Was lesen Sie denn da? – Bücherlesen im öffentlichen Raum macht neugierig / Repräsentative Vorsicht Buch!-Umfrage unter 5.000 Deutschen ab 14 Jahren (FOTO)

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Ist es neugierig, kontaktfreudig oder einfach nur indiskret und
peinlich, einen Leser am Strand, im Schwimmbad oder im Zug auf das
dicke Buch anzusprechen? Neugierige Baden-Württemberger schlagen
dabei gehemmte Saarländer. „Was lesen Sie denn da?“ – Immerhin 16,6
Prozent der Baden-Württemberger finden diese Frage gar nicht peinlich
und erkundigen sich nach dem Inhalt des gelesenen Buches. In feiner
Zurückhaltung üben sich dagegen die Saarländer mit mageren 4,7
Prozent, der Bundesdurchschnitt liegt bei 13,5 Prozent. Das ergab
eine Umfrage unter 5.000 Deutschen ab 14 Jahren im Auftrag von
Vorsicht Buch!, der Kampagne der deutschen Buchbranche.

Muss man sich um das Saarland Sorgen machen? „Ganz und gar nicht“,
meint Brigitte Gode, Inhaberin der Buchhandlung Gollenstein in der
saarländischen Kur- und Barockstadt Blieskastel. „Man muss den
Saarländern nur laut vorlesen, dann steigen sie ein! Am Welttag des
Buches haben wir in der Stadt Schüler vorlesen lassen: Jeder blieb
stehen und fing ein Gespräch an!“

Prinzipiell neugierig auf den Lesestoff der anderen sind eine
ganze Menge der Befragten. 57,5 Prozent versuchen wenigstens, den
Buchtitel zu erspähen. Frauen sind mit 62,4 Prozent dabei deutlich
neugieriger als Männer, die es auf einen Durchschnitt von 52,3
Prozent bringen. Die Teenager sind beim heimlichen Erspähen
Spitzenreiter mit 70,5 Prozent, die über 60-Jährigen sind mit einem
Anteil von 48,2 Prozent gelassener geworden.

Wie ist denn das Buch? Ist es wirklich so gut? Am Urteil der
Lesenden interessiert sind viele der Befragten. Doch, so zeigt sich,
wünschen ist hier stärker als tun: Fragen, ob das Buch denn gut ist,
würden gerne 24,6 Prozent aller Befragten. Es tatsächlich tun, das
machen dann aber nur 16,5 Prozent. Am direktesten sind dabei die
Rheinland-Pfälzer: Hier schreiten 20,5 Prozent der Befragten zur Tat
und sprechen den Lesenden an. Die zurückhaltenden Thüringer oder auch
die Hamburger können sich da eine Scheibe Kontaktfreudigkeit
abschneiden. In Hamburg ist man mit 9,7 Prozent nämlich nur ein
kleines bisschen weniger zurückgenommen als Schlusslicht Thüringen
mit 9,6 Prozent der Befragten.

Richtig gern nach der Qualität der Lektüre fragen, das würden 31,7
Prozent der Befragten in Mecklenburg-Vorpommern. Wesentlich weniger
scharf auf das Urteil der Lesenden sind die Bayern, die mit grade mal
20,9 Prozent hier das Schlusslicht bilden. Ist den Bayern also alles
Wurscht? Beate Laufer-Johannes, Inhaberin der Bücherinsel in
Frauenaurach bei Erlangen: „Aber nein! Den Bayern ist natürlich nicht
alles wurscht. Wir leben nur nach dem Motto ‚Lesen und Lesen
lassen‘!“

Die Umfrage wurde im Mai 2015 im Rahmen der Kampagne Vorsicht
Buch!, einer Initiative der deutschen Buchbranche, von Research Now®
durchgeführt. Auftraggeber ist der Börsenverein des Deutschen
Buchhandels e.V.

Downloads:
Die detaillierten Umfrageergebnisse und eine Infografik zur
Pressemitteilung können abgerufen werden unter http://ots.de/NmCyp

Über die Initiative Vorsicht Buch!:
Vorsicht Buch! ist eine bundesweite Initiative der gesamten deutschen
Buchbranche, die im März 2013 auf der Leipziger Buchmesse startete.
Verantwortlich für die Kampagne ist der Börsenverein des Deutschen
Buchhandels e.V. Ziel von Vorsicht Buch! ist es, Menschen für Bücher
zu begeistern und den Buchhandel vor Ort zu stärken.
www.vorsichtbuch.de | www.facebook.de/vorsichtbuch

Pressekontakt:
Margarete Schwind
E-Mail: ms@schwindkommunikation.de
Telefon: 030/ 31 99 83 20

Beitrag von auf 18. August 2015. Abgelegt unter Freizeit, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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