Zahnimplantate bei Kindern – wann sinnvoll?

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Ludwigshafen, 31.03.2019 – Zahnimplantate bei Kindern – aktueller Stand

Zahnimplantate bei Kindern sind vor allem aufgrund des noch nicht abgeschlossenen Kieferwachstums unter Zahnärzten umstritten. Gründe, wie die psychosoziale Entwicklung des Patienten sowie die eingeschränkte Kaufunktion, sprechen für die Implantation. In der Praxis muss jeder Patient individuell begutachtet werden.

Zahnimplantate werden nach Wachstumsabschluss, also ungefähr ab dem Alter von 18 Jahren, gesetzt. Aufgrund von Zahnverlust durch Karies, Unfall oder durch eine fehlende Anlagen für einzelne Zähne, können auch in früherem Alter Implantate notwendig sein. Die künstlichen Zahnwurzeln sind dabei Ersatz für die fehlenden, und sollen im Idealfall viele Jahrzehnte lang halten. Doch Zahnimplantate bei Kindern sind ein Thema mit divergierenden Meinungen.
Was spricht gegen Zahnimplantate bei Kindern?

Als größtes Kontra-Argument für Zahnimplantate bei Kindern ist zu nennen, dass das Wachstum des Kiefers noch nicht abgeschlossen ist. Mädchen haben die Wachstumsphase mit ca. 16 Jahren beendet, Jungen im Durchschnitt mit 18 Jahren. Damit ein Zahnimplantat richtig Halt finden kann, ist aber eine ausreichende Knochensubstanz sowie gute Knochenqualität notwendig. Da dies im jungen Alter meist noch nicht vorhanden ist, und Kinder ein aktiveres Immunsystem haben, wird angenommen, dass Zahnimplantate bei Kindern eine schlechtere Prognose haben.
Infraposition ist ein weiteres, durch das fortschreitende Kieferwachstum entstehendes, Problem: Kann das Implantat dem Wachstum nicht folgen, muss die Krone immer wieder angepasst und ausgetauscht werden.

Diese Risiken lassen sich minimieren, je weiter das Kieferwachstum fortgeschritten ist. Adhäsivbrücken und kieferorthopädische Lösungen können für Kinder mit Nichtanlagen gute Alternativen sein, bis das Gesichtswachstum abgeschlossen ist.

In welchen Fällen kann ein Zahnimplantat bei Kindern oder Jugendlichen sinnvoll sein?
Positive Indikatoren, die für die frühzeitige Implantation im Kindes- und Jugendalter sprechen, sind eine möglicherweise schlechte Kaufunktion sowie der mögliche negative Einfluss der Zahn-Nichtanlage auf die psychosoziale Entwicklung des Patienten, spätestens in der Pubertät. Zahnimplantate können bei Kindern und Jugendlichen ein Mehr an Selbstbewusstsein und Lebensfreude bewirken.

Leitlinien der DGZMK zu Zahnimplantaten bei Kindern

Zur Therapieentscheidung gibt die neue Leitlinie “Zahnimplantatversorgungen bei multiplen Zahnnichtanlagen und Syndromen” für Zahnärzte eine Richtung vor. Laut dieser sind hauptsächlich das Patienten-Alter, die Anzahl der fehlenden Zähne, die Pfeilerverteilung, die Symmetrie der Defekte, das Knochenangebot und die Qualität der Knochen am und um das betroffene Gebiet sowie der Wunsch des Patienten und deren Eltern ausschlaggebend.

Letztlich müssen die Zahnärzte und Kieferorthopäden sowie vor allem die Eltern zusammen mit ihren Kindern die sehr individuelle Entscheidung für oder gegen die Implantation treffen.
Die Spezialisten für Oral-Implantologie der Praxis Prof. Dhom in Mannheim haben jahrzehntelange Erfahrung im Setzen von Zahnimplantaten, auch bei Kindern und Jugendlichen. In ihrer Praxis nehmen sie sich viel Zeit, um Kinder und Eltern zu beraten und auf dem Weg zum geeigneten Zahnersatz zu unterstützen.

Beitrag von auf 31. März 2020. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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