Zufrieden und sicherer mit Hörgeräten? Bundesweite Studie befragt Kunden

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Die Hörgerätestudie untersuchte den Einfluss der Anpasssitzungen auf das Wohlbefinden der Patienten
 

Erstmals wurden Kunden bundesweit nach Ihrer subjektiven Einschätzung des wahrgenommenen Mehrwertes durch die Hörgeräte-Nutzung gefragt. Die Anwendungsbeobachtung fand heraus, unter welchen Umständen die Probanden während der Anpassung mit den Hörgeräten am zufriedensten waren.

Die Initiative HIM (Hearing Instruments Monitor) entstand in Zusammenarbeit von Prof. Dr. Dr. Hoppe, Leiter der audiologischen Abteilung der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, und Marco Schulz, Geschäftsführer des Verbraucherportals meinhoergeraet.de. Die Hörgeräte-Studie 2019/ 2020 wurde mit Hörakustik-Betrieben in ganz Deutschland durchgeführt.

Unter Einbezug einer Vielzahl von Parametern wie dem Grad der Hörminderung, der bisherigen Erfahrung mit Hörgeräten oder relevanten Alltagssituationen kommt die Anwendungsbeobachtung zu dem Schluss:

Die Zufriedenheit ist hoch, das Selbstbewusstsein und auch das Sicherheitsempfinden steigt durch die Nutzung von Hörgeräten.

Anpassungspraxis durch HörakustikerInnen hat großen Einfluss.

„Es hat sich herausgestellt, dass besonders vier Parameter während der Anpassung der Hörgeräte für die Zufriedenheit der Probanden ausschlaggebend waren: Die Anzahl der Sitzungen, die gesamte Testdauer, die Anzahl der Testgeräte und ob ein Hörtraining absolviert wurde“, so Prof Dr. Dr. Hoppe.

Nach vier Sitzungen beim Hörakustiker wurde das Optimum erreicht: 97 Prozent der Probanden fühlten sich bei Gesprächen in Ruhe und geräuschvollen Umgebungen sicherer und souveräner. 92 Prozent fühlen sich im Alltag selbstbewusster.

Marco Schulz fasst weiter zusammen: „Bezogen auf die Testdauer fühlten sich die Probanden nach drei bis sechs Wochen am sichersten im Alltag. Hier gaben ganze 95 Prozent an, dass sie ihre Hörgeräte vermissen würden. Und nach acht Wochen fühlten sich 92 Prozent der Probanden am selbstbewusstesten.“

Hörgeräte vergleich lohnt sich: Drei Testgeräte und Hörtraining sind ideal.
Für die meisten Probanden führten drei Test-Hörgeräte zur höchsten Zufriedenheit: 95 Prozent hätten die Hörsysteme nach drei Testgeräten vermisst, 92 Prozent fühlten sich selbstbewusster als zuvor.

20 Prozent der befragten Kunden nahmen zusätzlich an einem Hörtraining während der Anpassung teil. Bei 90 Prozent von ihnen verbesserte es das Verstehen. 92 Prozent gaben an, dass es zu einer besseren Eingewöhnung beigetragen habe.

Die Studie im Detail:

Die Studie untersuchte die Verbesserung des Wohlbefindens durch Hörgeräte während der Anpassungsphase in den Bereichen Zufriedenheit, Selbstbewusstsein, Souveränität und Sicherheit und tendency of missing. Berücksichtigt wurde, inwiefern sich der subjektive Nutzen von Hörgeräten bei Gesprächen sowohl in ruhiger und in lauter Umgebung verbessert. Teilgenommen haben Probanden mit sämtlichen Schwerhörigkeitsgraden (WHO1 bis WHO4) und sowohl Erstnutzer als auch Nutzer mit Erfahrung. Mindestdauer der Anpassungsphase waren zwei Wochen. Die Studie wurde vom 1. April 2019 bis 31. Oktober 2019 durchgeführt. Insgesamt wurden 554 valide Datensätze gesammelt.

Erläuterungen:

WHO1: geringgradige Schwerhörigkeit, (20-40 dB)
WHO2: mittelgradige Schwerhörigkeit, (41-60 dB)
WHO3: hochgradige Schwerhörigkeit, (61-80 dB)
WHO4: Resthörigkeit/ an Taubheit grenzend (>80 dB)

Beitrag von auf 9. Dezember 2020. Abgelegt unter Gesundheit, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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