Slow Food mit kleinem Fußabdruck auf den Almen der Lagorai

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Familie beim Wandern in Vezzena (c) StoryTravelers (TVB Valsugana Lagorai)
 

Zum Wandern im Valsugana gehört das Einkehren in den bewirtschafteten Almen unbedingt dazu. Aus der frischen Bergmilch werden Butter, Joghurt oder „Slow Food Almkäse“ wie Tosella, Ricotta oder Caciotte selbst gemacht. Zwischen Mai und Oktober ist Zeit zum Verkosten vor Ort.
Das Valsugana hat als weltweit erstes Reiseziel eine Zertifizierung für nachhaltigen Tourismus nach den GSTC-Kriterien erhalten. Das touristische Angebot wird maßgeblich von der Tatsache mitbestimmt, dass man die Natur und Kultur dieser Region bewahren und ein Bewusstsein für das Echte und Erhaltenswerte schaffen will. Dazu zählen auch die typischen Almhütten aus Stein und Holz hoch oben in der Lagorai-Bergkette des Valsugana. Eine Rast auf diesen teilweise uralten Almen gehört zum Wandererlebnis einfach dazu.
Frühmorgens auf der Alm
Dabei sein, wenn Almkäse hergestellt wird, beim Melken zusehen, frische Molke und Butter kosten und den Blick über die Gipfel schweifen lassen: Das kann man neuerdings auch zur „Morgendämmerung auf der Alm“. Große und kleine Almwanderer packen dabei schon vor Tagesanbruch kräftig mit an und helfen den Sennern bei der morgendlichen Arbeit. Zum Lohn gibt es ein köstliches Frühstück mit Milch und Butter, Käse und Topfen, frisch gebackenem Brot, hausgemachten Marmeladen und Tee aus selbst gesammelten Kräutern (Termine 12.07.20: Malga Casapinello, 23.08.20: Malga Cassabolenga – jeweils beschränkte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich).
Vom Panarotta über die Vezzena zum Broconpass
Die traumhaften Almen-Wanderreviere für die ganze Familie liegen nördlich und südlich des Brenta-Flusses und lassen sich bei Halb- oder Tagestouren entdecken. Etwa die vielen Almen oberhalb von Levico unter dem Panarotta-Gipfel oder um den Paraglider-Platz in Vetriolo. Auch auf der Südseite des Valsugana werden Almwanderer auf den Hochebenen von Vezzena und Marcesina fündig. Besonders urig und waldreich sind die Almen im östlichen Valsugana um den Broconpass. Im Val Calamento liegt das einzige WWF-Naturschutzgebiet mit einer wunderschönen Almenregion und leichten bis anspruchsvollen Wanderrouten.
Sommerfrische bei der Adoptivkuh im Valsugana
Auf den 16 Almen nördlich und südlich des Valsugana verbringen etwa 150 Kühe die Sommerweidezeit. Im Folder „Adoptiere eine Kuh“ sind die Prachtexemplare samt Identitätsausweis und Hufabdruck abgebildet: Gäste können jede von ihnen um 60 Euro pro Saison „adoptieren“. Zehn Euro davon gehen an einen wohltätigen Zweck. Die restlichen 50 Euro können die „Adoptiveltern“ zwischen Mitte Juni und Mitte September in Form von Butter und Käse einlösen, wenn sie ihre Kuh auf der Alm besuchen. Für Familien ist das ein besonders nachhaltiges Urlaubserlebnis und eine besonders originelle Geschenksidee. www.visitvalsugana.it/adottaunamucca
Tipps aus der Valsugana Card
Montag: 14 Uhr: Führung am Panarotta-Gipfel – Festung Busa Grande – Dienstag + Donnerstag: 9 Uhr: Senner für einen Tag (Milch & Käse) – Mittwoch: 9.30 Uhr: Geführte Bike-Tour – Donnerstag: 8.30 Uhr: Geführte Wanderung auf den Pizzo di Levico – Bustransfer – Freitag: 8.45 Uhr: E-Bike-Tour auf der Tesiner Hochebene; 9 Uhr: Morning Warm up – Levico Terme; 9.30 Uhr: Bike-Tour rund um die Seen; 13.00 Uhr: Geführte MTB-Tour – Levico Terme; Samstag: 8.30 Uhr: Wanderung zum Presee oder den Gipfel der Rocchetta – Roncegno Terme
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Beitrag von auf 11. Februar 2020. Abgelegt unter Urlaub & Reisen, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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