Im Sommer ist Zeit zum Feiern in der Silberregion Karwendel

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Wanderung durch die Wolfsklamm Stans (c) ichmachefotos.com (Silberregion Karwendel)
 

Der Sommer spannt in der Silberregion Kartwendel einen Bogen von Brauchtum und Landleben zur urbanen Stadtkultur und der aktuellen Mu-sikszene. Von Sonnwendfeuern über Klangspuren und dem Outreach-Festival bis zu den Almabtrieben reicht das Angebot für Auge und Ohr.

Den Beginn des Sommers, den längste Tag und die kürzeste Nacht, feiert man in den Alpen seit ewigen Zeiten mit dem Abbrennen von Bergfeuern. Der Brauch sollte ursprünglich das Wachstum und die Fruchtbarkeit auf Wiesen und Feldern „befeuern“. In der Silberregion Karwendel ist die Sommerson-nenwende ein flammendes Schauspiel von rund Ketten und Symbolen aus rund 1.000 Sonnwendfeuern auf den Graten und Bergrücken der Tuxer Alpen und des Karwendel. Der mystisch erhellte Nachthimmel beeindruckt alle – auch jene, die dieses Spektakel seit Kindheitstagen kennen. Beim Karwen-delmarsch (28.8.2021) machen sich Langstrecken-Wanderer und -Läufer auf den Weg. Sie starten am letzten August-Wochenende von Scharnitz zu ihren 35 und 52 Kilometer langen Routen über Schafstallboden, Karwendel-haus, Kleinen Ahornboden, Falkenhütte, Eng und Binsalm, Gramai-Hochleger und Gramaialm bis hinunter nach Pertisau am Achensee.

Von Fuß- zu Klangspuren

Ein Festival der Begegnungen sind die Klangspuren im September. Das er-folgreichste Festival für zeitgenössische Musik im Westen Österreichs ver-eint verschiedene Kulturen und musikalischer Genres aus aller Welt. Am dies-jährigen Programm wird noch gearbeitet – doch dass Musikkurator und Jour-nalist Reinhard Kager wieder überraschende Verbindungen zwischen der der zeitgenössischen Musikszene auf lokaler und internationaler Ebene knüpft, darf vorausgesetzt werden. Ein jährlicher Fixstarter im Schwazer Kultursommer ist das Outreach Festival. Die internationale Jazz- und Rockszene wird vom Jazztrompeter Franz Hackl organisiert, der sonst in New York lebt. Es gibt Konzerte auf ungewohnten Bühnen und Workshops, Songwriter Sessions und Masterclasses, in denen bekannte Jazzgrößen unter dem Motto „Ge-schmacksverstärkung für alle“ ihren Zugang zur Musik weitergeben. Im Hoch-sommer hebt Schwaz auch die Klassik aufs Podest: In Form von Serenaden-konzerten im Kreuzgang des Franziskanerklosters und Orgelkonzerten in der Schwazer Stadtpfarrkirche.

Von den Sommerweiden ins Tal

Der Volksmusik und den alten Bräuchen gewidmet ist der alljährliche Kirchtag in der Eng im Herzen des Karwendel Gebirges. Im ältesten Almdorf Europas „übersommern“ nicht nur die Kühe seit Generationen. Zum Kirchtag zeigen Ranzensticker, Korbflechter und Schnitzer ihr Können und Musikanten spielen zum Tanz auf, während es an den Ständen frisch gebackene Krapfen oder Kiachl zu verkosten gibt. Wenn das Vieh auf den Almen die Sommerwei-dezeit gesund überstanden hat, steht dem Almabtrieb nichts im Weg. Dafür werden die Kühe auf den Almen mit Latschen, Fichten, Granabitten, Alpen-blumen, bunten Bändern und Spiegeln „aufgekranzt“. Je nach Rangordnung erhalten sie Glocken in unterschiedlicher Größe um den Hals, bevor es hinun-ter ins Tal geht. Dirndlkleider, Lederhosen, Krapfen, Bier und zünftige Musik bestimmen an diesem Tag in den Dörfern die Geschmacksnoten. Wenn von der Ferne die ersten Kuhglocken zu hören sind, kündigt sich der Höhepunkt an und Kühe und Hirter werden mit einem großen Hallo willkommen gehei-ßen. www.silberregion-karwendel.com

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Beitrag von auf 2. März 2021. Abgelegt unter Urlaub & Reisen, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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