Genanalyse: Was Gene über Ernährung, Schlaf und Haut verraten können

Eine Genanalyse untersucht ausgewählte Varianten im Erbgut und ordnet sie anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse ein. mivano health nutzt dieses Verfahren, um genetische Zusammenhänge aus den Bereichen Ernährung, Stoffwechsel, Schlaf, Stress, Altern, Haut und Haar verständlich aufzubereiten.

Was eine Genanalyse an der DNA untersucht

Die DNA ist bei allen Menschen überwiegend gleich, doch an einzelnen Stellen des Erbguts können unterschiedliche Bausteine vorkommen. Diese Unterschiede in der DNA-Sequenz werden als genetische Varianten bezeichnet. Einige dieser Varianten können beeinflussen, wie ein Gen abgelesen wird oder wie ein biologischer Prozess abläuft. Es gibt jedoch auch viele, die keine bekannte Auswirkung haben.

Eine einzelne Genvariante erklärt allerdings nur selten ein komplexes Merkmal, denn es wirken zahlreiche Gene zusammen. Hinzu kommen Einflüsse aus der Umwelt und des Lebensstils, etwa die Ernährung, Bewegung, Schlaf oder Stress.

Genanalysen zeigen deshalb keinen Ist-Zustand. Sie ordnen vielmehr ausgewählte genetische Varianten anhand wissenschaftlicher Studien ein und zeigen, mit welchen Merkmalen oder biologischen Prozessen sie in Verbindung stehen können, etwa der Schlafdauer oder dem Muskelaufbau.

Wie sich FTO und TAS1R2 auf Appetit und Geschmack auswirken

Ein bekanntes Beispiel ist das Gen FTO. Bestimmte Varianten dieses Gens werden in der Forschung mit dem Körpergewicht und Aspekten des Essverhaltens in Verbindung gebracht. Daraus folgt jedoch nicht, dass eine bestimmte Variante des FTO-Gens zwangsläufig zu Übergewicht führt. Neben weiteren Genen spielen vor allem die Ernährung, die körperliche Aktivität und die übrigen Lebensumstände eine wichtige Rolle für das Körpergewicht.

Auch der Geschmack kann teilweise genetisch geprägt sein. Das Gen TAS1R2 liefert beispielsweise die Bauanleitung für einen Bestandteil des Süßgeschmacksrezeptors. Varianten im TAS1R2-Gen werden unter anderem daraufhin untersucht, ob sie mit der Wahrnehmung von Süße oder der Vorliebe für süße Lebensmittel zusammenhängen.

Die genetische Einordnung mit einer DNA-Analyse kann dabei helfen, persönliche Empfehlungen zu Ernährung und Essgewohnheiten mitzugestalten. Dabei werden mehrere Varianten und der aktuelle Forschungsstand berücksichtigt.

CLOCK: Wenn Gene bei der inneren Uhr mitwirken

Ob Lerche, Eule oder irgendwo dazwischen: Die innere Uhr entsteht aus dem Zusammenspiel vieler biologischer Signale. Eines der beteiligten Gene ist CLOCK. Varianten dieses Gens werden unter anderem im Zusammenhang mit Schlaf-Wach-Rhythmus und zeitlich gesteuerten Stoffwechselprozessen untersucht.

Sie legen jedoch weder eine feste Schlafenszeit fest noch erklären sie allein, wie erholsam eine Nacht ausfällt. Ebenso beeinflussen Licht, der Tagesablauf, Stress oder die Abendroutine, wie lang oder wie gut jemand schläft.

Auch Hautmerkmale werden durch mehrere Faktoren geprägt

Was wir auf der Haut sehen, ist das Ergebnis vieler Einflüsse. Genetische Veranlagungen bilden einen Teil davon. Hinzu kommen Sonneneinstrahlung, Ernährung, Hautpflege, Alter und weitere Umweltfaktoren.

Bei Haut und Haaren richtet sich der Blick unter anderem auf genetische Varianten, die in Studien mit Strukturproteinen, der Pigmentierung, oxidativem Stress oder altersbedingten Veränderungen in Verbindung gebracht wurden. Genetische Informationen aus dem Gentest können somit die bestehenden Empfehlungen ergänzen und Anregungen für eine persönlichere Alltagsroutine geben.

Von der Probe zum personalisierten Bericht

Für die Genanalyse wird zu Hause ein Wangenabstrich vorgenommen und anschließend an ein Labor geschickt. Dort wird die DNA aus den Zellen isoliert und an ausgewählten Positionen untersucht. Anschließend werden die festgestellten Varianten anhand wissenschaftlicher Studien und Auswertungsmodelle eingeordnet.

Die Lifestyle-DNA-Tests von mivano health verbinden diese Einordnung mit personalisierten Hinweisen zu Themen wie Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stressmanagement und Hautpflege. Welche Themen berücksichtigt werden, hängt vom gewählten Test ab. Je nach Themenbereich werden mehrere genetische Varianten gemeinsam betrachtet und im persönlichen Bericht zum genetischen Profil eingeordnet.