EU-Terminvorschau vom 3. bis 10. September 2021

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Die EU-Terminvorschau ist ein Service der Vertretungen der EU-Kommission in Deutschland für Journalisten. Sie kündigt vor allem Termine der EU-Kommission, des Europäischen Parlaments, des Rates der Europäischen Union und des Europäischen Gerichtshofes mit besonderer Bedeutung für Deutschland an.

Auf dieser Website der Europäischen Kommission https://ec.europa.eu/info/live-work-travel-eu/health/coronavirus-response_de finden Sie immer alle aktuellen Informationen zur Reaktion der EU auf die COVID-19-Krise.

Freitag, 3. September

Berlin: Europäisches Haus beim Festival of Lights (bis 12. September)

Vom 3. bis 12. September findet das Berliner Festival of Lights unter dem Motto „CREATING TOMORROW – heute das Morgen gestalten“ statt. In unmittelbarer Nähe des Brandenburger Tors wird auch die Fassade des Europäischen Hauses beleuchtet. Mit dieser Projektion möchten das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments und die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland auf die Bedeutung Europas aufmerksam machen. Mit großflächigen LED-Videos werden die zentralen Themen „Zukunft Europas“ und „Green Deal“ aufgegriffen. In der kostenlosen Multimedia-Dauerausstellung „Erlebnis Europa“ können Interessierte in einem 360°-Kino Platz nehmen und sich auf eine Reise durch die Geschichte, die Politik und das Leben in der Europäischen Union begeben. An den beiden Wochenenden ist die Ausstellung länger geöffnet: Freitag und Samstag bis 24 Uhr, Sonntag bis 22 Uhr. Weitere Informationen zur Ausstellung „Erlebnis Europa“ hier (http://erlebnis-europa.eu/). Weitere Informationen rund um das Festival of Lights hier (https://festival-of-lights.de/de/).

Sonntag, 5. September

Kranju/Slowenien: Informelle Tagung der Ministerinnen und Minister für Landwirtschaft und Fischerei (bis 7. September)

Die informelle Tagung der für Landwirtschaft und Fischerei zuständigen Ministerinnen und Minister findet von 5. bis 7. September in Kranju statt. Weitere Informationen zur Tagesordnung folgen in Kürze auf Seiten des Rates (https://www.consilium.europa.eu/de/meetings/agrifish/2021/09/05-07/).

Montag, 6. September

Berlin: Liveshow „Babylon Europa“

12 herausragende europäische Künstlerinnen und Künstler kommen nach Berlin, um in Zusammenarbeit mit der Showband Make A Move eine zweiteilige 90-minütige Liveshow, bestehend aus Musik, Tanz, Neuer Zirkus und visueller Kunst, live im TIPI AM KANZLERAMT und im Livestream (https://www.youtube.com/channel/UC5fv5rbvwbeYTlDVkTTp69A) zu präsentieren. Babylon Europa ist eine Veranstaltung von EUNIC Berlin und wird unterstützt von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie von der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland. Weitere Informationen hier (https://buero-doering.de/babylon-europa/).

Online: Informelle Videokonferenz auf Ministerebene „Wirtschaft und Finanzen“

Die für Wirtschaft und Finanzen zuständigen Ministerinnen und Minister werden sich über die Umsetzung der Aufbau- und Resilienzfazilität (https://www.consilium.europa.eu/de/policies/eu-recovery-plan/) austauschen. Dabei beraten sie über die Vorschläge der Kommission zur Genehmigung der Bewertungen der Aufbau- und Resilienzpläne Tschechiens und Irlands. Weitere Informationen hier (https://www.consilium.europa.eu/de/meetings/ecofin/2021/09/06/).

Dienstag, 7. September

Weimar: Verleihung des Europäischen Kulturerbepreises an das „Haus am Horn“

Das 1923 erbaute Haus Am Horn (https://ots.de/EWNEVG) wurde am 25. Mai 2021 mit dem Europäischen Kulturerbepreis / Europa Nostra Award ausgezeichnet (https://ots.de/5AtWFr). Das Haus am Horn erhielt den Preis in der Kategorie Erhaltung. Es wurde 1923 als Versuchshaus zur Bauhaus-Ausstellung errichtet. Hier präsentierten die Meister und Schüler erstmals, wie sie sich zeitgemäßes Bauen und Wohnen vorstellten. Heute um 15 Uhr erfolgt die feierliche Preisverleihung, bei der Jörg Wojahn, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland, das Grußwort halten wird. Details folgen. Weitere Informationen hier (https://ots.de/uXwUuj).

Berlin: Hintergrundgespräch mit Kommissionsvertreter Agarwal über neue EU-Regeln für Big Tech und das Digitale-Dienste-Gesetz

Wie können die geplanten Transparenzregeln für große Online-Plattformen für Facebook, YouTube und Co. verbessert werden und wer kann und soll die Einhaltung dieser Regeln durchsetzen? Braucht es dafür eine neue Behörde auf EU-Ebene oder sollen nationale Stellen die Einhaltung überwachen? Diese Themen diskutiert Julian Jaursch ab 16:00 Uhrin einem einstündigen Hintergrundgespräch mit Prabhat Agarwal. Er hat als Referatsleiter bei der Europäischen Kommission den Entwurf für das Gesetz über digitale Dienste (https://ec.europa.eu/info/strategy/priorities-2019-2024/europe-fit-digital-age/digital-services-act-ensuring-safe-and-accountable-online-environment_de) maßgeblich mitgestaltet. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Anmeldung und weitere Informationen hier (https://www.stiftung-nv.de/de/veranstaltung/neue-eu-regeln-fuer-big-tech-wie-das-digitale-dienste-gesetz-noch-verbessert-werden).

Mittwoch, 8. September

Brüssel/Online: Wöchentliche Kommissionsitzung

Auf der vorläufigen Tagesordnung (https://ots.de/xawLF7) der Kommissionssitzung steht der Bericht zur strategischen Vorausschau (https://ec.europa.eu/info/strategy/strategic-planning/strategic-foresight_de). Im Anschluss findet um ca. 12 Uhr eine Pressekonferenz statt, Liveübertragung auf Europe by Satellite (https://audiovisual.ec.europa.eu/en/ebs/both/20210908), Details folgen.

Donnerstag, 9. September

Online: Konferenz zur Zukunft Europas: Workshop zum Thema Klima und Energie

Zwischen 17 und 19 Uhr findet im Rahmen der Konferenz zur Zukunft Europas (https://futureu.europa.eu/?locale=de) ein Online-Workshop zum Thema Klima und Energie statt. Die Teilnehmenden entwickeln und diskutieren ihre konkreten Ideen für die Zukunft Europas und erhalten Input durch Expertinnen und Experten des Team Europe-Rednerpools der Europäischen Kommission. Zum Abschluss des Workshops wird darüber abgestimmt, welche der Vorschläge als Ergebnis der Veranstaltung auf die Plattform der Zukunftskonferenz eingestellt werden. Weitere Informationen hier (https://ec.europa.eu/germany/events/diezukunftgeh%C3%B6rtdir-workshop-zum-thema-klima-energie_de).

Frankfurt: Geldpolitische Sitzung des EZB-Rats mit anschließender Pressekonferenz

In Frankfurt am Main tagt heute der Rat der Europäischen Zentralbank. Im Anschluss daran, gegen 14:30 Uhr, wird EZB-Präsidentin Christine Lagarde eine Pressekonferenz geben, die über EbS (https://audiovisual.ec.europa.eu/de/ebs/both/20210909) übertragen wird. Weitere Informationen hier (https://www.ecb.europa.eu/press/calendars/mgcgc/html/index.en.html).

Luxemburg: EuGH-Urteil zum subsidiären Schutz für Familienangehörige eines minderjährigen Schutzberechtigten

Nach dem deutschen Asylgesetz ist bestimmten Familienangehörigen – insbesondere den Eltern – eines ledigen Minderjährigen, dem subsidiärer Schutz gewährt wurde, unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls subsidiärer Schutz zu gewähren. Das Bundesverwaltungsgericht hat dem Gerichtshof eine Reihe von Fragen zum Begriff des „Familienangehörigen“ im Sinne der Anerkennungsrichtlinie 2011/95 vorgelegt, auf den das deutsche Asylgesetz insoweit verweist. Das Bundesverwaltungsgericht hat darüber zu entscheiden, ob ein afghanischer Staatsangehöriger subsidiären Schutz mit der Begründung beanspruchen kann, dass seinem Sohn, der einige Jahre vor ihm nach Deutschland kam, dieser Schutzstatus zuerkannt wurde (allerdings erst einige Wochen nach seinem 18. Geburtstag). Der Vater war einige Monate zuvor nach Deutschland gekommen und hatte um internationalen Schutz nachgesucht, einen förmlichen Antrag aber erst einen Tag nach dem 18. Geburtstag seines Sohnes gestellt. Generalanwalt Hogan hat in seinen Schlussanträgen vom 25. März 2021 unter anderem die Ansicht vertreten, dass in einem Fall wie dem vorliegenden derjenige Zeitpunkt maßgeblich sei, in dem der Vater formlos um Asyl nachgesucht habe, d.h. zeitnah nach seiner Einreise und somit deutlich vor dem 18. Geburtstag seines Sohnes. Der Sohn müsse seinen eigenen Antrag vor Eintritt seiner Volljährigkeit gestellt haben und beide müssten sich vor Eintritt der Volljährigkeit im Inland aufgehalten haben. Eine Wiederaufnahme des Familienlebens sei nicht erforderlich. Mehr Informationen hier (https://curia.europa.eu/juris/liste.jsf?num=C-768/19). Ansprechpartner für die Presse beim EuGH hier (https://curia.europa.eu/jcms/jcms/Jo2_25870/).

Luxemburg: EuGH-Urteil zum Widerruf eines Autokreditvertrags lange nach seiner Unterzeichnung

Das Landgericht Ravensburg hat eine Reihe von Rechtsstreitigkeiten zwischen Verbrauchern und Autokreditanbietern über die Wirksamkeit der von diesen Verbrauchern eingereichten Widerrufserklärungen zu entscheiden. Diese Erklärungen gingen zwar alle lange nach Ablauf der in der Richtlinie 2008/48 über Verbraucherkreditverträge vorgesehenen Frist von 14 Tagen ab Unterzeichnung des Kreditvertrags ein, die betroffenen Verbraucher sehen sich zu ihrem Schritt jedoch als berechtigt an, weil die Verträge nicht alle nach dieser Richtlinie erforderlichen Angaben enthalten hätten. Das Landgericht Ravensburg hat den Gerichtshof um Auslegung der Richtlinie ersucht hinsichtlich der erforderlichen Genauigkeit der Angaben im Vertrag sowie dazu, wie die nationalen Gerichte damit umzugehen haben, wenn Verbraucher versuchen, sich zu ihren Gunsten auf möglicherweise unzureichende Angaben zu berufen. Generalanwalt Hogan hat in seinen Schlussanträgen vom 15. Juli 2021 u.a. die Ansicht vertreten, dass der Kreditvertrag zum einen den zum Zeitpunkt seines Abschlusses geltenden Verzugszinssatz als Prozentsatz angeben muss und zum anderen, falls dieser Zinssatz sich ändern kann, u.a. die Berechnungsformel, nach der er berechnet wird. Der Kreditgeber könne der Ausübung des Widerrufsrechts den Einwand des Rechtsmissbrauchs nicht allein mit der Begründung entgegenhalten, dass seit Vertragsschluss bereits ein erheblicher Zeitraum verstrichen sei, sofern die erforderlichen Informationen vom Kreditgeber nicht vorgelegt worden seien. Mehr Informationen hier (https://curia.europa.eu/juris/liste.jsf?num=C-33/20), hier (https://curia.europa.eu/juris/liste.jsf?num=C-155/20) und hier (https://curia.europa.eu/juris/liste.jsf?num=C-187/20). Ansprechpartner für die Presse beim EuGH hier (https://curia.europa.eu/jcms/jcms/Jo2_25870/).

Luxemburg: EuGH-Urteil zu unterschiedlich hohen Mehrwertsteuern für Freizeitparks und Jahrmarktschausteller

Der Freizeitpark Phantasialand beanstandet vor dem Finanzgericht Köln, dass auf Eintrittskarten von Freizeitparks der volle Mehrwertsteuersatz Anwendung findet, während für ortsungebundene Schausteller auf Jahrmärkten ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz von 7 % gilt. Aus Sicht des Durchschnittsverbrauchers handele es sich um gleichartige Leistungen, die miteinander konkurrierten. Der Grundsatz der steuerlichen Neutralität gebiete daher, sie gleich zu besteuern. Das Finanzgericht Köln hat den Gerichtshof um Auslegung der Mehrwertsteuerrichtlinie 2006/112 ersucht. Ohne Schlussanträge. Mehr Informationen hier (https://curia.europa.eu/juris/liste.jsf?num=C-406/20). Ansprechpartner für die Presse beim EuGH hier (https://curia.europa.eu/jcms/jcms/Jo2_25870/).

Luxemburg: EuGH-Schlussanträge über die Rechte von Leiharbeitnehmern

Ein Leiharbeitnehmer, der fast fünf Jahre bei der Daimler AG in der Motorenfertigung eingesetzt war, ohne dass ein Vertretungsfall vorgelegen hätte, macht vor dem Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg geltend, dass die Überlassung nicht nur vorübergehend gewesen sei und daher ein Arbeitsverhältnis direkt mit Daimler zustande gekommen sei. Das Landesarbeitsgericht ersucht den Gerichtshof um Auslegung der Leiharbeitsrichtlinie 2008/104. Es bittet u.a. um Klärung des Begriffs „vorübergehend“ und der Folgen, falls die Überlassung nicht mehr vorübergehend sein sollte. Generalanwalt Tanchev legt heute seine Schlussanträge vor. Weitere Informationen hier (https://curia.europa.eu/juris/liste.jsf?num=C-232/20). Ansprechpartner für die Presse beim EuGH hier (https://curia.europa.eu/jcms/jcms/Jo2_25870/).

Freitag, 10. September

Kranju/Slowenien: Treffen der Euro-Gruppe

Die Euro-Gruppe ist ein informelles Gremium, in dem Ministerinnen und Minister aus den Mitgliedstaaten des Euro-Raums über Fragen beraten, die in ihre gemeinsame Verantwortung hinsichtlich des Euro fallen. Eine Pressekonferenz ist für 11:30 Uhr geplant, live bei Ebs+ (https://audiovisual.ec.europa.eu/en/ebs/both/20210910). Weitere Details folgen auf Seiten des Rates (https://www.consilium.europa.eu/de/meetings/eurogroup/2021/09/10/).

Kranj/Slowenien: Informelle Tagung der Ministerinnen und Minister für Wirtschaft und Finanzen (bis 11. September)

Am ersten Sitzungstag widmen sich die Ministerinnen und Minister u.a. der Regulierung des Finanzsektors sowie den Themen Finanzstabilität und Finanzierung einer nachhaltigen Wirtschaft. Am zweiten Sitzungstag stehen die Simulationen von Haushaltsszenarien für die Gewährleistung eines widerstandsfähigen Aufschwungs sowie eine Diskussion über die Zukunft des Steuersystems auf der Agenda. Weitere Informationen auf Seiten des Rates (https://www.consilium.europa.eu/en/meetings/ecofin/2021/09/10-11/).

Pressekontakt:

Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Pressestelle Berlin
Unter den Linden 78
10117 Berlin

Tel.: 030 – 2280 2250

Original-Content von: Europäische Kommission, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 3. September 2021. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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