Sicher schlafen im Hotel: Bettenhygiene in Corona-Zeiten

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Im Rahmen der aktuellen Ausgabe von connectedby, einem Talkformat des Fachmagazins „Cost & Logis“, diskutiert Moderator Jens Riemann mit seinen Gästen das Thema Hygiene im Hotel. Unter dem Titel „Neue Hygiene im Hotel – kann die Branche wirklich liefern?“ entwickelte sich eine rasante Debatte.
Der Talk wurde mit der Fragestellung eröffnet, wie die Realität in Bezug auf die umzusetzenden Hygienekonzepte in der Hotellerie zurzeit aussieht. Chefredakteur von „Schlafen Spezial“, Buchautor, Hygiene- und Bettenexperte Jens Rosenbaum ist überzeugt, dass die Konzepte überwiegend mehr als gefordert und sehr gewissenhaft umgesetzt werden. Defizite hingegen bestünden dort, wo dem Housekeeping nicht die benötigte Zeit gegeben wird und nicht jeder über die benötigte Ausbildung verfügt.
Bei der Hygiene in Bezug auf das Hotelbett selbst werden unterschiedliche Konzepte verfolgt. So waren beispielsweise bei den Hotel-Betten-Tests von Jens Rosenbaum in Deutschland und der Schweiz zwar in allen Hotels Hygieneschutzbezüge ¬- auch Encasings genannt ¬- für die Matratzen im Einsatz, einige hatten aber auch die Kissen mit einem solchen Schutzbezug ausgestattet. Zudem gab es Hotels, die über Matratzen mit einem abnehmbaren Bezug verfügten, damit dieser extra gewaschen werden kann.

„Das ist wichtig, denn ein Hygieneschutzbezug für die Matratze bietet keinen 100-prozentigen Schutz vor Verschmutzung der Matratze. So ein Hygieneschutzbezug speziell für die Matratze hat aber auch Nachteile, gerade was die Dampfdurchlässigkeit anbelangt, da es sich im Prinzip um eine Plastikfolie mit mehr oder weniger Membraneigenschaft handelt. Nicht ohne Grund wird deshalb oft vom ?Schwitzeffekt‘ bei Encasings gesprochen. Mittlerweile gibt es aber die Möglichkeit, die Matratzen tatsächlich vollständig zu waschen“, so Jens Rosenbaum.
Der Autor des Buches „Das Hotel-Bett“ weist jedoch darauf hin, dass gerade durch solche Maßnahmen in der derzeitigen Corona-Situation den Gästen nicht nur ein hoher hygienischer Standard geboten werden kann; sondern vor allem ein sehr guter Schlafkomfort.
In Bezug auf die vielerorts vorbildlich umgesetzten Hygienekonzepte und das Beherbergungsverbot zweifelt Jens Rosenbaum an den derzeit umstrittenen Maßnahmen in Deutschland: „Es ist bis jetzt nach wie vor nicht bekannt, dass sich ein Hotelgast im Bett mit Covid-19 im Bett infiziert hat.“

Zu den Schwerpunkten der Talk-Runde gehörten die Fragestellungen, wie sich Mehraufwand für neue Hygiene-Konzepte mit erheblichen Umsatzausfällen in der Pandemie vereinbaren lässt und wie der Hotellerie der Balance-Akt zwischen „neuer Normalität“ und alter Gemütlichkeit gelingt.

Jens Rosenbaum ist Verfasser der Studie Hotel-Bett-Hygiene und veröffentlicht den Hotel-Betten-Test. Der Journalist und Verleger, Fachbuchautor und Herausgeber von Schlafen Spezial war im Laufe seiner Karriere zunächst für Unternehmensberatungen im In- und Ausland tätig. Sein Weg führte ihn von Krankenhäusern über den Großhandel und die Industrie schließlich zur Hotellerie. Jens Rosenbaum hat Mathematik und Wirtschaftswissenschaften studiert und ist seit gut 25 Jahren in den Bereichen Gesundheit sowie Bett und Schlafen engagiert.

Zu den weiteren Gästen der Talk-Runde von connectedby mit dem Schwerpunkt Hygiene in der Hotellerie zählten Felizitas Denz, Hotel Manager East Group, Jens Sroka, Geschäftsführender Gesellschafter der Heimathafen Hotels und Moritz Klein, Area General Manager der Steigenberger-Gruppe.

connectedby ist der Experten-Talk für die Hotellerie. Die Videos der hochrangig besetzten Talk-Runden werden auf der News-Plattform von Cost & Logis sowie auf diversen Social Media Plattformen veröffentlicht.

Beitrag von auf 30. Oktober 2020. Abgelegt unter Urlaub & Reisen. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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