel
Spaß, für meine Familie und für Freunde zu kochen und sie zu
verwöhnen. Das Kochen ist mein einziger Zeitvertreib, der nicht mit
meinem Beruf zu tun hat. Ich bin wohl auch der größte Koch-TV-Junkie,
den es gibt. Ich gucke wirklich jede Sendung, die es gibt.” Besonders
habe es ihm Tim Mälzers “Kitchen impossible” angetan.

Der Schauspieler, der ab 20. Oktober im Kino-Märchenfilm “Das
kalte Herz” zu sehen ist, bekannte sich dazu, seinem Sohn niemals
Märchen vorgelesen zu haben: “Ich halte nicht so viel von Märchen.
Die meisten Märchen sind ja – streng genommen – Geschichten für
Erwachsene. Gerade die deutschen Märchen kommen aus einer Zeit, als
sie als erzieherische Maßnahme galten. Die Leute haben ihre Kinder
damals noch geschlagen. Das war völlig normal. Man hat Kinder im
wahrsten Sinne erzogen, deswegen mag ich auch dieses Wort nicht. Da
steckt ja das Wort ziehen drin.”

Märchen – vor allem die der Gebrüder Grimm – sind nach Bleibtreus
Worten “zu 95 Prozent Moralkeulen, mit denen man Kindern Angst
gemacht hat. Im Jahre 2016 sollte man so weit sein, dass man Kindern
nicht einfach sagt ,du darfst nicht in den Wald’, sondern erklärt,
warum es vielleicht nicht so schlau ist, allein in den Wald zu
gehen”.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabr?cker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 15. Oktober 2016. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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