Alexey Pudinov veröffentlicht Debüt-Soloalbum bei KALEIDOS

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08.01.2021: CD-Release bei KALEIDOS Musikeditionen.
Mit seinem Debüt-Soloalbum „Neue Bahnen“ begibt sich der Kosmopolit Alexey Pudinov auf eine ganz persönliche musikalische Reise: Ausgehend von der fis-Moll Sonate von Johannes Brahms als Hauptwerk der Einspielung spannt er einen weiten Bogen von Rachmaninov über Chopin bis hin zu Gershwin.
Eine für Brahms wichtige Berühmtheit erlangte der musikalische Aufsatz „Neue Bahnen“, den Robert Schumann – passionierter Musikjournalist, der er war – im Jahr 1853 veröffentlichte. Die in der Tat neu, originell und feurig auftrumpfenden Sonaten hatten es dem Älteren besonders angetan, und sie wirkten auf ihn wie „verschleierte Sinfonien“. Die fis-Moll-Sonate op. 2 beginnt so stürmisch, wie es sich der späte Brahms kaum mehr erlaubte. „Sturm und Drang“ tönt aus den hochfahrenden Sechzehnteln im Fortissimo. Aber trotz des durchaus rhapsodisch bewegten Gestus spielt sich das Drama in der traditionellen Sonatenhauptsatzform ab – und das mit einer Virtuosität, die sicherlich auch auf die Widmungsträgerin Clara Schumann abzielte.
Von deutscher Klavierromantik aus begibt sich der Pianist weiter zu Chopin und Rachmaninov, um am Ende einen jazzigen Blick über den „Großen Teich“ zu wagen: „Summertime Variations“ des türkischen Pianisten Fazil Say ist eine Art „Jazz-Fantasie“ und zugleich Hommage an George Gershwin. Hier wird unter Pianistenhänden Ereignis, was für manche Puristen kaum denkbar scheint: Komponierter Jazz. Wie Pudinov das versonnene Innehalten swingen und die Stille zwischen den Noten atmen lässt, schlägt über sieben Minuten unmittelbar in den Bann.
Und auch ein Zeitgenosse kommt musikalisch zu Wort: Der junge Komponist Dennis Tjiok. Er komponierte dem abstrakten Maler Mark Rothko eine Hommage, die in kurzen Stimmungsbildern Stück für Stück dessen Gemälden huldigt.
Mit seinem Solo-Album „Neue Bahnen“ präsentiert Alexey Pudinov ein vielseitiges Programm – temperamentvoll, extravagant und melancholisch!

Beitrag von auf 8. Januar 2021. Abgelegt unter Klassische Musik, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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