Patientenumfrage Datapuls 2021: Der erste Eindruck zählt

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Für 9 von 10 kommt eine Videosprechstunde infrage, wenn die Übertragungsqualität stimmt(c)Socialwave
 

München, 7. September 2021. „Hallo, können Sie mich hören?“ So vertraut die Frage nach eineinhalb Jahren Pandemie und Homeoffice klingt, so unverzeihlich ist sie im Kontext einer Videosprechstunde. Denn: Deutsche machen eine gute Ton- und Bildqualität zur Grundvoraussetzung von Videosprechstunden beim Arzt. Für nahezu acht von zehn (76,6 Prozent) kommt eine Onlinevisite nur dann infrage, wenn eine gute Bild- und Tonqualität sichergestellt ist. Eine weitere Bedingung ist, dass der Service für Patienten kostenlos ist (79,1 Prozent). Das geht aus der repräsentativen Umfrage „Datapuls 2021“ des Praxis-WLAN- und Kommunikationsdienstleisters Socialwave (www.socialwave.de) hervor, der in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Marktforschungsinstitut Consumerfieldwork 1.005 Menschen über 18 Jahre zur Digitalisierung des Gesundheitswesens befragt hat. „Nur wenn die Schwelle zur Videosprechstunde niedrig ist und Patienten von ruckeligen Bildern und Tonausfällen verschont bleiben, kann sie in Zukunft die große Anzahl an Skeptikern überzeugen“, konstatiert Felix Schönfelder, Geschäftsführer von Socialwave. Der Experte rät Medizinerinnen und Medizinern, die Praxis-IT-Infrastruktur mit einem professionellen WLAN auszustatten, um Datenstausituationen während der Sprechstunde mit ausreichender Bandbreite vorzubeugen.

Imageproblem: Videosprechstunde für viele zu unpersönlich

Bislang hat die Mehrheit der Deutschen (94,6 Prozent) noch keine Videosprechstunde in Anspruch genommen. Nur jeder Fünfte (19,1 Prozent) würde 2021 im Krankheitsfall eine medizinische Fachkraft per Video konsultieren. Für viele Deutsche liegen die Vorbehalte im Medium selbst: Sechs von zehn Befragten (61,9 Prozent) sind virtuelle Sprechstunden zu unpersönlich. „Viele Patienten verbinden mit der Videosprechstunde ein unpersönliches Arzt-Patienten-Verhältnis. Übertragungsprobleme können dazu führen, dass sie sich in ihren Vorbehalten bestätigt sehen und sich die ablehnende Haltung gegenüber telemedizinischen Angeboten weiter verfestigt“, erklärt Schönfelder.

Vertrauen durch professionelle Technik

Eine professionelle WLAN-Ausstattung ist Socialwave zufolge nicht nur wegen der Qualität essenziell. Sie bietet ebenso Schutz vor Angriffen aus dem Netz und stellt gleichzeitig sicher, dass die Endgeräte, mit denen Leistungserbringer Videosprechstunden durchführen, stets mit der notwendigen Datengeschwindigkeit und Bandbreite ausgestattet sind. Schönfelder: „Professionelle Praxis-WLAN-Systeme gewährleisten, dass das jeweilige Endgerät für die Videosprechstunde Vorfahrt vor anderen Praxisanwendungen auf der Datenautobahn hat. Dadurch wird vor allem das Vertrauen der Patienten in den Arzt und die digitale Technik gestärkt.“

Mit Vorteilen überzeugen

Den Ergebnissen der Patientenbefragung zufolge nimmt die Bereitschaft der Deutschen dennoch zu, an einer Onlinesprechstunde teilzunehmen, wenn die Vorteile vor Augen geführt werden. Für das Gros der Befragten spielt die Zeitersparnis eine zentrale Rolle. Immerhin drei Viertel würden die Technik nutzen, wenn sie dadurch schneller einen Termin bekommen (74,9 Prozent) oder lange Fahrtzeiten vermeiden können (74,6 Prozent). Sieben von zehn (69,4 Prozent) lassen sich ferner mit dem Argument überzeugen, dass sie im virtuellen Wartezimmer nicht so lange warten müssen wie üblicherweise beim analogen Arztbesuch.

Datapuls 2021 – Patientenbefragung zur Digitalisierung des Gesundheitswesens

Datapuls 2021 ist eine bundesweite, repräsentative Studie zur Digitalisierung des Gesundheitswesens. Die Studie versteht sich als langfristiges Barometer für die Patientenperspektive. Ihr Erkenntnisinteresse liegt bei der Erforschung der Bedürfnisse und Bedenken der Versicherungsnehmer mit Blick auf die großen Telemedizinprojekte in Deutschland wie die elektronische Patientenakte (ePA), das E-Rezept oder die digitale Sprechstunde sowie andere gesundheitsbezogene Alltagsanwendungen. Herausgeber der quantitativen Erhebung ist die Socialwave GmbH, Lösungsanbieter für Praxis-WLAN und digitale Arzt-Patienten-Kommunikation. Durchgeführt hat die Befragung das Hamburger Marktforschungsinstitut Consumerfieldwork im Zeitraum zwischen dem 3. und 9. Dezember 2020. Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter: https://datapuls.social-wave.de/

Demografie

Insgesamt haben 1.005 Bürger im Alter von 19 bis 85 Jahren an der Befragung teilgenommen. 49,6 Prozent (498) der Probanden sind weiblich, 50,4 Prozent (507) männlich. Die Befragten sind im Durchschnitt 50,6 Jahre alt (SD = 16.45), das Alter ist normalverteilt. Dabei sind 15,3 Prozent 18 bis 30 Jahre, 15,8 Prozent 31 bis 40 Jahre, 16,7 Prozent 41 bis 50 Jahre, 20,7 Prozent 51 bis 60 Jahre, 16,1 Prozent 61 bis 70 Jahre und 15,3 Prozent älter als 70 Jahre. 27,5 Prozent (276) leben in einem 1-Personen-Haushalt (PHH), 46,2 Prozent (464) in einem 2-PHH, 14,4 Prozent (145) in einem 3-PHH, neun Prozent (90) in einem 4-PHH, 2,4 Prozent (24) in einem 5-PHH, 0,5 Prozent (5) in einem 6-PHH und 0,1 Prozent (1) in einem 8-PHH. 50,4 Prozent (507) sind verheiratet, 49,6 Prozent (498) ledig. Mit Blick auf den höchsten Bildungsabschluss verfügen vier Prozent (40) über einen Hauptschulabschluss, 14,3 Prozent (144) über die mittlere Reife, 9,2 Prozent über die Hochschulreife, 3,8 Prozent (38) über die Fachhochschulreife, 35,1 Prozent (353) über eine abgeschlossene Berufsausbildung, 6,3 Prozent (63) über einen Fachhochschulabschluss und 25,3 Prozent (254) über einen Hochschulabschluss (Bachelor, Master, Diplom, Magister). Zwei Prozent (20) haben promoviert und ausschließlich ein Teilnehmer hat keinen Abschluss. 6,3 Prozent (63) sind beruflich selbstständig, 39,3 Prozent (395) sind in Vollzeit und 14,2 Prozent (143) in Teilzeit angestellt, 1,8 Prozent (18) sind temporär (Elternzeit oder temporäre Beurlaubung) und 38,4 Prozent (386) langfristig nicht oder nicht mehr erwerbstätig. Das Nettohaushaltseinkommen der Studienteilnehmer verteilt sich wie folgt: 11,2 Prozent (113) verdienen weniger als 1.000 Euro, 25,8 Prozent (259) zwischen 1.000 und 2.000 Euro, 25,6 Prozent (257) zwischen 2.000 und 3.000 Euro, 19,8 Prozent (199) zwischen 3.000 und 4.000 Euro, 9,9 Prozent (99) zwischen 4.000 und 5.000 Euro und 7,8 Prozent mehr als 5.000 Euro. Die Prozentangaben sind gerundet auf eine Nachkommastelle.

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