Hoffnung für Hundertausende Patienten mit Blutvergiftung: BioLAGO ebnet Weg für BMBF-Förderprojekt in Millionenhöhe

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Ein neuartiger diagnostischer Test soll die Wirkung von Antibiotika erhöhen und damit Leben retten
 

Antibiotika sind das wichtigste Arzneimittel für die Behandlung schwerer Infektionen wie beispielsweise der Blutvergiftung, auch Sepsis genannt. Ihre Wirkung tritt aber erst ab genügend hoher Konzentration der Wirkstoffe ein. Klinische Studien konnten zeigen, dass die Konzentrationen häufig zu gering sind. Dies behindert den Therapieerfolg und begünstigt Resistenzbildungen gegenüber Antibiotika. Hier setzt das Projekt „Diagnostischer Test für die rationale Antibiotika-Therapie-Kontrolle (DiabKON)“ an, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „KMU-innovativ: Medizintechnik“ für drei Jahre gefördert wird.

Darin arbeiten Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kliniken aus Baden-Württemberg, Bayern und Hessen an einem erstmaligen Nachweis von in der Intensivmedizin häufig eingesetzten Antibiotika. Ziel ist die Entwicklung von diagnostischen Tests für die Kontrolle einer Antibiotika-Therapie. Dabei geht es um die Messung des Antibiotikaspiegels im Blut bei der Behandlung von Intensivpatienten, zum Beispiel von einer Blutvergiftung betroffen sind. Am Projekt beteiligt sind: Klinikum Konstanz, Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz, Klinikum der LMU Universität München, Labor Dr. Brunner, Karlsruher Institut für Technologie sowie die Unternehmen DRG Instruments, ATG biosynthetics, CANDOR Bioscience und PFIF.

Gesundheitsnetzwerk BioLAGO machte Projekt erst möglich

Initiatoren des Projekts waren das Labor Dr. Brunner und das Klinikum Konstanz. Das Netzwerk BioLAGO hatte den medizinischen Bedarf aufgegriffen, ein Konsortium aus Diagnostik-Entwicklern sowie Anbietern zusammengestellt und den Prozess hin zum Förderprojekt begleitet. BioLAGO koordiniert seit 2016 das Kompetenznetz für Diagnostik „DiagNET“, gefördert durch die EU im Interreg-Programm sowie den Landkreis Konstanz und die Stadt Konstanz. „Es freut uns sehr, dass das DiagNET-Projekt im Landkreis Konstanz den Gesundheitsstandort stärkt“, so Zeno Danner, Landrat des Landkreises Konstanz. „Das ist ein sehr schöner Erfolg für unser Engagement, die Vernetzungen in unserer Region zu stärken. Neben Patienten profitiert auch die Wirtschaft“, unterstreicht der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt.

Das Gesamtvolumen des DiabKON-Projekts beträgt 2,7 Mio. Euro. Das BMBF fördert mit 1,8 Mio. Euro, rund eine Million Euro bringen die Industrie-Partner mit ein.

Projekt „DiabKON“: Fakten und Zahlen

Gesamtvolumen:
2,7 Mio. Euro,
davon ca. 1,8 Mio. Euro gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, ca. 0,9 Mio. Euro durch die Industrie-Partner

Gesamtlaufzeit:
3 Jahre

Beteiligte Partner
aus Medizin, Industrie und Forschung:

Labor Dr. Brunner, Labormedizinisches Versorgungszentrum GmbH (Konstanz)
Klinikum Konstanz, Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz (Konstanz)
DRG Instruments GmbH (Marburg)
ATG: biosynthetics GmbH (Merzhausen)
CANDOR Bioscience GmbH (Wangen im Allgäu)
Klinikum der LMU Universität München (München)
KIT – Karlsruher Institut für Technologie (Karlsruhe)
PFIF – Partner für Innovation (Lahr)

Beitrag von auf 9. Dezember 2019. Abgelegt unter Forschung, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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