Apps auf Rezept kommen bald

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Ärzte können künftig medizinische Anwendungen für Handy,
Tablet oder PC auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen verordnen. Der
Bundestag machte im vergangenen Jahr mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz den Weg
frei für Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) auf Rezept. “Sie können
eingesetzt werden, um Krankheiten zu erkennen, zu lindern oder zu behandeln”,
erläutert Dr. Henrik Matthies, Geschäftsführer am Health Innovation Hub des
Bundesgesundheitsministeriums, im Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau”. Sie
helfen zum Beispiel, besser mit Schmerzen umzugehen, erinnern an die Einnahme
von Arzneimitteln, dokumentieren Blutzuckerwerte oder unterstützen bei Sprach-
oder Physiotherapie.

Mögliche Risiken von Gesundheits-Apps

“Viele Ärzte stehen dem Einsatz von Gesundheits-Apps offen gegenüber. Aber hier
gilt es, die Spreu vom Weizen zu trennen”, sagt Norbert Butz,
Digitalisierungsexperte der Bundesärztekammer in Berlin. Es müssten strenge
Standards gelten. Gesundheitsanwendungen seien ein Risiko, wenn sie nicht
wirken, fehlerhaft arbeiten oder vertrauliche Daten an Dritte übermitteln.

Damit DiGA auf Rezept verschrieben werden können, müssen sie vom Bundesinstitut
für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geprüft und ins DiGA-Verzeichnis
aufgenommen werden. “Die Technologie muss in Europa als Medizinprodukt
zertifiziert sein, Funktion und Sicherheit sind also bereits geprüft”, sagt
Matthies. Das BfArM schaut sich zudem Qualität, Nutzerfreundlichkeit,
Datenschutz und -sicherheit an. Der Anbieter muss plausibel darlegen, dass sein
Produkt einen positiven Versorgungseffekt hat – also den Gesundheitszustand
und/oder die Lebensqualität des Nutzers verbessert. Die ersten Prüfverfahren
sollen im zweiten Quartal starten, noch in diesem Jahr könnten erste DiGA
verordnet werden.

Alle bisher veröffentlichten Teile der “Apotheken Umschau”-Serie “Digitale
Medizin” sind im Internet unter www.apotheken-umschau.de/DigitaleMedizin zu
finden.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das
Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau” 3/2020 A liegt aktuell in den meisten
Apotheken aus. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter
www.apotheken-umschau.de.

Pressekontakt:

Katharina Neff-Neudert
Tel. 089 / 744 33 360
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: presse@wortundbildverlag.de
www.wortundbildverlag.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/52678/4539128
OTS: Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen

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Beitrag von auf 6. März 2020. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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