WAZ: Marnis Glück und was es uns sagt. Kommentar von Petra Koruhn

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Marni lebt. Ein größeres Geschenk kann es nicht
geben. Mit der Mutter freuen sich viele, die das Schicksal des
todkranken Babys verfolgt haben. Man hält inne, wenn man das Foto von
Mutter und Kind sieht, das so viel Glück ausstrahlt. Hinter dem Bild
steckt eine Geschichte von Bangen und Hoffen. Denn Marni war so
krank, dass sie ohne neue Leber gestorben wäre. Für Marnis Mutter war
es das Normalste der Welt, ihrem Kind zu helfen. Wie für die meisten
Mütter war es für sie ganz normal, ihr einen Teil von ihr zu geben.
Zum Glück kam sie als Lebend-Spenderin infrage. Die Ärzte wollten der
jungen Frau zunächst die schwere Operation ersparen. Sie setzten
darauf, dass es schon ein fremdes Spender-Organ geben wird. Doch es
gab keins. Weil immer weniger spenden, weil die Warteliste lang ist:
Über 2000 Menschen warten in NRW auf ein Organ. Was wäre gewesen,
wenn Marnis Mutter nicht als Lebend-Spenderin infrage gekommen wäre?
Wer sich diese Frage stellt, wird trotz aller Skandale in der
Transplantationsmedizin froh sein, Spender zu sein – oder zu werden.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

Beitrag von auf 28. Februar 2014. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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