Das sichere Wartezimmer gegen Ansteckungsgefahr

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Überlaufene Wartezimmer bergen für Patienten, Ärzte und Personal eine besonders hohe Ansteckungsgefahr mit dem tödlichen Corona-Erreger. Der ehemalige CEO des Mercedes-Benz Innovation Lab (MBition GmbH), Miro Bogdanovic, und der ehemalige Chefarchitekt der Mercedes-Benz App, Virajkumar Tank, unterstützen in der Corona-Krise mit technologischen Mitteln ehrenamtlich. Die Lösung ist trivial: Wenn die Abstandsregeln in Wartezimmern nicht eingehalten werden können, dann müssen die Wartezimmer nach draußen verlagert werden. Patienten werden per SMS benachrichtigt, sobald sie die Praxis betreten dürfen.

Dahinter steht das 2019 gegründete Startup LineTweet aus Berlin. Normalerweise verringert das Unternehmen lästige Wartezeiten, indem sich Kunden von unterwegs anstellen und den aktuellen Stand der Warteschlange online einsehen. “Wir sollten unsere begrenzte Lebenszeit nicht mit lästigem Warten vergeuden” erklärt Bogdanovic (CEO) die Unternehmensvision. Um in der gegenwärtigen Situation Soforthilfe zu leisten, haben sie ihr kommerzielles Produkt kurzerhand umgebaut und stellen es nun Arztpraxen und Krankenhäusern weltweit kostenlos zur Verfügung. Lediglich anfallende Betriebskosten werden weiterberechnet. Um das Produkt sofort zur Verfügung stellen zu können, übernimmt das junge Unternehmen auch diese Kosten zum Start.

So funktioniert es:

1. Anmelden: Arztpraxen/Krankenhäuser melden sich unter www.linetweet.com/live innerhalb weniger Sekunden kostenlos und sicher an.
2. Patienten aufnehmen: Patienten werden vom Empfang (vorzugsweise telefonisch) in die Warteliste aufgenommen und erhalten mit deren Einverständnis eine SMS mit ihrer Wartenummer und einem Link, um in Echtzeit den Status zu verfolgen.
3. Patienten aufrufen: Die Patienten betreten die Praxis erst nachdem sie aufgerufen werden. Dafür erhalten sie eine Bestätigungs-SMS und sehen den Aufruf auch online.

Besonders großen Wert legt LineTweet auf minimale technische Grundvoraussetzungen und die Einhaltung geltender Datenschutzbestimmungen. “Die Praxen benötigen lediglich einen Webbrowser und eine Internetverbindung, mehr nicht.” so Tank (CTO). Damit ist die Lösung flächendeckend einsatzbereit.

Beitrag von auf 14. April 2020. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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