Rauriser Traditionen: Hengstauftrieb und Glockner-Wallfahrt

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Großer Besucherandrang beim Hengstauftrieb (c) Blickfang-Photography Nicole Wandinger
 

Das Raurisertal ist eines der ursprünglichsten Hochtäler in den Alpen und hat noch weite unverbaute Naturräume zu bieten. Traditionen und Bräuche halten sich hier über Jahrhunderte. Sie nehmen einen fixen Platz im Alltagsleben ein und werden von Generation zu Generation weitergegeben.
Im Raurisertal werden alte Traditionen und echtes Brauchtum hochgehalten. Alle Jahre wieder ein imposantes Erlebnis für Einheimische und Gäste ist der Hengstauftrieb (27.06.20) auf die Weiden der Grieswiesalm. Noch bevor die Tiere für rund 100 Tage „Sommerfrische“ auf die Alm ziehen, kämpfen die Noriker Deckhengste beim Alpengasthof Bodenhaus unter Aufsicht der Züchter um die Rolle des Leithengstes. Beißen, Treten und Boxen: die Hengste setzen Tonnen an geballter Kraft und Energie ein, um die Rangordnung zu fixieren. Was für die Tiere notwendig ist, um den Almsommer hoch auf der Alm gefahrlos verbringen zu können, ist für die tausenden Zuschauer ein alljährliches Schauspiel. Abgesehen von den 20 Hengsten werden von den mehr als 100 Auftreibern außerdem etwa 120 Norikerpferde, 330 Rinder und 230 Schafe und Ziegen auf die Kolm Saigurner Grieswiesalm am Fuße des Hohen Sonnblicks begleitet.
Pilgern über den Großglockner
Salzburgs größte Wallfahrt geht bis ins 15. Jahrhundert zurück und findet jedes Jahr zu Peter und Paul (28.06.20) statt. Dann marschieren die Pilger vom Pinzgau im Salzburger Land bis nach Heiligenblut in Kärnten. Für die rund 35 Kilometer lange Strecke, bei der 1.300 Höhenmeter zum größten Teil auf der Großglockner Hochalpenstraße zu bewältigen sind, benötigen die Pilger rund zehn Stunden. Dabei folgen sie uralten Wegen, die schon vor 3.500 Jahren von keltischen Stämmen benutzt wurden. Im Mittelalter pilgerten die Menschen, um Schutz vor der Pest und den Wölfen zu erbitten. Heute sind viele der 6.000 Teilnehmer auf dem Weg, um neue Ein- und Aussichten zu finden. Denn Pilgern ist weit mehr als Wandern. Es geht ums Kraft schöpfen, um den Alltag und unnötigen Ballast hinter sich zu lassen und für sich neue Wege einzuschlagen. – Ganz nach dem Motto „Wer gut geht, dem geht’s gut“. Startpunkte für die Glockner-Wallfahrt sind das Rauriser Tauernhaus im Seidlwinkltal oder Ferleiten in Fusch an der Großglockner Hochalpenstraße. Nach der Morgenmesse am Rauriser Tauernhaus im Seidlwinkltal geht’s los: Die Wallfahrts-Route führt von hier über die Litzlhofalm und den wunderschönen Talschluss des Seidlwinkltals bis hoch zur Großglockner Hochalpenstraße. Am Hochtor treffen die Rauriser Pilger auf die Wallfahrer aus Fusch. Entlang der gesamten Strecke werden Gebetsrasten eingelegt. Etwa um 17 Uhr ist die Ankunft in Heiligenblut, wo dann eine Pilgermesse gefeiert wird. www.raurisertal.at
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Beitrag von auf 19. Februar 2020. Abgelegt unter Urlaub & Reisen, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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