Viele Menschen denken, dass sie mit 50 nicht mehr in der Lage sind, einen Wanderurlaub zu genießen. Das ist ein Irrtum, wenn du grundlegend gesund bist, kannst du auch mit 50 oder sogar 60 noch zu einem Urlaub auf den eigenen Füßen aufbrechen. Ein paar Grundlagen gibt es allerdings schon zu beachten, denn damit kommst du am besten an.
Lass dir eine altersangemessene Reise von einem Veranstalter planen
Du musst dein Abenteuer nicht komplett im Alleingang organisieren und dich mit schwerem Gepäck über steile Pässe quälen. Spezialisierte Reiseveranstalter kreieren maßgeschneiderte Routen, die genau auf deine Fitness und deine Wünsche abgestimmt sind. Der größte Vorteil hierbei ist der organisierte Gepäcktransport von Unterkunft zu Unterkunft.
Du wanderst tagsüber nur mit einem leichten Tagesrucksack, in dem du deine Verpflegung und eine Regenjacke verstaust. Das schont deinen Rücken, entlastet die Bandscheiben und schützt deine Kniegelenke vor Überlastungen.
Am Abend nimmst du dein Hauptgepäck einfach in der vorgebuchten, komfortablen Unterkunft in Empfang, wo du dich optimal regenerieren kannst.
Suche nach kühleren Reiseregionen
Große Hitze setzt dem Kreislauf mit zunehmendem Alter schneller zu, weshalb du die Wahl deines Reiseziels überlegt angehen solltest. Ein Wanderurlaub in Rumänien bietet dir beispielsweise in den schattigen Wäldern der Karpaten ein herrlich mildes Klima und unberührte Natur abseits der großen Touristenströme.
Auch ein Wanderurlaub in Slowenien ist eine exzellente Wahl, da die alpinen Regionen rund um den Triglav-Nationalpark oder die verträumten Täler auch im Hochsommer angenehme Temperaturen bereithalten.
Das Wandern in schattigen Bergwäldern oder entlang frischer Flussläufe schützt dich vor Überhitzung und sorgt dafür, dass deine Leistungsfähigkeit über den gesamten Tag hinweg stabil bleibt.
Lass dich einmal von deinem Arzt durchchecken
Bevor du die Wanderschuhe schnürst und die erste große Tour startest, gehört ein Besuch in der Arztpraxis zum Pflichtprogramm. Ein kurzer Check-up von Herz, Kreislauf und dem Bewegungsapparat gibt dir die nötige Sicherheit für dein Vorhaben.
Dein Arzt kann dir wertvolle Hinweise geben, welche Belastungsgrenzen du einhalten solltest.
Besonders wenn du regelmäßig Medikamente einnimmst oder unter leichten Gelenkbeschwerden leidest, hilft dir die medizinische Beratung bei der optimalen Vorbereitung.
Mit dem grünen Licht des Mediziners im Hinterkopf wanderst du mental völlig unbeschwert und kannst dich voll auf die Landschaft konzentrieren.
Schätze die Tagesetappen realistisch ein
Weniger ist oft mehr, wenn du lange Freude an deiner Reise haben möchtest. Plane deine täglichen Gehzeiten so, dass du nicht am späten Abend völlig erschöpft an deiner Unterkunft ankommst. Eine realistische Distanz für den Einstieg liegt meist zwischen drei und fünf Stunden reiner Gehzeit, wobei du genügend Puffer für ausgiebige Pausen einplanen solltest.
Berücksichtige bei der Auswahl der Wege nicht nur die reine Kilometeranzahl, sondern schaue dir die Höhenprofile der Etappen ganz genau an. Steile Auf- und Abstiege kosten viel Kraft und beanspruchen die Muskulatur anders als flache Strecken. Wenn du entspannt startest, hast du unterwegs Zeit zum Fotografieren, Genießen und Einkehren.
Bereite dich ein paar Wochen zuvor bereits vor
Ein Wanderurlaub beginnt nicht erst am Tag der Abreise, sondern erfordert ein kleines Vorbereitungstraining in deinem Alltag. Beginne etwa sechs bis acht Wochen vor dem Urlaub damit, längere Spaziergänge in deine wöchentliche Routine einzubauen.
Nutze jede Treppe statt des Aufzugs und absolviere am Wochenende ausgiebige Tagesausflüge in deiner Umgebung. Trage bei diesen Vorbereitungstouren bereits die Wanderschuhe und den Rucksack, die du auch im Urlaub nutzen möchtest.
So gewöhnst du deinen Körper an das zusätzliche Gewicht und läufst deine Schuhe perfekt ein, um schmerzhafte Blasen auf der eigentlichen Reise effektiv zu vermeiden.