Unterhaltung/Streaming/MDR / MDR dreht erstmals Serien für den Stream statt fürs Fernsehen

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Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) produziert in diesem Jahr zum ersten Mal Serien, die nicht für das klassische Fernsehen, sondern für den Streaming-Abruf in der Mediathek gedacht sind. Das kündigte MDR-Intendantin Karola Wille in der Mitteldeutschen Zeitung (Mittwochausgabe) an. In den drei MDR-Staatsvertrags-Ländern Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen ist jeweils eine Serie angesiedelt. Bis zum Jahresende soll die Produktion abgeschlossen sein, 2022 sind die Mehrteiler dann in der ARD-Mediathek zu sehen.

Von einer „Streaming-Offensive“ spricht der MDR. Derzeit wird der Markt von Anbietern wie Netflix oder Amazon Prime Video dominiert. „Unser Auftrag ist es, hochwertige Angebote für alle Teile der Bevölkerung zu machen“, sagte Intendantin Karola Wille der MZ. „Deshalb müssen wir uns fragen, welche Gruppen wir derzeit zu wenig ansprechen und erreichen.“ Die neuen Streaming-Serien zielten daher auf Familien und jüngere Menschen. Der MDR wolle seine Serienkompetenz nun auch fürs Netz nutzen und dort „Gesprächsstoff und Identifikationsmöglichkeiten bieten“, verspricht Wille.

„Ollewitz“ heißt die in Sachsen-Anhalt spielende Serie, benannt nach einem fiktiven Ort in der Braunkohleregion. Um „Fußball, Familie und das Dorfleben“ soll es gehen, kündigt der MDR an. „Wir wollen ein ländliches Lebensgefühl erzählen“, sagte Johanna Kraus, Redaktionsleiterin für Fernsehfilm beim MDR. „Es geht um die Frage, was Menschen in einer Gegend, in der wenig Infrastruktur vorhanden ist, hält.“ Eine heimliche Hauptrolle soll der lokale Dialekt spielen. Für die Dreharbeiten hatte der MDR Komparsen in der Region gesucht.

In Sachsen wird die Serie „Straight Outta Crostwitz“ gedreht, das Vorhaben in Thüringen heißt „Die Pflegionärin“. Wie viel die Online-Projekte kosten, lässt MDR-Intendantin Wille offen. „Für Streaming-Serien werden wir keine zusätzlichen Mittel verwenden, sondern umschichten“, sagte sie. Das Budget entspreche dem von TV-Serien.

Pressekontakt:

Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

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Beitrag von auf 8. September 2021. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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