Rheinische Post: Kardinal Woelki: “Gott ist Mensch geworden, nicht ,Bio-Deutscher””

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Zum Weihnachtsfest hat der Kölner Erzbischof
Rainer Maria Kardinal Woelki vor einer Spaltung der Gesellschaft in
der Flüchtlingsfrage gewarnt: Wer Menschen, “die vor Krieg und
Vertreibung, Vergewaltigung und Tod Schutz suchen, als
,Asyltouristen’ entwürdigt und ganze Bevölkerungsgruppen ausdrücklich
vom bundesrepublikanischen Wir ausschließt, tritt eine Entwicklung in
Gang, deren Auswirkungen nicht abzusehen sind”, sagte er im Interview
mit der “Kölnischen Rundschau” und der Düsseldorfer “Rheinischen
Post” (Samstag). Nach seinen Worten sei das Christentum nicht nur ein
frommer Glaube, sondern auch eine konkrete Haltung gegenüber
Mitmenschen. “Gott ist Mensch geworden, nicht ,Bio-Deutscher’. Jeder
Mensch darf sich darauf berufen, egal wo er herkommt”, so der
Kardinal. Das gelte auch in Anbetracht der zunehmenden Zahl von
Muslimen hierzulande. So sei christliche Identität nach den Worten
Woelkis nicht dazu geeignet, “ein demografisches Bollwerk gegen
Zuwanderer zu errichten”. Abgrenzung müsse ausschließlich gegenüber
denjenigen stattfinden, die die Werte unseres Grundgesetzes nicht
akzeptierten. Mit Blick auf die im Jahresverlauf schlecht besuchten
Gottesdienste sagte Woelki, auch die Menschen, die die Kirche nur zur
Weihnachten aufsuchten, seien willkommen. Allerdings erinnerte der
62-jährige Erzbischof die Christen auch daran: “Sie haben eine
Gottesdienst-Flatrate.”

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 22. Dezember 2018. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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