Westfalen-Blatt: Kommentar zur Polizeiarbeit nach der Attacke in Augsburg

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Ein Mensch ist totgeschlagen worden. Die Polizei hat binnen
zwei Tagen die mutmaßlichen Täter ermittelt. Haftbefehle wurden erlassen.
Zumindest nach der schrecklichen Tat von Augsburg scheint vieles gut gelaufen zu
sein. Dennoch wird die Polizei kritisiert. Für einige Menschen ist es inzwischen
am wichtigsten, zu erfahren, ob ein Täter ein Flüchtling ist oder zumindest
einen Migrationshintergrund hat. Die Verschwörungstheorie lautet, dass über
solche Täter nichts bekannt werden soll. Welche geheime Macht auch immer dies
durchsetzen könnte.

Es ist zwar leider wirklich so, dass sich manche Innenminister,
Polizeiverantwortlichen und auch Journalisten schwertun, stets Ross und Reiter
zu nennen, wenn es um Verdächtige geht. Der auch nach einer Änderung noch
übervorsichtige Pressekodex und die Auslegungspraxis des Presserats sind da eher
hinderlich als hilfreich.

Im Augsburger Fall jedoch hat die Polizei einfach das Wichtigste zuerst
erledigt: Sie hat die mutmaßlichen Täter geschnappt – und erst dann
diskriminierungsfrei über türkische, libanesische und italienische Wurzeln
gesprochen. Einer Debatte über mehr Polizeipräsenz und Videoüberwachung steht
das alles nicht im Wege.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Thomas Hochstätter
Telefon: 0521 585-261
wb@westfalen-blatt.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/66306/4463489
OTS: Westfalen-Blatt

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Beitrag von auf 9. Dezember 2019. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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