WESTFALEN-BLATT (Bielefeld): Kommentar zum Umgang mit dem Coronavirus im Sport

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Die Reaktion des Sports auf die Empfehlung von
Gesundheitsminister Jens Spahn ist eindeutig. Kölns Sportchef Horst Heldt etwa
spricht beim Umgang mit dem Coronavirus von “konsequent inkonsequentem”
Verhalten, Fußballboss Christian Seifert kritisiert, dass vieles “nicht zu Ende
gedacht” sei. Und Spahns Parteikollege Frank Steffel (Präsident des
Handball-Erstligisten Füchse Berlin) meint: “Wenn wir bei jedem Grippevirus
zukünftig Sportveranstaltungen verbieten wollen, brauchen wir keine
Sportveranstaltungen mehr durchzuführen.”

In der Tat macht der zu erwartende Flickenteppich von Entscheidungen gerade
nicht den Eindruck, dass sich die sowieso schon unübersichtliche Situation so
bessern oder die allgemeine Verunsicherung reduziert werden könnte. Letztlich
wird gerade die Verantwortung nur munter hin und her gepasst. Mal soll der
Veranstalter entscheiden, findet etwa die Stadt Köln. Mal die Behörde.

CDU-Mann Steffel hat recht: Bleibt der Umgang mit dem Coronavirus der Maßstab,
war es das mit dem Sport. Denn in jeder Grippesaison sterben zwischen Hunderten
(aktuell über 200) bis zu 20.000 Menschen (2017/18 zum Beispiel 25.100) in
Deutschland. Abgesagt wurde deshalb bisher – nichts.

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Oliver Kreth
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Beitrag von auf 9. März 2020. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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