Morten Harket: Kann Lockdown leicht aushalten

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Morten Harket: Kann Lockdown leicht aushalten

a-ha-Sänger nutzt die Pause für Songwriting und Holzhacken / „Ich war nie besessen von Glitzer, Reichtum und Erfolg“

Osnabrück. Morten Harket (61), Sänger der Popband a-ha, hat kein Problem mit der Corona-Pause. „Für mich ist es nicht ungewöhnlich, mit großen Schwankungen klarzukommen, wenn wir etwa auf Tour sind, dann eine Pause einlegen und anschließend wieder auf Tour gehen. In diesem Sinn ist es leichter für mich, einen Lockdown auszuhalten, eine längere Zeit zu Hause zu sein, in der ich nicht viel zu tun habe, aber die gewonnene Zeit zum Beispiel fürs Songwriting nutze“, sagte der Norweger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Wenn mir die Decke auf den Kopf fällt, gehe ich raus zum Holzhacken oder in den Wald.“

Sobald der einstige Teenie-Schwarm Harket jedoch in einen Supermarkt geht, wird er von seiner Popularität eingeholt. „Wenn ich erkannt werde, komme ich so schnell nicht mehr raus aus dem Laden. Ich verhalte mich unauffällig und versuche so schnell zu sein, dass jemand mich erst erkennt, wenn ich schon wieder aus seinem Blickfeld verschwunden bin“, sagte der Sänger im NOZ-Interview. „Das ist der Preis. Aber ich liebe es nach wie vor, auf der Bühne eine gute Zeit mit anderen Musikern und dem Publikum zu verbringen. Die Popularität erschafft allerdings auch dieses große Monster, mit dem du leben musst.“

Mental und körperlich hält sich der 61-Jährige für fit – und liefert auch die Erklärung dafür: „Ich habe nie harte Drogen genommen. Ich wollte kein psychisches und körperliches Wrack werden. Ich habe immer einen gesunden Abstand zu dem ganzen Rock-’n‘-Roll-Zirkus bewahrt. Und war nie besessen von Glitzer, Reichtum – und auch nicht von Erfolg.“

Stattdessen hat sich Harket schon in den Neunzigerjahren mit dem Klimawandel befasst. „Schon damals war ich enttäuscht zu erkennen, dass wir – und damit meine ich die ganze Menschheit – unsere Möglichkeiten nicht nutzten, um Schlimmeres zu verhindern“, sagte Harket. „Wir müssen jetzt schnell handeln, bevor es zu spät ist. Stattdessen steuert die Menschheit ungehemmt per Autopilot in die Katastrophe.“

Von Greta Thunberg und ihrer Fridays-for-Future-Bewegung zeigt sich Harket nicht gleich fasziniert: „Ich sehe von ihr immer das Plakative und Provokative, weiß aber nicht genau, was und wer dahintersteckt.“ Der a-ha-Sänger bietet Greta aber an: „Wenn man sich zusammensetzen würde und dann erkennt, dass man eine gemeinsame Sprache spricht, identische Vorstellungen und Ziele hat, könnte ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen.“

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Beitrag von auf 18. Dezember 2020. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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